1:2 in Rostock – trotzdem ein gelungener Ausflug an die Ostsee

rostock-spielszene.jpgSo, jetzt hamma den Salat, schon im zweiten Liga-Spiel der Saison gabs die erste Niederlage. Eine völlig unnötige noch dazu, denn die Löwen spielten nicht schlecht am Himmelfahrtstag. Sie vergaßen lediglich, ihre spielerische Überlegenheit in weitere Tore umzumünzen und ließen sich auskontern. Sehr ärgerlich.

„Die Einwechslungen brachten allesamt eine Schwächung der Mannschaft mit sich“, so sagte es mir ein Fan am Samstag in der DKB-Arena. Torwart Gabor Kiraly hatte nicht seinen besten Tag uns sah bei beiden Gegentoren unglücklich aus. Wenigstens traf Benny Lauth im 2. Saison-Spiel zum 2. Mal, so kann es weitergehen bei ihm.

Als Fan war ich sehr unglücklich über den Spielausgang, als Fanbeauftragter war ich jedoch sehr glücklich über den Ablauf unserer Reise, die ich für 50 Fans organisiert hatte.

rostock-zugfahrt-140809.jpgLos gings am Freitag gegen 18 Uhr am Münchner Hauptbahnhof, als wir, mit 10 Kästen Hacker-Pschorr Hell aus der Marketingabteilung ausgestattet (herzlichen Dank dafür nochmal, Frau Zacher!) den ICE nach Hamburg bestiegen. Durch die neuen Anstoßzeiten lässt sich ein Spielbesuch am anderen Ende der Republik nicht mehr mit einer Anreise am Spieltag machen, so nahmen wir uns vor, den Hamburger Kiez zu entern.

In der Gerhardstraße auf Sankt Pauli (genau zwischen Hans-Albers-Platz und Herbertstraße) haben einige Löwenfans aus dem PRO1860-Umfeld seit 2 Jahren ein Stammlokal gefunden, in dem mittels einer Jukebox das Musikprogramm selbst bestimmt werden kann. Ein Schlager wie „Viva Espana“ (von Heino) wird dann natürlich von allen anwesenden Löwenfans in „Die Sonne scheint bei Tag und Nacht, im Grüüüünwalder Staaaadion“ umgetextet.

lowenfans-ostsee-2.jpgUm 6:36 Uhr fuhren wir, die meisten von uns ohne eine Sekunde Schlaf, mit dem Regionalzug weiter nach Rostock, von wo aus es sofort mit der S-Bahn nach Warnemünde weiterging. Nach einem zehnminütigen Fußmarsch an der Mole entlang erreicht man den wunderbaren Sandstrand von Warnemünde.  Auch wenn sich der Himmel über der Ostsee an diesem Samstagmorgen um 10 Uhr wolkenverhangen präsentierte, so war es doch wohltuend und angenehm, im feinen Sand zu liegen, ein bisschen entspannen und die Seele baumeln lassen zu können.

lauf-wessi-lauf-aufkleber-rostock.jpgAm Mittag fuhren wir dann zurück nach Rostock, wo um 13 Uhr das Spiel angepfiffen wurde. Auf dem Fußweg von der S-Bahn zum Stadion wurden wir natürlich von massivem Polizeiaufgebot begleitet, das mit den Löwenfans aber einen ruhigen Nachmittag verlebte. Die „Lauf Wessi Lauf“-Aufkleber auf einigen Ampelmasten und an Häuserwände geschmierte Parolen wie „Die Wende machte aus uns Monster“ deuteten jedoch an, dass die Mauer in den Köpfen immer noch aufrecht steht, zumindest in Rostock.

Nach dem Spiel fuhren rund 100 Löwenfans mit einem Gelenkbus, den ich für unsere Reisegruppe bei den Rostocker Verkehrsbetrieben angemietet hatte, vom Gästeblock direkt zum Bahnhof zurück. Dort wurden wir unter Polizeischutz zum Gleis gebracht, vorne und hinten umringt von hasserfüllten Hansa Rostock-Fans. Man spürt, was die Eingeborenen mit einem machen würden, wenn keine Polizei in der Nähe wäre….

rostock-shuttlebus.JPGÜber Hamburg ging es per Intercity und ICE zurück nach München, das wir kurz vor 1 Uhr in der Nacht zu Sonntag erreichten. Einige unermüdliche Löwenfans frequentierten auch nach diesem 30-Stunden-Trip noch das Münchner Nachtleben.

Das nächste Spiel der Löwen-Profis steigt am Montagabend, 24. August um 20:15 hr in der Fröttmaninger Arena gegen den Karlsruher SC, die U23 spielt schon am Freitag, 21. August (18:60 Uhr) gegen die Amateure des 1. FC Nürnberg im Sechzgerstadion.

6 Kommentare zu „1:2 in Rostock – trotzdem ein gelungener Ausflug an die Ostsee“

  1. Ferdinand Wimmer sagt:

    Schee war´s!

  2. Dirk sagt:

    Von wenigen „Fans“ auf eine ganze Stadt zu schließen, das finde ich schon traurig. Rostock ist viel mehr als nur seine Hansa Fans, auch wenn die leider immer wieder deutschlandweit negativ auffallen. Und auf eine Mauer in den Köpfen von wenigen so genannten Fans oder Ewiggestrigen zu schließen ist zwar üblich, trifft aber leider nicht nur für den Osten zu, diese Mauer scheint in vielen Teilen Deutschlands in den Köpfen noch nicht verschwunden zu sein, bzw. sogar größer wiederzukehren.

    Sonnige Grüße aus Rostock

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