9. Februar 2010
Einen “Kotzbrockenverein” nannte 1860-Geschäftsführer Manfred Stoffers den diesmaligen Löwengegner “Rot-Weiß Ahlen” im Vorwort der Löwen-News.
Leider behielt er Recht, denn der Tabellenletzte zeigte sich in Fröttmaning von seiner hassenswertesten Seite - in Gestalt von Torwart Sascha Kirschstein. Dieser provozierte die Löwenfans in der Nordkurve in einer Tour - und simulierte, von einem Feuerzeug am Kopf getroffen worden zu sein, noch bevor dieses Ereignis überhaupt eintrat.
Ich frage mich, wozu diese Welt Clubs wie RW Ahlen bracht, die mit noch nicht einmal 20 Fans zu einem Auswärtsspiel anrücken. Vereine, die keine Tradition haben und auch in ihrem nächsten Umfeld gehasst werden. Vereine, die dann auch immer wieder den Klassenerhalt schaffen und die 2. Liga unattraktiv machen.
Gottseidank haben wir bei 1860 mit Stefan Schneider einen couragierten Stadionsprecher, der den gegnerischen Herrschaften auf dem Rasen auch mal die Grenzen aufzeigt. “Liebe Löwenfans, lasst Euch vom Ahlener Torwart nicht provozieren” sagte Schneider übers Stadionmikro. Wahre Worte. Wenn man das nicht mehr sagen darf, gleichzeitig aber die Provokationen des Ahlener Torhüters ungestraft beim Schiri durchgehen, dann verstehe ich die Welt nicht mehr.
Bitter zu sehen, dass in ersten Kommentaren zu diesem Spiel im Internet und bei DSF unser Stadionsprecher Stefan Schneider und Geschäftsführer Manfred Stoffers als Buhmänner der Niederlage und der Feuerzeugwürfe durch Löwenfans hingestellt werden.
Man sollte sich mal überlegen, wie sehr das Verhalten eines Scheidsrichters (der alles gegen uns pfiff) wie am Montagabend und die ständigen Provokationen des Ahlener Torwarts die Reaktionen heraufbeschworen, als nach dem Schlusspfiff zwei Löwenfans den Rasen stürmten und versuchten, den Schiedsrichter zu schlagen.
“Fußballmafia DFB” sangen und schrieen die Löwenfans in den 80er-Jahren, als der DFB den Löwen wegen 8 Millionen DM Schulden die Lizenz entzogen hatte. Man wird das Gefühl nicht los, als hätte sich beim DFB seitdem nichts verändert.
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31. Januar 2010

Am Sonntagvormittag um 11 Uhr wurde das 1860-Spiel in Karlsruhe abgesagt. Mich traf es wieder mal weniger als andere, da ich immer noch krankgeschrieben bin, aber: Das Telefon stand ab 10:50 Uhr rund eine Stunde lang nicht mehr still.
Der Grund der Absage war nicht die sonst immer angeführte “Unbespielbarkeit des Rasens”, denn der war, wie man sich bei SKY überzeugen konnte, durchaus bespielbar. Die Ränge konnten nicht vom Eis befreit werden und so hätte es bei den sehr steilen Treppen z.B. im Gästeblock des Wildparkstadions passieren können, dass Zuschauer ausrutschen und sich das Genick brechen.
Die “Sicherheit der Besucher konnte nicht gewährleistet werden”. Trotzdem bleibt ein fahler Beigeschmack, denn: Hätte dies nicht auch am Samstagabend erkannt werden müssen? Dann hätten sich viele Löwenfans die teilweise beschwerliche Anreise nach Karlsruhe sparen können.
Wie so oft im Fußball: Die Fans sind immer die Deppen. Ein Nachholtermin steht noch nicht fest. Wie mir zu Ohren gekommen ist, haben sich einige Löwenfans die Bundesliga-Partie VfB Stuttgart-Borussia Dortmund als Ersatz ausgesucht.
Für Ewald Lienen und die Mannschaft des TSV 1860 ist die Spielabsage aus psychologischen Gründen natürlich besonders bitter: Durch den 3:1-Sieg des FC Augsburg gegen Arminia Bielefeld am Samstag ist der Rückstand der Löwen auf den Relegationsplatz nunmehr auf uneinholbar scheinende 11 Punkte angewachsen.
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25. Januar 2010

Erneut konnte ich leider nicht live dabei sein, weil ich immer noch krankgeschrieben war. Die Löwen in Fröttmaning gegen Hansa Rostock – mehr als 16.800 Zuschauer interessierte dies diesmal nicht. Dafür konnte ich ausnahmsweise soviel vom Spiel sehen wie sonst nie, ich habe ja schließlich Pay-TV zuhause. Ein Lieferant brachte mir leckeres Wok mit Huhn vom Vienamesen vorbei und los gings.
Nach 35 Minuten brachte der endlich wieder fitte 1860-Kapitän Benny Lauth die Löwen durch einen satten Schuss in die Maschen des Tors vor der Nordkurve mit 1:0 in Führung. In der 2. Halbzeit erhöhten die Löwen durch ein Eigentor des Rostockers Schönberg nach Vorarbeit von Charilaos Pappas und durch Stefan Aigner (nach Vorarbeit von Jose Holebas) auf 3:0.
Ich schaltete sogar zweimal kurz zu anderen Sendungen um, weil die Sache entschieden war. Mal was anderes, als wenn ich live in der Arena dabei bin und bin vom Spiel nichts sehe, weil ich in Fangespräche verwickelt werde. Sechzig ist also auf dem aufsteigenden Ast. Mit 26 Punkten aus 19 Spielen rangieren die Löwen nun auf Platz 9 der 2.Liga-Tabelle. Weiter gehts nächsten Sonntag (31.01., 13:30 Uhr) auswärts beim Karlsruher SC.
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