1:0 gegen Aberdeen – Deutliche Fortschritte erkennbar

Die Serie der internationalen Testspiele setzten die Münchner Löwen gegen den Vierten der schottischen Premier League fort, als sie am vergangenen Samstag in Oberösterreich auf den FC Aberdeen trafen.

Ich reiste in einer siebenköpfigen Reisegruppe mit dem „Gammelticket“ (insgesamt 16 Euro pro Person) mit dem Regionalzug an. Am gesamten Vormittag regnete es in Strömen. Als wir in Salzburg auf unseren Zug nach Wels warteten, hieß es plötzlich „Zugausfall“. Angeblich hatte irgendwo ein Blitz eingeschlagen. Also mussten wir mit dem Schienersatzbus durchs Salzburger Land kurven. Nach über einer Stunde wurden wir an irgendeinem Provinzbahnhof rausgelassen und stiegen in den bereitstehenden Regionalzug nach Attnang-Puchheim um.

Letztendlich erreichten wir das „Hofmaninger-Stadion“ in Bad Wimsbach gegen 15 Uhr, knapp eine Stunde vor Spielbeginn. Ein kleiner Dorfplatz wie früher Frohnlach in der Bayernliga. Nach und nach trafen immer mehr Löwenfans am „Ground“ ein. Der kleine Platz führte dazu, dass man die Löwen-Stars und -Funktionäre hautnah zum Anfassen hatte und die Fans sich problemlos mit ihnen ablichten lassen konnten.

Die Löwen traten mit dem Rumänen Florin Lovin an, für den eine Gastspielgenehmigung eingeholt wurde. Er trug die Nummer 24 und zeigte vielversprechend, warum er verpflichtet werden soll. Kurz vor der Halbzeit zog der neue Linksverteidfiger José Holebas mit links ab und jagte den Ball mit 100 Sachen unter die Latte des Tors der Schotten.

In der 2. Halbzeit wechselte Ewald Lienen noch ein paar Mal aus, u.a. kamen Tarik Camdal und Charilaos Pappas aufs Feld, am Endstand von 1:0 änderte sich aber vor allem durch die sattelfeste Abwehr um Mate Ghvinanidze nichts mehr. Auf jeden Fall waren bei den Löwen große Fortschritte seit dem letzten Spiel am Donnerstag erkennbar, als es gegen Lech Posen in Kirchanschöring eine verdiente 0:1-Niederlage gab.

Nach dem Spiel kam es zu einigen sehr interessanten Gesprächen zwischen Fans und Funktionären. Auch Vizepräsident Franz Maget mischte sich unter die Anhänger und Miki Stevic und Manfred Stoffers nahmen sich viel Zeit, um mit den Löwenfans zu sprechen.

Wir mussten unseren Zug um 18:42 Uhr am Bad Wimsbacher Bahnhof, rund 100 Meter vom Platz entfernt, erwischen. Der Zug sah mehr aus wie eine gläserne Trambahn und die Strecke in die nächste „richtige“ Bahnstation Lambach war einspurig, sehr ungewöhnlich. Auch zwei Fans des FC Aberdeen waren mit uns unterwegs. In Wels trennten sich allerdings unsere Wege, die Schotten wollten nach Wien, und wir mussten über Passau zurück nach München, das wir gegen 0:40 Uhr erreichten.

Eine schöne Fahrt ins Grüne mit einem Erfolgserlebnis, wenngleich der FC Aberdeen, der demnächst in die Qualifikation zur Europa-League einsteigt, überrraschend wenig Torchancen hatte, nämlich keine einzige. Vielleicht spricht dies für die Defensive der Löwen um Radi Felhi und Gabor Kiraly. Wir werden es sehen.

2 Kommentare zu „1:0 gegen Aberdeen – Deutliche Fortschritte erkennbar“

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