Spiel in Karlsruhe abgesagt - 1860 jetzt 11 Punkte hinter Platz 3
Sonntag, 31. Januar 2010Am Sonntagvormittag um 11 Uhr wurde das 1860-Spiel in Karlsruhe abgesagt. Mich traf es wieder mal weniger als andere, da ich immer noch krankgeschrieben bin, aber: Das Telefon stand ab 10:50 Uhr rund eine Stunde lang nicht mehr still.

Der Grund der Absage war nicht die sonst immer angeführte “Unbespielbarkeit des Rasens”, denn der war, wie man sich bei SKY überzeugen konnte, durchaus bespielbar. Die Ränge konnten nicht vom Eis befreit werden und so hätte es bei den sehr steilen Treppen z.B. im Gästeblock des Wildparkstadions passieren können, dass Zuschauer ausrutschen und sich das Genick brechen.
Die “Sicherheit der Besucher konnte nicht gewährleistet werden”. Trotzdem bleibt ein fahler Beigeschmack, denn: Hätte dies nicht auch am Samstagabend erkannt werden müssen? Dann hätten sich viele Löwenfans die teilweise beschwerliche Anreise nach Karlsruhe sparen können.
Wie so oft im Fußball: Die Fans sind immer die Deppen. Ein Nachholtermin steht noch nicht fest. Wie mir zu Ohren gekommen ist, haben sich einige Löwenfans die Bundesliga-Partie VfB Stuttgart-Borussia Dortmund als Ersatz ausgesucht.
Für Ewald Lienen und die Mannschaft des TSV 1860 ist die Spielabsage aus psychologischen Gründen natürlich besonders bitter: Durch den 3:1-Sieg des FC Augsburg gegen Arminia Bielefeld am Samstag ist der Rückstand der Löwen auf den Relegationsplatz nunmehr auf uneinholbar scheinende 11 Punkte angewachsen.



Nach 35 Minuten brachte der endlich wieder fitte 1860-Kapitän Benny Lauth die Löwen durch einen satten Schuss in die Maschen des Tors vor der Nordkurve mit 1:0 in Führung. In der 2. Halbzeit erhöhten die Löwen durch ein Eigentor des Rostockers Schönberg nach Vorarbeit von Charilaos Pappas und durch Stefan Aigner (nach Vorarbeit von Jose Holebas) auf 3:0.