1:2 in Nürnberg – Saison endlich zu Ende
Montag, 25. Mai 2009Am vergangenen Sonntag ging die 5. Zweitliga-Saison der Löwen seit dem Absteig aus der Bundesliga 2004 endlich zu Ende. Mit der 1:2-Niederlage in Nürnberg schafften es die Löwen, elfmal in Folge ohne Sieg zu bleiben, wobei ein Sieg ausgerechnet JETZT auch nur ein Tropfen auf den heißen Stein gewesen wäre.Â
Auf die Metapher mit dem heißen Stein bin ich sicher nur deswegen gekommen, weil es auf der Fahrt nach Nürnberg und im Frankenstadion sehr warm war, gefühlte 30 Grad würde ich mal sagen. Kurz vor 10 Uhr morgens startete der Entlastungszug, mit dem rund 600 Löwenfans quasi kostenlos (auf Hin-und Rückfahrt gabs keine Kontrolle) die 2-stündige Zugreise in die Frankenmetropole antraten. Gegen 12:30 Uhr kamen wir am S-Bahnhof in der Nähe des Stadions an.Â
Insgesamt 4000 Löwenfans hatten sich zum letzten Saisonspiel Tickets besorgt und hofften auf eine kleine Rehabilitierung für die teilweise schlechten Darbietungen der Wochen davor. Neu-Trainer Ewald Lienen erhob das Spiel gar zum „Charaktertest“.Â
Im Spiel bot er mit Nikola Gulan (20) und Julian Baumgartlinger (21) zwei junge Spieler auf, die bis dahin in dieser Saison fast kaum gespielt hatten und gedanklich den Verein schon verlassen haben. Anscheinend möchte Lienen die beiden halten, doch die gezeigte Leistung der Mannschaft in der ersten Halbzeit spricht jetzt auch nicht gerade für die Zwei, die gemeinsam im defensiven Mittelfeld agierten. Lienen selbst sprach nach dem Spiel in Nürnberg von einem „Klassenunterschied in der ersten Halbzeit“.Â
In der zweiten Halbzeit stellte Lienen das Spiel um, ließ hinten nur noch drei Mann verteidigen und nahm einen fünften Mann zusätzlich ins Mittelfeld. In der 83. Minute zeigte diese Umstellung Erfolg: Benny Lauth überwand Nürnbergs Keeper Raphael Schäfer mit einem schönen Lupfer und erzielte so sein 15. Saisontor. Die Torjägerkrone der 2. Liga schnappten ihm aber Cedric Makiadi (Duisburg), Marek Mintal (Nürnberg) und Benjamin Auer (Aachen) gemeinschaftlich mit 16 Toren vor der Nase weg.
Die Löwenfans im Block hatten schon in der ersten Halbzeit genug Freude, um, die ernuete Pleite mit Humor zu nehmen. Ständig bejubelten sie imaginäre Treffer und besangen einen angeblichen 6:2-Sieg, den es aber wohl lange nicht mehr geben wird. Im Jahr 1998 gewannen die Löwen ja sogar mal in der Bundesliga 5:1 in Nürnberg, solch ein Triumph erscheint heutzutage jedoch undenkbar…
Um 17:20 Uhr ging der Zug vom Bahnhof Frankenstadion zurück. Als wir einstiegen, traf uns fast der Hitze-Schlag, denn seit der Hinfahrt hatte der Zug anscheinend in der prallen Sonne gestanden. Trotz fehlender Möglichkeiten, am S-Bahnhof Getränke gegen die Hitze zu kaufen, hatten wir im Zug auch so unseren Spaß und ließen die Saison der Profis gemütlich ausklingen.Â
Die U23 hat ja noch drei Spiele zu absolvieren und tritt am kommenden Samstag beim großen XXX-Tausend-Spiel im Sechzgerstadion gegen den SC Freiburg II an, um den Rekordbesuch für ein Viertliga-Spiel in Deutschland (14.020 Zuschauer beim Spiel Union Berlin gegen BFC Dynamo) zu übertrumpfen. Über 9.000 Tickets gingen im Vorverkauf schon weg wie warme Semmeln….






