1:0 in Oberhausen – beim TSV 1860 gehts weiter nach oben
Zweiter Auswärtssieg in Folge, 7 Punkte aus den letzten drei Spielen, bei den Löwen findet schon in den Wochen vor Weihnachten vorzeitig die Bescherung statt. Der erste Sieg in Oberhausen, auch Fritz Fehling konnte sich vor Ort nicht an einen Sieg in der Ruhrpottstadt erinnern und die Statistik gibt ebenfalls keinen Sieg der Löwen bei RWO her.
Ich flog diesmal mit Air Berlin nach Düsseldorf, denn der Flughafen ist nur 16 Zugminuten von Düsseldorf entfernt. Als ich nämlich letztes Mal mit dem ICE nach Oberhausen fahren wollte, kam ich wegen Verspätung und einer Stunde Aufenthalt in Mannheim erst zehn Minuten vor Spielbeginn an. Und das geschah im April 2009, als Sonntagsspiele noch nicht um 13:30 Uhr, sondern um 14 Uhr angepfifen wurden.
Vor dem Spiel traf ich meinen Oberhausener Fanbeauftragten-Kollegen Oliver Gerth, der in der Nacht zuvor Vater eines Sohnes geworden war und noch völlig übernächtigt war vom Dabeisein im Kreißsaal.
Rund 300 Löwenfans waren ins Niederrhein-Stadion mitgereist, unter ihnen traditionell viele Löwenfans aus dem Ruhrgebiet. Man merkt dann oft auch an den Flüchen bei vergebenen Torchancen der Löwen, dass viele gar nicht aus Bayern stammen. Vom Sonntag klingt mir unter anderem noch der Ruf eines Löwenfans neben mir im Ohr: „Ker, mach ihn doch rein, Junge!“
Leider gab es direkt nach dem Anpfiff eine blaue Rauchbombe im Löwenblock. Sehr ärgerlich nicht nur, weil jetzt alle Fanutensilien außer Schals für Löwenfans in Oberhausen die nächsten drei Jahre verboten sein werden. Ärgerlich auch, weil der TSV 1860 erneut eine Geldstrafe zu erwarten hat, die nicht diejenigen bezahlen, die sie „verantworten“. Doch zurück zum Spiel:
Nach einer überlegen geführten ersten Halbzeit gelang dem TSV durch ein Eigentor von Marinko Miletic nach 63 Minuten das Tor des Tages. Völlig verdient. Nach dem Spiel ließen sich die Mannschaft und Ewald Lienen von den Löwenfans feiern und Lienen musste noch viele Interviews geben. Was zu diesem Zeitpunkt noch nicht bekannt war:
Bei Wettanbietern in Asien sollen rund 1,1 Millionen Euro auf eine Niederlage Oberhausens gesetzt worden sein. Ungewöhnlich viel für ein Spiel der 2. Liga. Wegen der hohen Einsätze fiel die Quote für einen Löwen-Sieg weltweit von 2,60:1 auf 1,80:1. Klar ist nur: Von 1860 steht niemand unter Verdacht, irgendetwas Unlauteres getan zu haben. Die Löwen wollten das Spiel gewinnen.
Die Mannschaft belohnt sich nun endlich selbst für diszipliniertes Auftreten, auch wenn sich immer noch nicht alle Spieler daran halten. So vergaß Luftikus Mate Ghvinanidze diesmal seine Fußballschuhe mitzunehmen und wurde daraufhin von Ewald Lienen suspendiert. Den Wahrheitsgehalt dieser unglaublichen Geschichte bestätigte der Löwen-Coach auf der Pressekonferenz nach dem Spiel.
Ich flog um 18:45 Uhr von Düsseldorf wieder zurück nach München. Das nächste Spiel findet statt am Samstag, 12.12. um 13 Uhr in der Allianz Arena in Fröttmaning. Gegner ist der FC Augsburg, gegen den es in den letzten drei Jahren in der Arena ein 0:3, ein 0:3 und ein 0:1 gab. Da haben die Löwen einiges gutzumachen. Und ich bin auch zuversichtlich, dass es noch weiter nach oben geht in der Tabelle.
Dieser Beitrag wurde vor am Montag, 7. Dezember 2009 um 18:08 Uhr veröffentlicht und unter Allgemeines, Auswärts gespeichert. Sie können Kommentare zu diesem Eintrag über den RSS-2.0-Feed verfolgen. Sie können einen Kommentar hinterlassen oder einen Trackback von Ihrer Website hierher setzen.


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