Mit dem 0:0 in Ahlen kann man nicht prahlen

ahlen-blue-pirates.jpgUm 9 Uhr am Freitagmorgen traf ich mich mit 8 Mitgliedern der “Blue Pirates Murnau” am Münchner Hauptbahnhof. Mit einmal umsteigen in Dortmund kamen wir nach 7 Stunden Zugfahrt um 16:20 Uhr am Ahlener Hauptbahnhof an.

Zum insgesamt 4. Mal hatte ich das “Vergnügen”, das 50.000-Einwohner-Städtchen im Münsterland mit den Löwen besuchen zu “dürfen”. Bei den ersten drei Besuchen sprang nur ein Sieg heraus (2:1 im August 2005), daneben gab es zwei bittere Pleiten (0:1 und 1:2) und das relativ provinzielle Ambiente hinterließ immer das Gefühl, dass man etwas langweiliges oder abstoßendes erlebt hat.

ultras-ahlen-schablone-im-gasteblock.jpgJedenfalls war ich dann ab 17 Uhr im Stadion, begegnete meinem Ahlener Kollegen und sprach mit einigen der rund 350 mitgereisten Löwen-Fans. Die Ahlener Ultras hatten den Gästeblock mit Schablonen besprüht, sodass im Abstand von ein paar Metern jeweils “Ultras Ahlen” oder “Tribuna Unida” auf den Stufen stand. Uns hat es nicht gestört.

Das Spiel war in der ersten Halbzeit eine einzige Katastrophe, auch wenn zwei der drei Personalumstellungen durchaus was gebracht haben. Torben Hoffmann agierte fehlerlos und Stefan Aigner hatte in der 2. Halbzeit einige gelungene Aktionen auf dem rechten Flügel. Einzig Sascha Rösler zog sich des öfteren den Unmut der Löwenfans zu, auch Kapitän Benny Lauth schimpfte lautstark auf dem Platz mit ihm.

ahlen-spielszene-2-hz.jpgLauth und Cooper vergaben kurz hintereinander auch die einzigen beiden Torchancen der Löwen. Wenigstens stand die Null hinten, Gabor Kiraly konnte nach zuletzt fünf Gegentoren in zwei Spielen endlich mal wieder seinen Kasten sauber halten.

Aber einbilden dürfen wir Löwen uns nichts auf dieses torlose Remis, “mit einem 0:0 in Ahlen kann man nicht prahlen”, wie ein Freund von mir es ausdrückte…

kiraly-ahlen.jpgNach dem Spiel fuhr ich mit dem Taxi zurück zum Ahlener Bahnhof, wo es wieder mal keine einzige Imbissbude gab. Beim Umsteigen am Bahnhof in Hamm gab es auch keinen Imbiss-Stand. Mit Roman Süßmuth, einem alten Auswärtsfahr-Freund bin ich dann in ein jugoslawisches Restaurant, bei dem wir gefragt haben, ob wir auch etwas zum Mitnehmen bestellen können.

Als wir dann Gulaschsuppe bestellten, hatten sie kein Plastikbesteck und wollten mir die Plastikschalen erst ohne Deckel mitgeben, die Kellner waren mit der Situation total überfordert. Roman hatte derweil im Supermarkt (der ein paar Minuten später zumachte) Getränke für die Rückfahrt gekauft und nur kleine Teelöffel als Plastikbesteck bekommen. Es war echt aufsehenerregend, wie wir dann mit Teelöffeln im Zug unsere Suppe ausgelöffelt ham(m)…

Die Suppe, die sich die Löwen eingebrockt haben, müssen sie jetzt selbst auslöffeln. Am Samstag, 12.09. um 13 Uhr gehts in der Arena gegen Greuther Fürth weiter.

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