Wieder 1:0 gewonnen, aber 1860 viel besser als beim Heimatabend 2008

Zum zweiten Mal kam es heuer zum Giesinger Heimatabend, bei dem die Profis des TSV 1860 alljährlich ein Testspiel vor der Saison im Sechzgerstadion bestreiten. Seitdem die Löwen im Jahr 1995 aus dem von den Fans geliebten Sechzgerstadion ins ungeliebte Olympiastadion umgezogen sind und seit 2005 in der Allianz Arena spielen, fehlt eine dauerhafte Präsenz der ersten Mannschaft von Sechzig in der „Heimat“. Wenigstens mit diesem alljährlichen Event schaffte das aktuelle Präsidium schon einmal kurzzeitige Abhilfe.

Nachdem es letztes Jahr beim 1:0 gegen Liga-Kontrahent Kaiserslautern einen müden Sommerkick zweier müder Mannschaften gab, das durch ein Eigentor der Pfälzer entschieden wurde, war heuter von Anpfiff an mehr Zug drin. Die Defensive von 1860 stand gut, weil sie ja runderneuert und multinational aus  Radi Felhi (Tunesien), Mate Ghvinianidze (Georgien), Toni Rukavina (Serbien) und Jose Holebas (als einzigem Deutschen) besteht.

Ein gelungenes Debüt vor Münchner Publikum (7.159 Zuschauer hatten sich ein Ticket gekauft) feierte aber vor allem der 27 Jahre alte Rumäne Florin Lovin, der auf der Sechser-Position zeigte, wie schnell und sicher man spielen kann. Letzte Saison spielte Lovin mit Steaua Bukarest noch in der „Schwammerl-Liga“ gegen die Roten, jetzt ist er in der 2. Liga bei Sechzig gelandet. Wie man hört, für 100.000 Euro Ablöse, obwohl er bei www.transfermarkt.de einen Marktwert von 1 Million Euro hat, da ist Miki Stevic ein echtes Schnäppchen gelungen.

In der zweiten Halbzeit brachten die Einwechselspieler Ardijan Djokaj (laut Ewald Lienen ein passender Name für einen „Dschoker“) und Sandro Kaiser Schwung ins Spiel der Löwen. Djokaj war es auch, der mit einer Flanke auf den Kopf von Benny Lauth den Siegtreffer des TSV 1860 einläutete.

Die Fans waren glücklich, feierten „Miiiikkiii Steeeevicccc“ und Eeeewald Liiiiienen“ und forderten bereits „Niiiiie meeeehr zweite Liiiiigaaaa, nie mehr, nie mehr!“

Während des gesamten Spiels prangte an einem Wellenbrecher in der Stehhalle das Transparent „Giesing bleibt Workingclass“, vor dem Spiel hatten die Fans zusätzlich Spruchbänder mit den Aufschriften „Unser Glasscherbenviertel bleibt bonzenfrei“, „Gegen Mietpreiserhöhungen“ und „Boazn & Fußball pur statt Szenebars & Eventkultur!“ in die Höhe gehalten.

Eine berechtigte Forderung, wenn man weiß, dass demnächst an Stelle einer gemütlichen Gastwirtschaft in Untergiesing, in denen viele Löwenfans verkehren, eine Szenebar eröffnen soll, weil der alte Pachtvertrag ausläuft. Die Fans ließen den Heimatabend noch in der Stadionwirtschaft und sonstigen Kneipen Giesings ausklingen und bescherten den zahlreichen Wirten in Giesing endlich mal wieder Einnahmen, wie sie diese aus den Zeiten des TSV 1860 im Sechzgerstadion gewohnt sind.

2 Kommentare zu „Wieder 1:0 gewonnen, aber 1860 viel besser als beim Heimatabend 2008“

  1. how to create a website sagt:

    … [Trackback]…

    [...] Informations on that Topic: hacker-pschorr.de/blog/2009/07/27/wieder-10-gewonnen-aber-1860-viel-besser-als-beim-heimatabend-2008/ [...]…

  2. large shed plans sagt:

    … [Trackback]…

    [...] There you will find 77059 more Infos: hacker-pschorr.de/blog/2009/07/27/wieder-10-gewonnen-aber-1860-viel-besser-als-beim-heimatabend-2008/ [...]…

Kommentieren

Sicherheitsabfrage:


Das Hacker-Pschorr Löwen-Blog - Hacker-Pschorr Bräu GmbH läuft mit WordPress
Entries (RSS) und Comments (RSS).