5:0 - Das Löwenherz lacht
Samstag, 29. März 2008Es war ein Fußballabend wie man ihn sich nur wünschen kann: Fast frühlingshafte Temperaturen, kein Wind und rund 1500 Zuschauer auf Giesings Höhen, davon 250 bis 300 Gästefans. Beide Fangruppen hauchten dem Stadion an der Grünwalder Straße von Beginn an eine großartige Stimmung ein, während des Spiels verstummte die Ostkurve jedoch und man hörte nur noch die Löwenfans in der Stehhalle. Und das hatte einen Grund:
Das Spiel wurde eine Demontage für Burghausen und ein grandioser Fußballabend für die Löwen: Mit 5:0 schossen die jungen Sechzger die „Österreicher“ (Burghausen liegt direkt an der Grenze zu Österreich) aus Giesing, die Sensation des Spieltages!
Die Namen der fünf Torschützen werden denjenigen, die sich normalerweise nicht mit der U23 des TSV 1860 München beschäftigen, nicht viel sagen, aber ich will sie hier kurz vorstellen:




1:0 Mathias Wittek: geboren am 30. März 1989 in Polen, somit knapp 19 Jahre alt, 1,93 Meter groß, Abwehrspieler.
2:0 und 3:0 Anton Fink: geboren am 31. Juli 1987 in Dachau, 20 Jahre alt, 1,71 Meter groß, Mittelfeldspieler.
4:0 Michael Schick: geboren am 29. Februar 1988 in Bad Cannstatt, 20 Jahre alt, 1,76 Meter groß, Abwehrspieler.
5:0 David Schittenhelm, geboren am 13. März 1987 in Freiburg, 21 Jahre alt, 1,91 Meter groß, Mittelfeldspieler.
Das Jugendkonzept des TSV 1860 brachte einmal mehr neue Helden hervor, die jetzt ihre Leistung bestätigen müssen, um irgendwann in den Profikader aufrücken zu dürfen.
Das derzeit nach Meinung aller Experten größte Talent der 1860-Amateurmannschaft ist im Moment leider verletzt, hatte aber schon ein paar Minuten Einsatzzeit bei den Profis: Stürmer Manuel Schäffler, 19 Jahre alt, aus Fürstenfeldbruck kommend, erzielte in dieser Spielzeit bereits 7 Tore in der Regionalliga und ist damit bester Goalgetter der U23.
Man sieht, es lohnt sich, im Sechzgerstadion vorbeizuschauen. Nächstes Heimspiel: Samstag, 12. April (14 Uhr) gegen Reutlingen.
Axel Dubelowski


Zuerst war es ein Raunen, dann begeisterter Jubel und schließlich brandete der Applaus auf…….als 1860-Trainer Marco Kurz am vergangenen Sonntag nach rund einer Stunde den torgefährlichsten Spieler der Löwen einwechselte. Wie ein Messias wurde Berkant Göktan von den Löwenfans empfangen, als er nach 125 Tagen Verletzungspause auf den Rasen zurückkehrte.