Mit dem 0:0 in Ahlen kann man nicht prahlen
Samstag, 29. August 2009
Um 9 Uhr am Freitagmorgen traf ich mich mit 8 Mitgliedern der “Blue Pirates Murnau” am Münchner Hauptbahnhof. Mit einmal umsteigen in Dortmund kamen wir nach 7 Stunden Zugfahrt um 16:20 Uhr am Ahlener Hauptbahnhof an.
Zum insgesamt 4. Mal hatte ich das “Vergnügen”, das 50.000-Einwohner-Städtchen im Münsterland mit den Löwen besuchen zu “dürfen”. Bei den ersten drei Besuchen sprang nur ein Sieg heraus (2:1 im August 2005), daneben gab es zwei bittere Pleiten (0:1 und 1:2) und das relativ provinzielle Ambiente hinterließ immer das Gefühl, dass man etwas langweiliges oder abstoßendes erlebt hat.
Jedenfalls war ich dann ab 17 Uhr im Stadion, begegnete meinem Ahlener Kollegen und sprach mit einigen der rund 350 mitgereisten Löwen-Fans. Die Ahlener Ultras hatten den Gästeblock mit Schablonen besprüht, sodass im Abstand von ein paar Metern jeweils “Ultras Ahlen” oder “Tribuna Unida” auf den Stufen stand. Uns hat es nicht gestört.
Das Spiel war in der ersten Halbzeit eine einzige Katastrophe, auch wenn zwei der drei Personalumstellungen durchaus was gebracht haben. Torben Hoffmann agierte fehlerlos und Stefan Aigner hatte in der 2. Halbzeit einige gelungene Aktionen auf dem rechten Flügel. Einzig Sascha Rösler zog sich des öfteren den Unmut der Löwenfans zu, auch Kapitän Benny Lauth schimpfte lautstark auf dem Platz mit ihm.
Lauth und Cooper vergaben kurz hintereinander auch die einzigen beiden Torchancen der Löwen. Wenigstens stand die Null hinten, Gabor Kiraly konnte nach zuletzt fünf Gegentoren in zwei Spielen endlich mal wieder seinen Kasten sauber halten.
Aber einbilden dürfen wir Löwen uns nichts auf dieses torlose Remis, “mit einem 0:0 in Ahlen kann man nicht prahlen”, wie ein Freund von mir es ausdrückte…
Nach dem Spiel fuhr ich mit dem Taxi zurück zum Ahlener Bahnhof, wo es wieder mal keine einzige Imbissbude gab. Beim Umsteigen am Bahnhof in Hamm gab es auch keinen Imbiss-Stand. Mit Roman Süßmuth, einem alten Auswärtsfahr-Freund bin ich dann in ein jugoslawisches Restaurant, bei dem wir gefragt haben, ob wir auch etwas zum Mitnehmen bestellen können.
Als wir dann Gulaschsuppe bestellten, hatten sie kein Plastikbesteck und wollten mir die Plastikschalen erst ohne Deckel mitgeben, die Kellner waren mit der Situation total überfordert. Roman hatte derweil im Supermarkt (der ein paar Minuten später zumachte) Getränke für die Rückfahrt gekauft und nur kleine Teelöffel als Plastikbesteck bekommen. Es war echt aufsehenerregend, wie wir dann mit Teelöffeln im Zug unsere Suppe ausgelöffelt ham(m)…
Die Suppe, die sich die Löwen eingebrockt haben, müssen sie jetzt selbst auslöffeln. Am Samstag, 12.09. um 13 Uhr gehts in der Arena gegen Greuther Fürth weiter.


Sein Aufruf blieb nicht ungehört, fast 10.000 Zuschauer kauften sich an den Tageskassen noch Tickets und schraubten somit die Zuschauerzahl nach 19.000 im Vorverkauf abgesetzten Eintrittskarten noch auf unglaubliche 30.800 Zuschauer. Das sommerliche Wetter und der 2:0-Sieg im ersten Arena-Spiel der Saison gegen Koblenz trugen ihren Teil zu dieser Kulisse bei.
Da ich den Fanraum diesmal wegen anderer Verpflichtungen nach dem Spielende nicht offenhalten konnte, sperrte ich in der Halbzeit auf und konnte endlich mal DSF-Reporter Christian Ortlepp, meinen alten Freund (obwohl er Wildmoser-Spezl ist) im Fanraum begrüßen. Er entdeckte natürlich sofort die Bilder, auf denen er an den Wänden des 1860-Fanraums verewigt ist. Und das Phrasenschwein dürfte er selbst in den Senderäumen des DSF noch nie gesehen haben…
So wird die Allianz Arena keine für Gegner uneinnehmbare Löwen-Festung, wie Manfred Stoffers es vor dem Spiel gefordert hatte. Schade. Am nächsten Tag war ich jedoch sehr froh, dass das nächste Spiel schon am Freitag, 28. August auf dem Programm steht. So haben die Löwen die Chance, sich schnell zu rehabilitieren. In Ahlen in Westfalen soll endlich der nächste Dreier her. Rein statistisch gesehen sollte dies kein Problem sein, die Ahlener sind bislang das einzige Team ohne einen Punkt in der Liga. Aber auf Statistiken sollte man bei 1860 nie vertrauen.
1. einer eigenen Stadionzeitung, dem Ama-Lion, der immer professioneller gestaltet und verkauft wird.