Sechzig kann doch noch siegen – aber was war in der Nordkurve los?
21.500 Zuschauer sahen endlich mal wieder einen Sieg der Löwen:
2 zu 1 gegen Wehen-Wiesbaden.
Rund 100 Gästefans hatten sich in die Allianz Arena verirrt – absoluter Minusrekord für Allianz-Gäste-Zahlen. Da hatten wir mit Dresden (20.000) und Aue (12.000) und sogar Dorfvereinen wie Haching (5.000) schon andere Kaliber da…. Markus Thorandt sorgte mit einem Kopfball in der letzten Minute der ersten Halbzeit für die beruhigende 1:0-Führung. Nach 84 Minuten schoss Daniel Bierofka das 2:0, und alle dachten, das wars jetzt.
Plötzlich gab es am Zaun hinter der Nordkurve Unruhe: Viele junge Fans stürmten an den Zaun, beschimpften die Ordner und rüttelten an den Gitterstäben. Was war passiert? Ein junger Fan hatte eine Werbebande aus dem Zuschauerbereich in den Innenraum weggetreten und war von den Ordnern ermahnt worden. Als er jedoch nicht aufhörte, gegen die rote Werbebande zu treten, zog ein Ordner des 1860-Ordnungsdienstes den jungen Mann in den Innenraum, um dessen Tun zu unterbinden. Dies wiederum sorgte natürlich für Unruhe in der Nordkurve. Weitere Werbebanden wurden aufgrund dessen aus den Verankerungen getreten.
Wie mir berichtet wurde, sollen auch die Löwen-Spieler auf dem Rasen den Vorfall während des Spiels mitbekommen haben, sodass sie in einer Spielszene angeblich „irritiert waren“. Wenige Minuten später, in der Nachspielzeit, fiel der Anschlusstreffer der Wiesbadener. Schwarz hieß der Torschütze. Jedoch war es kein Eigentor, weder Benny noch Danny Schwarz trafen ins eigene Netz, nein, der dritte Schwarz auf dem Platz war es. Er trug ein Wehen-Trikot und hört auf den Vornamen Sandro.
Nach dem Schlusspfiff war die Erleichterung groß in Reihen der Löwen-Fans. Einen „Dreier“ hatte es seit dem 8. Februar 2008 beim 2:1-Sieg auf dem Betzenberg in Kaiserslautern nicht mehr gegeben.
Ich hatte nach Spielende noch Gelegenheit, mit Mitarbeitern der IMG, der Vermarktungsgesellschaft des TSV 1860 München zu sprechen. Sie haben die Aufgabe, den Sponsoren die vertragsgemäß zugesagte Präsenz der Werbebanden, vor allem bei einem Live-Spiel im frei empfangbaren Fernsehen (das DSF übertrug das Spiel), über die volle Spieldauer zu gewährleisten. Die Argumentation einiger Fans, dass die Aufmerksamkeit auf die Trenkwalder-Werbebande sich durch den Vorfall erhöht habe, können die IMG-Mitarbeiter leider nicht übernehmen, denn sie sind an die Vertragsbedingungen gebunden.
Axel Dubelowski
Dieser Beitrag wurde vor am Freitag, 18. April 2008 um 10:29 Uhr veröffentlicht und unter Allgemeines, Dahoam gespeichert. Sie können Kommentare zu diesem Eintrag über den RSS-2.0-Feed verfolgen. Sie können einen Kommentar hinterlassen oder einen Trackback von Ihrer Website hierher setzen.


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