1:0 – endlich der erste Sieg in der Arena gegen Angstgegner Augsburg
0:3, 0:3 und 0:1, so lautete die Bilanz der ersten drei Spiele des TSV 1860 München gegen den FC Augsburg in der Allianz Arena seit 2006. Drei Spiele, drei bittere Niederlagen, kein einziges Tor geschossen und zu allem Überfluss waren es immer auch Ex-Löwen (Daniel Baier) oder nicht von 1860 geholte Spieler (Michael Thurk), die tatkräftig dazu beitrugen, dass die Löwen von Pleite zu Pleite schlichen und der FC Augsburg unser Angstgegner wurde.
Doch dann kam der 12. Dezember 2009 und dann kam Alexander Ludwig. In der 5. Minute hämmerte er das Leder mit Wucht unter die Latte des Gehäuses vor der Südkurve. Das erste Tor der Löwen gegen den FCA in der Arena. Geschossen von einem Neu-Löwen, der vom FC St. Pauli kam, bereits als Fehleinkauf bezeichnet wurde und sich in München noch nicht mal wohl fühlt. Irre.
Das Spiel profitierte vom frühen Treffer Ludwigs, es ging rauf und runter und die Gäste zeigten (wie Spielberichte übereinstimmend mitteilen), die “reifere Spielanlage“. Augsburg war jederzeit gefährlich, allen voran Michael Thurk, der uns in einem der drei Spiele schon mal 2 Gegentore einschenkte. Doch 1860-Goalie Gabor Kiraly wuchs an diesem Nachmittag über sich hinaus und hielt alles, was zu halten war. Auch die Unhaltbaren.
Das Spiel war so hitzig, dass sogar 1860-Sportdirektor Miki Stevic kurz vor der Pause für den Rest des Spiels auf die Tribüne verbannt wurde, weil er sich über einen nicht gegebenen Foulelfmeter beschwerte. Und in der 70. Minute erhielt Jose Holebas nach wiederholtem Foulspiel an Thurk die gelb-rote Karte. Aber die Löwen hielten auch zu zehnt zusammen wie Pech und Schwefel, kämpften und ließen nur noch eine Torchance für die Schwaben zu: Einen Schuss von Augsburgs Möhrle entschärfte der Ungar mit einer Weltklasseparade. So retteten die zehn Löwen den knappen Vorsprung verdient über die Zeit und nach 85 Minuten Zittern war hemmunglose Freude bei den Löwenfans zu spüren. Endlich der erste Sieg gegen den Angstgegner in der Arena. Allen fiel eine Zentnerlast von den Schultern.
1860-Stadionsprecher Stefan Schneider kam anschließend im blauen Nikolaus-Kostüm mit der Mannschaft vor die Nordkurve. Gemeinsam mit den Fans wurde der alte Klassiker „So gehn die Löwen, die Löwen, die gehn so…“ intoniert. Alle waren happy, bis auf die rund 10.000 FCA-Anhänger, die sich ganz schnell vom Acker machten.
Für die Löwen steht vor der Winterpause noch ein Spiel auf dem Plan, am Sonntag, 20.12. beim FC Union Berlin in Köpenick. Nach 10 Punkten aus den letzten 4 Spielen bin ich zuversichtlich, dass auch im 5. Spiel in Folge Punkte eingefahren werden. Endlich hat Ewald Lienen seine Mannschaft gefunden, auf die er bauen kann. Endlich scheint der Knoten geplatzt zu sein…
Dieser Beitrag wurde vor am Sonntag, 13. Dezember 2009 um 23:38 Uhr veröffentlicht und unter Allgemeines, Dahoam gespeichert. Sie können Kommentare zu diesem Eintrag über den RSS-2.0-Feed verfolgen. Sie können einen Kommentar hinterlassen oder einen Trackback von Ihrer Website hierher setzen.


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