2:1 in Fürth – Sascha Rösler trifft in der ersten und letzten Minute
Montag, 15. Februar 2010
150 Jahre TSV 1860 – mit dieser Choreografie eröffneten die Löwenfans im Fürther Playmobilstadion das 12. Spiel zwischen beiden Teams seit 2004. Nur einmal hatten die Sechzger in Fürth gewinnen können – am vorletzten Spieltag der Saison 2004/2005, also seit fast fünf Jahren nicht mehr.
Leider mischte sich unter die vielen Plastikfähnchen und Folienbahnen im Gäste-Stehplatzblock auch eine Rauchbombe. Das konnten wir gestern nun überhaupt nicht gebrauchen, nachdem wir seit dem Ahlen-Spiel unter besonderer Beobachtung des DFB stehen. Sehr ärgerlich, wie einzelne Löwenfans dann leider durch solche hirnlosen Aktionen immer wieder ihre Dummheit unter Beweis stellen.
Nach 40 Sekunden gab es dann aber sogar Grund zum Jubel. Sascha Rösler hatte nach Flanke von Antonio Rukavina aus zwölf Metern kurz über der Grasnarbe volley abgezogen. Sein abgefälschter Schuss schlug neben dem Fürther Ersatzkeeper zur 1:0-Führung für die Löwen in die Maschen ein.
In der 1. Halbzeit hatte ich dann wegen der Rauchbombe einige Telefonate zu führen und SMS zu schreiben, sodass ich vom Spiel nicht mehr viel sehen konnte. In der 2. Halbzeit machte Fürth irgendwann um Minute 68 herum den 1:1-Ausgleich und man dachte, jetzt geht es, wie so oft bei den Löwen, dahin und wir verlieren.
Doch Sechzig übernahm wieder das Kommando auf dem Platz und kam in der 89. Minute zum verdienten 2:1-Siegtreffer: Sascha Rösler brauchte nach schöner Vorarbeit von Mlapa und Aigner aus ungefähr zehn Metern nur noch einzuschieben. De Jubel bei den Löwenspielern-und -fans war groß: Torwart Gabor Kiraly kam sogar über das ganze Spielfeld angelaufen, um den zweifachen Torschützen Sascha Rösler (32) mitzufeiern.
Nach dem Spiel konnte man nochmal alle wichtigen Szenen auf der Anzeigetafel ansehen, auch die beiden schönen Tore von Rösler wurden nochmal gezeigt. Die Shuttlebusse vom Stadion zum Fürther Hauptbahnhof ließen zwar auf sich warten, doch dann kamen gleich drei hintereinander. Am Bahnhof angekommen hatten wir dann noch eine Stunde Zeit bis zur Abfahrt des Entlastungszuges, den die bayrische Bahnpolizei für Löwenfans zur Verfügung stellte.
Am Bahnhofsvorplatz überreichten mir befreundete Löwenfans das Spielplakat, das ein sehr ungewöhnliches Motiv zeigte und das ich nunmehr natürlich nächsten Samstag, 20.02. beim Spiel gegen Alemannia Aachen (Anpfiff 13 Uhr) im Fanraum der Arena aufhängen werde…
Zwischendrin liegt allerdings noch die Auswärtsfahrt zum Karlsruher SC am Aschermittwoch, 17.02. (Anpfiff 18:30 Uhr), zu dem ich mit einem von der 1860-Marketingabteilung für 60 Löwenfans organisierten Bus fahren werde.


Gottseidank haben wir bei 1860 mit Stefan Schneider einen couragierten Stadionsprecher, der den gegnerischen Herrschaften auf dem Rasen auch mal die Grenzen aufzeigt. “Liebe Löwenfans, lasst Euch vom Ahlener Torwart nicht provozieren” sagte Schneider übers Stadionmikro. Wahre Worte. Wenn man das nicht mehr sagen darf, gleichzeitig aber die Provokationen des Ahlener Torhüters ungestraft beim Schiri durchgehen, dann verstehe ich die Welt nicht mehr.
Man sollte sich mal überlegen, wie sehr das Verhalten eines Schiedsrichters (der alles gegen uns pfiff) wie am Montagabend und die ständigen Provokationen des Ahlener Torwarts die Reaktionen heraufbeschworen, als nach dem Schlusspfiff zwei Löwenfans den Rasen stürmten und versuchten, den Schiedsrichter zu schlagen.