Überragende Stimmung beim Pokalsieg gegen Hertha – trotz nur 17.000 Zuschauern…

nordkurve-von-links.jpg…oder genau deshalb? Was in den den letzten Jahren schon des öfteren zu beobachten war, bestätigte sich auch beim Pokalspiel gegen Hertha BSC Berlin am Mittwochabend in der Fröttmaninger Arena: Im Pokal kommen zwar weniger Löwenfans zum Spiel, aber die machen einen Lärm, als wäre die Hütte ausverkauft!

Rund 600 Hertha-Fans hatten sich am Mittwoch ebenfalls in der Arena eingefunden, auch von den Gästen aus Berlin dürften einige vor dem Spiel auf der Wiesn gewesen sein, denn es herrschte auf beiden Seiten eine sehr gute Stimmung, wobei die Nordkurve natürlich um Längen lauter und stimmungsvoller war als der Gästeblock im Süden.

hertha-pokal-postkarte.jpgDie Löwen führten sehr früh durch ein Eigentor nach Eckball 1:0 und bauten die Führung am Beginn der 2. Halbzeit durch Kenny Cooper auf 2:0 aus.

War es Zufall oder weise Voraussicht, dass 1860 für das Hertha-Spiel Flyer und Plakate produzieren ließ und ausgerechnet der Torschütze zum 2:0 drauf abgebildet war? Den Ausspruch „Ich bin kein Berliner“ von Ex-US-Präsident John F. Kennedy (bei einer Rede in Berlin anno 1963, also zwei Jahre nach dem Bau der Mauer) legten unsere Marketing-Experten dem US-Amerikaner im Team der Löwen in den Mund. Und siehe da, dieses Doping half, Cooper traf endlich mal wieder.

eckball-gg-hertha.jpgLeider kam dann ab der 70. Minute ein Bruch ins Spiel der Löwen. Berlin glich binnen weniger Minuten zum 2:2 aus und es kam zur Verlängerung. In der Overtime war die Hertha dann dem 3:2-Treffer näher als die schwächelnden Löwen. Man musste Schlimmstes befürchten. Gottseidank avancierte Gabor Kiraly schon in dieser Phase bei einigen Torchancen der Gäste zum Retter der Löwen, aber es kam noch besser:

Im Elfmeterschießen trat zunächst der endlich wieder von Beginn an aufgestellte Ober-Löwe Torben Hoffmann an. Er verwandelte souverän. Dann legte sich der Herthaner Gojko Kacar den Ball zurecht. Gabor Kiraly parierte seinen Schuss. Alexander Ludwig war der nächste Löwe, drosch das Leder stramm unter die Latte. Der nächste Berliner, ausgerechnet Ex-Löwe Christoph Janker, schoss den Ball über die Latte, es stand 2:0. Mit dem 4. Treffer im Elferschießen erhöhte Radi Felhi dann auf den für die Berliner uneinholbaren Stand von 4:1, somit war das Spiel beendet.

alle-auf-kiraly-2.jpgDie Löwen-Spieler stürzten sich zunächst auf den Siegtorschützen aus Tunesien, dann aber sofort alle auf den Helden des Abends, den ungarischen National-Torwart Gabor Kiraly. Ausgerechnet ein Ex-Herthaner zog den Berlinern also den Zahn. Der Pokal hat nachwievor seine eigenen Gesetze. Auch und gerade beim TSV 1860 München…

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