Erster Auswärtssieg seit über 8 Monaten – und das mit zehn Mann beim Tabellenführer
Der TSV 1860 ist einfach ein unglaublicher Verein. Da gelingt acht Monate lang kein einziger Auswärtssieg und dann siegen die Löwen mit nur zehn Mann (nach gelb-roter Karte für Aigner in der 70. Minute) ausgerechnet beim Tabellenführer Arminia Bielefeld mit 1:0.
Held des Tages war der Grieche Charilaos Pappas, der in den Monaten zuvor schon als Fehleinkauf bezeichnet wurde. Sportdirektor Miki Stevic hatte zwar immer betont, dass Neuzugang Pappas erst in der Rückrunde richtig aufblühen werde, aber so richtig dran glauben wollte fast niemand mehr. In der 82. Minute umkurvte Pappas nach schönem Pass von Benny Lauth den Bielefelder Torwart Dennis Eilhoff, der damit sein erstes Gegentor nach 843 Minuten kassierte.
Nach dem Spiel blieb nicht Zeit zum Jubeln, denn ich musste mit meiner 6-köpfigen Zugreisegruppe schnell zum Bahnhof, da wir das Bahn&Bett-Angebot der Bahn nutzten und ein gebuchtes Hotel in Hannover hatten. Dort kamen wir kurz vor 1 Uhr nachts an, um 7 Uhr morgens war dann schon wieder Aufstehen angesagt, weil wir um 8:32 Uhr nach Süden fuhren. In Würzburg trennte sich die Spreu vom Weizen, zwei meiner fünf Mitfahrer fuhren weiter nach München-Unterschleißheim zur 1860-Delegiertenversammlung, wir nahmen zu viert den Regionalzug nach Bamberg.
Am Bamberger Stadion angekommen, setzten wir uns in ein neu eröffnetes griechisches Lokal, um unserem Helden vom Vorabend, Charilaos Pappas, zu huldigen. Die Amateure des TSV 1860 verloren leider durch einen Glücksschuss ins Kreuzeck mit 0:1. Anschließend gings zurück nach München, das ich nach rund 30 Stunden wieder erreichte.
Leider konnte ich seitdem die Bilder dieser Auswärtsfahrt nicht auf den Rechner herunterladen. Löwenfan Andreas Petri half mir jedoch, indem er mir Fotos, die ich ihm per MMS schickte, zumailte. Unter anderem habe ich Charilaos Pappas aus einem Meter Entfernung bei der Ehrenrunde fotografiert.
Zudem sandte mir 1860-Fußballabteilungsleiter Robert Reisinger zwei Fotos zu, die er aus dem Sitzplatzbereich heraus geschossen hat.
Darauf sieht man unter anderem das Transparent, das die CN für Guido Erhard gesprüht hat. Ex-Löwe Guido Erhard (1990 bis 1995 beim TSV 1860) litt ähnlich wie Robert Enke an starken Depressionen, war sogar manisch-depressiv. Im Februar 2002 warf er sich in Offenbach vor einen Zug und starb im Alter von 32 Jahren.
Dieser Beitrag wurde vor am Montag, 23. November 2009 um 15:45 Uhr veröffentlicht und unter Allgemeines, Auswärts gespeichert. Sie können Kommentare zu diesem Eintrag über den RSS-2.0-Feed verfolgen. Sie können einen Kommentar hinterlassen oder einen Trackback von Ihrer Website hierher setzen.

