Löwen spielen Eishockey – gegen den EHC München

11. Januar 2012

Am Dienstag, 10. Januar 2012 kam es in der Eissporthalle am Oberwiesenfeld zu einem Eishockeyspiel der besonderen Art:

Einige 1860-Profis traten zu einem Gaudi-Match gegen einige Spieler des DEL-Clubs EHC München an. Mit dabei waren auf Löwen-Seite u.a.: Stefan Aigner, Djordje Rakic, Christopher Schindler, Timo Ochs, Basti Maier, Daniel Halfar, Kevin Volland und Vitus Eicher sowie Team Manager Flo Waitz und Stadionsprecher Stefan Schneider.

Am Rand des Eises versammelten sich natürlich weitere illustre Persönlichkeiten wie: EHC-Manager Christian Winkler, 1860-Pressesprecherin Lil Zercher, Hacker-Pschorr-Marketingchefin Birgit Zacher, 1860-Stadion Manager Sascha Färber, EHC-Geschäftsstellenleiter Claus Gröbner, EHC-Pressesprecher Emanuel Hugl, EHC-Promoter Mario Schrader, Abendzeitung-Sportchef Gunnar Jans, sowie dieblaue24-Blogger Oliver Griss.

Vom EHC München waren auf dem Eis: Alle drei Trainer, also Pat Cortina, Maurizio Mansi und Ex-Nationaltorwart Peppi Heiß, dazu u.a. die Spieler Felix Petermann, Schorschi Kink, Jochen Reimer, Sebastian Elwing, Sören Sturm, Klaus Kathan, Jan Benda, Martin Buchwieser, David Cespiva, Mike Kompon, Stéphane Julien und Martin Schymainski.

Die Löwen-Profis trugen gelbe und schwarze Trikots, die EHC-Spieler liefen in weißen und blauen Dressen auf. Gespielt wurde zunächst mit gemischten Teams (schwarz und weiß gegen blau und schwarz), sodass sich die Leistungsstärke besser verteilte. Schon da war zu sehen, dass Kevin Volland den Eishockey-Sport im Blut hat, schließlich war sein Vater Andreas Mitglied der Meistermannschaft des EC Hedos München in der Saison 1993/94.

Aber auch Djordje Rakic, der zunächst Stand- probleme auf den Schlittschuhen hatte, zeigte seine Goalgetter- qualitäten und erzielte insgesamt zwei Tore. So kann es 2012 für ihn ruhig weitergehen.

Innerhalb der guten Stunde, die die Akteure auf dem Eis verbrachten, wurde dann auch kurz ernsthaft Eishockey gespielt, als die EHC-ler unter sich waren und den Löwen-Profis eine Lehrstunde erteilten. Anschließend blieben dafür die Sechzger allein auf dem Eis und versuchten noch das umzusetzen, was die EHC-Spieler ihnen vorgeführt hatten.

Nach dem Spaßmatch gab es, wie bei den Eishacklern so üblich, ein gemeinsames Kabinenfest mit Pasta und Bier. Dabei waren für mich als Riessersee-Fan natürlich vor allem die Garmischer im EHC-Team, Schorschi Kink, Uli Maurer und Martl Buchwieser, aber auch Nationalspieler Felix Petermann interessante Gesprächspartner.

Mir gegenüber saß später auch Stefan Schneider, der nochmals betonte, er habe nie und nimmer “Straubingen” gesagt und könne dies mit einer Audio-Datei auch beweisen.

Fazit: Irgendwann im Jahr 2012 soll es die “Revanche” zwischen den beiden Mannschaften auf dem Fußballplatz geben. Dann werden sicher die Löwen-Profis ihren EHC-Spezln einige Tipps geben können…

Weiter gehts beim TSV 1860 jetzt erstmal mit dem Trainingslager in Belek in der Türkei, in dessen Rahmen es zwei Testspiele gegen den FC Thun und CFR Cluj geben soll.

Nach der Rückkehr spielen die Löwen am Samstag, 28. Januar in Winterthur in der Schweiz und am Dienstag, 31. Januar beim FC ”Rasenballsport” Salzburg.

3:1 in Karlsruhe – ein rundum gelungener Jahresabschluss

19. Dezember 2011

Im November 1993 schlug der Karlsruher SC im UEFA-Cup den FC Valencia mit 7:0 und drang im Frühjahr 1994 sogar bis ins Halbfinale dieses Wettbewerbes (Vorgänger der Europa League) vor.

Im ersten Jahr nach dem letzten Abstieg aus der Bundesliga im Sommer 2009 bewegte sich der KSC noch im Mittelfeld der 2. Liga. Doch seit 2010 kämpft der ehemalige Europacup-Halbfinalist knallhart gegen den Abstieg. Im Mai 2012 könnte der Fall in die Dritte Liga nun endgültig erfolgen, denn:

Nachdem die Löwen schon im Oktober 2010 im Wildparkstadion mit 4:2 siegten, gelang dem TSV 1860 München auch diesmal erneut ein klarer Auswärtserfolg in Karlsruhe. 3:1 hieß es am Ende für die Maurer-Truppe.

Daniel Bierofka hatte die Sechzger nach 33 Minuten im Anschluss an einen sehenswerten Spielzug in Führung gebracht. Nach einem weiten Ball auf die linke Seite flankte Rakic das Leder mit Übersicht an den Strafraum, wo Lauth mit der Brust auf Bierofka ablegte. Der Routinier kam von hinten angesprintet, nahm das Leder aus 18 Metern per Dropkick und versenkte es flach im linken unteren Eck zum 1:0.

Nachdem dem Karlsruher Marco Terrazzino in der 72. Minute der Ausgleich zum 1:1 gelang, musste man befürchten, die Löwen würden sich wie beim Spiel in Sankt Pauli die Butter vom Brot nehmen lassen, doch der KSC ist ein schwächeres Kaliber als die Hamburger und so passierte folgendes:

80. Minute: Die Löwen hatten einen Freistoß im linken Halbfeld fast an der Mittellinie zugesprochen bekommen. Vor der Ausführung wurde der verletzte Rakic für Sandro Kaiser ausgewechselt. Danach führte Buck den Standard aus, Aigner konnte den 40-Meter-Pass am langen Eck aus sieben Metern ungehindert köpfen, traf ins rechte untere Eck zum 2:1.

87. Minute: Nach Bierofka-Zuspiel kam ein Karlsruher im Strafraum gegen Volland zu spät, holte ihn von den Beinen. Schiedsrichter Patrick Ittrich zeigte sofort auf den Elfmeterpunkt. Bierofka lief an, verlud Orlishausen und traf zum 3:1.

Wenige Minuten später kam der Schlusspfiff und einen Tag später besiegelte der Ausgang des Spiels Rostock-Dresden (2:2) das Schicksal des KSC: Man geht als Tabellenletzter in die Winterpause.

Die rund 1200 Löwenfans unter den 12.640 Zuschauern jubelten. 32 Punkte nach 19 Spielen, zuletzt 13 Punkte aus 5 Spielen, so können wir alle glücksselig Weihnachten feiern.

Abgerundet wurde der gelungene Jahresabschluss der Mannschaft durch eine einwandfrei verlaufene Zugfahrt von 450 Löwenfans mit einem von der Bahn zur Verfügung gestellten Entlastungszug. Keine einzige Beschädigung, nur wenige Aufkleber und kaum Müll, der nicht in den mitgebrachten Mülltüten landete. So schaut es gut aus für eine mögliche Kooperation des TSV 1860 mit der Bahn für künftige Zugfahrten zu nahen Auswärtssspielen. Ende Januar 2012 soll darüber verhandelt werden.

3:0 gegen Braunschweig – dafür muss man sich doch nicht schämen…

12. Dezember 2011

Am Freitag, 9. Dezember 2011 fand das letzte “Heim”-Spiel des Jahres für die Löwen-Profis statt, in Fröttmaning war Eintracht Braunschweig der Gegner. Es handelte sich um den ersten Spieltag der Rückrunde, nachdem 1860 am 1. Spieltag mit einer 1:3-Niederlage in Braunschweig in diese Zweitligasaison gestartet war.

16.400 Zuschauer verloren sich in der WM-Arena von 2006, darunter rund 900 Fans des Aufsteigers aus Niedersachsen. Die Löwen präsentierten sich nicht gerade als spielbestimmende Mannschaft, der Gegner hatte weitaus mehr Torchancen und doch stand es nach 32 Minuten 1:0 für Sechzig!

Kevin Volland passte den Ball scharf in die Mitte, Benjamin Lauth am Torraum kam einen Schritt zu spät, aber der hinter ihm lauernde Stefan Aigner knallte das Leder aus kurzer Distanz über die Linie zum 1:0.

Nach 58 Minuten dann das 2:0 für die Löwen: Bei einer erneuten Kontersituation hatte Bierofka auf die linke Seite in den Lauf von Rakic gepasst. Der 26-Jährige eilte alleine auf Davari zu und lupfte den Ball von der Strafraumgrenze über den herauslaufenden Keeper zum 2:0 in die Maschen.

Zu guter Letzt durfte dann auch Benny Lauth seine Torflaute beenden: In der 65. Minute kam Rakic fast an der Grundlinie des linken Torraumecks zum Flanken, Lauth in der Mitte brachte die Fußspitze ans Leder, das den Weg über den rechten Innenpfosten zum 3:0 ins Tor fand.

Großer Jubel in der Nordkurve, großer Jubel aber auch bei meinem guten Freund Mario Arenas, der das Spiel diesmal aus Block 104 beobachten konnte. Mario, der auch Fan von Real Madrid ist und am Samstag eine 1:3-Niederlage im “Clásico” gegen den FC Barcelona verdauen musste, war durchaus erfreut über die Tatsache, dass Sechzig trotz eines klaren Chancen- und Eckenplus für Braunschweig das Match souverän für sich entschied.

Etwas kritischer waren da wie gewohnt die beiden Reporter der Abendzeitung, Marco Plein und Filippo Cataldo. Plein zeichnete später auch für die Schlagzeile verantwortlich, dass die Löwen sich für den Sieg “schämen”.  Wenn man bedenkt, wie oft 1860 schon die bessere Mannschaft war, die drei Punkte aber verlor, und sich dafür nichts kaufen konnte, muss ich sagen: Ich schäme mich nicht – Ich bin zufrieden!

Weiter gehts mit dem letzten Spiel des Jahres am Samstag, 17. Dezember um 13 Uhr beim Karlsruher SC. Für bis zu 550 Löwenfans setzt die Deutsche Bahn einen Entlastungszug ein, Abfahrt ist am Samstag um 6:23 Uhr am Münchner Hauptbahnhof (Gleis 16). Als Fahrkarte benötigt man das Schönes-Wochenende-Ticket, das 39,- Euro kostet und für jeweils 5 Personen gilt, sodass alle Löwenfans für weniger als 8,- Euro hin und zurück mitfahren können.


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