Löwenbomber allein daheim - 1:4 in Duisburg
Sonntag, 22. Februar 2009
Schon vergangene Woche gegen Ahlen schleppte ich mich nur humpelnd in die Arena. Nach dem Spiel musste ich zwei Nächte im Schwabinger Krankenhaus verbringen und erfuhr, dass ich mir einen Fußwurzelbruch im linken Mittelfuß zugezogen habe. Nachdem ich seit Freitag auch einen Gips tragen muss, fiel die Auswärtsfahrt nach Duisburg für mich leider ins Wasser.
Die Arbeit ging trotzdem nicht an mir vorbei, denn rund eine Stunde vor Anpfiff gabs einen Anruf der Cosa Nostra, warum denn ihre zwei Schwenkfahnen nicht durch die Kontrollen kämen. Dabei waren zwei Schwenkfahnen ausdrücklich genehmigt. Ärgerlich, welche Abstimmungsprobleme es immer gibt, wenn aktive Fans mit erlaubten Gegenständen ins Stadion wollen.
Was ich dann vom Spiel im heimischen „Löwenbomberstadion“ auf der Couch mit ansehen musste, lässt bei mir schlimmste Befürchtungen aufkommen. Der Premiere-Kommentator bemerkte schon während des Spiels, dass Sechzig seit dem Abstieg 2004 noch nie so wenige Punkte nach dem 20. Spieltag auf dem Konto hatte. Nach 35 Minuten hieß es 2:0 für die Gastgeber. Zweimal der Kameruner Kouemaha.
Trotz der gesehenen Leistungen hatte ich da noch Hoffnung, denn auch in Mainz war Sechzig ja 0:2 im Rückstand und schaffte dann postwendend den 1:2-Anschlusstreffer. Doch diesmal gabs kein Aufbäumen, in der 70. Minute schoss der Kongolese Makiadi das 3:0 für den MSV. Auch das 2. Saisontor von Manuel Schäffler änderte nichts mehr, Kouemaha schoss sein 3. Tor und die Löwen verloren 1:4.
Ich versuchte noch ein paar Fotos für den Löwenblog zu knipsen, aber wenn man immer wüsste, wann die Bildregie von Premiere ihre Bildeinblendungen wechselt….Wenigstens erwischte ich Marco Kurz und den erstmals von Beginn an eingesetzten Marvin Pourie (gesprochen „Puh-Ri-Eh“) in Großaufnahme. Fazit: Allein daheim leidet man noch mehr mit, man könnte fast in Abwandlung eines Sprichwortes sagen: Ungeteiltes Leid ist doppeltes Leid.
Nächsten Sonntag werde ich mich wohl auch mit Gips in die Arena fahren lassen, allein schon, um den 1860-Fanraum beim Spiel gegen den FC Sankt Pauli für Fans aufzusperren. Vielleicht schaut auch Sportdirektor Miki Stevic vorbei und stellt sich den Fragen der Fans…




