Archiv für April 2008

Sieg in Frankfurt – Gute Leistung in Gladbach

Dienstag, 29. April 2008

Ehrenrunde der U23 nach dem Spiel gegen FSV FrankfurtZwei Auswärtsspiele hatten die beiden Mannschaften des TSV 1860 München am vergangenen Wochenende vor der Brust: Am Samstag ging es für die U23 zum FSV Frankfurt an den Bornheimer Hang und am Sonntag spielten die Löwen-Profis beim designierten Bundesliga-Aufsteiger in Mönchengladbach vor.

Bei strahlendem Sonnenschein fanden sich am Samstag im Frankfurter Stadtteil Bornheim in dem leider gerade im Umbau befindlichen „Volksbank-Stadion“ rund 120 Löwen-Fans ein, um die Amateurmannschaft zum Sieg zu brüllen. Fazit: Zum zweiten Mal in Folge trumpften die kleinen Löwen bei einem Aufstiegsfavoriten auf, entführten nach dem 2:1-Sieg beim VfB Stuttgart II auch beim FSV Frankfurt alle drei Punkte. Anton Fink und Björn Ziegenbein erzielten die beiden Tore der Sechzger zum verdienten 2:1-Auswärtssieg.

Anschließend fuhr ich mit Löwen-Archivar Oliver Buch nach Düsseldorf, um dort näher am nächsten Spielort Gladbach zu sein, in der Wohnung des Fortuna Düsseldorf-Fans „Fluti“ zu übernachten und in der Düsseldorfer Altstadt in meinen Geburtstag hineinzufeiern.

Der Weg zum Stadion in GladbachAm Sonntag war der Himmel erneut strahlend blau, so sollte es an Geburtstagen immer sein… Rund 1200 Löwenfans fanden sich im neuen Borussia Park vor den Toren der Stadt, mitten auf dem Land gelegen, ein. Das letzte Spiel der Löwen in Gladbach fand 2004 ja noch auf dem alten Bökelberg statt, der inzwischen abgerissen wurde. Sechzig stieg dort seinerzeit in die 2. Liga ab, das ist also auch schon wieder vier Jahre her….Von außen sieht der Borussia Park aus wie eine Landestation in einer Mondlandschaft, innen ist die Arena vom Anblick her jedoch gar nicht so schlecht.

Löwen-Fans auf dem ZaunDie Löwen überraschten die Fohlen-Elf mit offensivem Spiel und gingen durch zwei Tore von Toni Di Salvo und Berkant Göktan sogar mit einer 2:1-Führung in die Pause. In der Halbzeit traf ich dann SC Riesssersee- und Ex-EHC München-Starstürmer Christian „Butzi“ Mayr, der mit einem Löwentrikot im Gästeblock stand und damit den Ruf widerlegte, er sei ein Bayern-Fan. Leider verpassten wir beide daraufhin die Szene, die kurz nach der Pause zum Ausgleich führte.

Butzi MayrFazit: Mit dem 2:2-Endstand nach 90 Minuten konnten beide Teams zufrieden sein. Die Löwen gaben ein kräftiges Lebenszeichen ab und den Fans die Hoffnung zurück, dass sie sich in letzter Sekunde nicht doch noch in den Abstiegsstrudel hineinreißen lassen würden.

Nachdem ich Butzi Mayr jetzt bei zwei Auswärtsspielen der Löwen (in Sankt Pauli und in Mönchengladbach) getroffen habe, stelle ich fest: Butzi kann kein Roter sein!

Landshut siegt in der Verlängerung – Spiel 5 muss über Aufstieg entscheiden

Mittwoch, 23. April 2008

EV Landshut gegen KasselViel Eishockey-Prominenz (unter ihnen Erich Kühnhackl, Straubing-Manager Jürgen Pfundtner, EHC München-Manager Christian Winkler, Ingolstadts neuer Manager Tobias Abstreiter, SC Riessersee-Spieler Matthias Wikström und EHC München-Torwart Joey Vollmer) sowie knapp 4.000 Zuschauer hatten sich am Dienstagabend in Landshut eingefunden, um das letzte Heimspiel der Cannibals in dieser Saison mitzuerleben.

Im ersten Drittel sah es eher danach aus, dass Kassel an diesem Abend den Aufstieg in die DEL perfekt machen würde. 2:1 hieß es für die Nordhessen nach 20 Minuten. Siegtorjubel bei LandshutDie EVL-Fans auf der Tribüne schienen nach den beiden Cannibals-Pleiten (0:6 und 0:5) und dem erneuten Rückstand schon zu resignieren.Im zweiten Drittel drehten die Niederbayern aber das Spiel. Gäste-Torwart Boris Rousson (Torwart der Meistermannschaft der München Barons im Jahr 2000) half dabei kräftig mit. Einmal ließ er die Scheibe nach vorne prallen und Absteiter konnte den Nachschuss verwerten, ein anderes mal traf Hundhammer durch Roussons Beine ins Netz.
Im letzten Drittel kam dann aber noch einmal Spannung auf: Zunächst gelang den Huskies der Ausgleich durch Boisvert, dann bekam Landshut kurz vor Ende der regulären Spielzeit einen Penalty zugesprochen. Dominik Hammer hatte jedoch keine Nerven aus Stahl und vergab die große Siegchance. Normalerweise rächt sich solches Schusspech bitter, nicht so an diesem Abend:

Kasseler ziehen abDem überragenden Mann des Abends, Peter Abstreiter, blieb es vorbehalten, den Puck zum 5:4-Siegtreffer in der 63. Minute im gegnerischen Netz unterzubringen. Die Landshuter Spieler fielen übereinander her, als hätten sie soeben den Aufstieg perfekt gemacht. Die Spieler der Kassel Huskies schlichen mit hängenden Köpfen in die Kabine. Nun müssen sie nochmal ran:

Am Freitag (19.30 Uhr) kommt es in Kassel zum entscheidenden 5. Spiel der Finalserie. Beide Mannschaften haben die Möglichkeit, den Aufstieg zu schaffen. Im Notfall wird das Spiel solange verlängert, bis ein Tor gefallen ist. Wie man in der DEL neulich gesehen hat, können Spiele dann auch mal fast 7 Stunden dauern.

Sechzig kann doch noch siegen – aber was war in der Nordkurve los?

Freitag, 18. April 2008

21.500 Zuschauer sahen endlich mal wieder einen Sieg der Löwen:

2 zu 1 gegen Wehen-Wiesbaden.

Rund 100 Gästefans hatten sich in die Allianz Arena verirrt – absoluter Minusrekord für Allianz-Gäste-Zahlen. Da hatten wir mit Dresden (20.000) und Aue (12.000) und sogar Dorfvereinen wie Haching (5.000) schon andere Kaliber da…. Markus Thorandt sorgte mit einem Kopfball in der letzten Minute der ersten Halbzeit für die beruhigende 1:0-Führung. Nach 84 Minuten schoss Daniel Bierofka das 2:0, und alle dachten, das wars jetzt.

Torjubel der Löwenfans gegen WehenPlötzlich gab es am Zaun hinter der Nordkurve Unruhe: Viele junge Fans stürmten an den Zaun, beschimpften die Ordner und rüttelten an den Gitterstäben. Was war passiert? Ein junger Fan hatte eine Werbebande aus dem Zuschauerbereich in den Innenraum weggetreten und war von den Ordnern ermahnt worden. Als er jedoch nicht aufhörte, gegen die rote Werbebande zu treten, zog ein Ordner des 1860-Ordnungsdienstes den jungen Mann in den Innenraum, um dessen Tun zu unterbinden. Dies wiederum sorgte natürlich für Unruhe in der Nordkurve. Weitere Werbebanden wurden aufgrund dessen aus den Verankerungen getreten.

Wie mir berichtet wurde, sollen auch die Löwen-Spieler auf dem Rasen den Vorfall während des Spiels mitbekommen haben, sodass sie in einer Spielszene angeblich „irritiert waren“. Wenige Minuten später, in der Nachspielzeit, fiel der Anschlusstreffer der Wiesbadener. Schwarz hieß der Torschütze. Jedoch war es kein Eigentor, weder Benny noch Danny Schwarz trafen ins eigene Netz, nein, der dritte Schwarz auf dem Platz war es. Er trug ein Wehen-Trikot und hört auf den Vornamen Sandro.

Nach dem Schlusspfiff war die Erleichterung groß in Reihen der Löwen-Fans. Einen „Dreier“ hatte es seit dem 8. Februar 2008 beim 2:1-Sieg auf dem Betzenberg in Kaiserslautern nicht mehr gegeben.

Fanblock des SV Wehen WiesbadenIch hatte nach Spielende noch Gelegenheit, mit Mitarbeitern der IMG, der Vermarktungsgesellschaft des TSV 1860 München zu sprechen. Sie haben die Aufgabe, den Sponsoren die vertragsgemäß zugesagte Präsenz der Werbebanden, vor allem bei einem Live-Spiel im frei empfangbaren Fernsehen (das DSF übertrug das Spiel), über die volle Spieldauer zu gewährleisten. Die Argumentation einiger Fans, dass die Aufmerksamkeit auf die Trenkwalder-Werbebande sich durch den Vorfall erhöht habe, können die IMG-Mitarbeiter leider nicht übernehmen, denn sie sind an die Vertragsbedingungen gebunden.

Axel Dubelowski


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