Montagsspiel: Riesige Blockfahne und geklautes Wembley-Tor in Fröttmaning
Wieder einmal legte die DFL ein Spiel zwischen dem TSV 1860 und dem 1. FC Kaiserslautern auf einen Montag, das zweite Mal in dieser Saison. Die Fans aus der Pfalz protestierten dagegen mit ihrem großen Transparent „We don´t like mondays“ (wie der fast gleichnamige Hit von den „Boomtown Rats“ mit Bob Geldof aus den 80er-Jahren).
Die Löwenfans, vor allem die aktiven Jungs der „Cosa Nostra“, hatten für das Spiel gegen die Freunde aus der Pfalz einige Wochen Arbeit investiert und eine 50 mal 20 Meter große Blockfahne gemalt, auf der einfach nur „Turn-und Sportverein 1860 München“ stand, dazu gabs das Zaunspruchband „Ein Leben im Bann einer Stadt, eines Vereins, einer Sache“.
Ein paar Minuten, nachdem die Blockfahne wieder nach oben gerollt wurde, damit die Löwenfans im Unterrang auch das Spiel verfolgen können, schlug es im Tor vor der Nordkurve ein: Michael Schick, der vom Trainerwechsel am meisten profitierte und unter Uwe Wolf zum Stammspieler wurde, zuletzt in Koblenz jedoch für Nikola Gulan Platz machen musste, war ins Team zurückgekehrt und hatte in der 6. Minute mit einem platzierten Freistoß ins Kreuzeck für das 1:0 gesorgt. Leider kam Kaiserslautern in der 24. Minute durch Erik Jendrisek zum 1:1-Ausgleich.
Spannend wurde das Spiel dann erst wieder in der Schlussphase: In der 84. Minute pfiff Schiedsrichter Manuel Gräfe, der uns schon einmal Ende 2004 im Sechzgerstadion gegen Fürth verpfiffen hatte, plötzlich einen Handelfmeter für Kaiserslautern, Jose Holebas soll ein absichtliches Handspiel begangen haben. Michl Hofmann sprang in die Bresche und hielt den von Anel Dzaka getretenen Ball.
Kurz vor Schluss kam Fabian Johnson 30 Meter vor dem Tor der Lauterer an den Ball, lupfte das Leder mit viel Gefühl über Torwart Sippel an die Latte, von dort sprang der Ball nach unten, hinter die Linie. Der schwache Schiri entschied auf „kein Tor“ und ließ weiterspielen. Ein Wembley-Tor in Fröttmaning, sehr zum Ärger aller Löwenfans. Jeder zweite Löwe in der Nordkurve bekam von Freunden, die das Spiel zuhause im DSF verfolgten, eine SMS mit dem Inhalt, dass der Schiri den Löwen ein klares Tor verweigerte.
Der Ärger war jedoch schnell verraucht, als man sich nach dem Spiel im 1860-Fanraum traf und den Abend bei ein paar kostenlosen Softdrinks (Bier darf der Fanbeauftragte leider nicht ausschenken) ausklingen ließ.
Dieser Beitrag wurde vor am Dienstag, 21. April 2009 um 13:33 Uhr veröffentlicht und unter Allgemeines, Dahoam gespeichert. Sie können Kommentare zu diesem Eintrag über den RSS-2.0-Feed verfolgen. Sie können einen Kommentar hinterlassen oder einen Trackback von Ihrer Website hierher setzen.

