Die Lichterkette beweist: Sechzig München gibts nur in Giesing
Aus Anlass des 150. Vereinsjubiläums des TSV München von 1860 e.V. planten Löwenfans für den Jahrestag der Gründung (17. Mai 1860) am vergangenen Montag eine besondere Feier: Rund ums Stadion sollte es um 21 Uhr eine Lichterkette mit Fackeln geben. Dies musste natürlich wie eine Demonstration angemeldet werden. Für die Zeit ab 17 Uhr und nach der Lichterkette wurden rund 15 Giesinger Kneipen gebeten, Getränke an die „Demo“-Teilnehmer billiger abzugeben.
Erst am Nachmittag erfuhren die Organisatoren von der Feuerwehr, dass Löschdecken fehlten, um die Veranstaltung auch tatsächlich durchführen zu können. Da in ganz München keine Löschdecken aufzutreiben waren, musste ein Löwenfan aus Kelheim, der bei der dortigen Feuerwehr engagiert ist, aushelfen. Rechtzeitig kam er am Stadion an, sodass die Polizei das OK für die Lichterkette geben konnte.
Um 21 Uhr trafen wir uns an den Kassenhäuschen am Eingang Candid-/Ecke Grünwalder Straße. Rund 1000 bis 1200 Löwenfans waren erschienen. Zwei Sprecher der Organisatoren erläuterten, was wir beachten sollten und wie sich die Veranstalter den Zirkelschluss mit den Fackeln ums Stadion vorstellten. Einige kannten das Prozedere schon von der ersten Lichterkette, die es im Jahr 1995 gegeben hatte. Da in den Erklärungen eh keine großen Überraschungen dabei waren und sich Dinge auch oft durch die Massendynamik von selbst ergeben, war schnell klar, dass man mit den angezündeten Fackeln solange ums Stadion herumgeht, bis man einen freien Platz findet.
Ich stand mit meinen Leuten in der Volckmerstraße hinter der Haupttribüne bei der Stadionwirtschaft, die an diesem Abend geschlossen war, um auch mal die anderen Giesinger Kneipen von den Löwenfans profitieren zu lassen. Leider wurde die Versammlung ziemlich schnell beendet, obwohl z.B. meine Fackel noch nicht mal bis zur Hälfte abgebrannt war. Dies lag daran, dass die Versammlung nur bis 22 Uhr genehmigt war und man sich keinen Ärger einhandeln wollte.
Vorbildlich, wie diese Versammlung organisiert war und wie diszipliniert die Löwenfans mit dem offenen Feuer umgingen. Der gute Zweck der Sache wurde erfüllt: Das Sechzgerstadion erhielt zum Geburtstag von Sechzig die Würdigung, die es verdient: Endlich wieder im Mittelpunkt des städtischen Interesses zu stehen. Eine solche Versammlung wäre in Fröttmaning, Riem oder sonst wo undenkbar.
Sechzig München gibts nur in Giesing. Der Beweis wurde spätestens am Montag, 17. Mai 2010 von am Schluss fast 1400 Löwenfans geliefert.
Dieser Beitrag wurde vor am Mittwoch, 19. Mai 2010 um 16:11 Uhr veröffentlicht und unter Allgemeines, Dahoam gespeichert. Sie können Kommentare zu diesem Eintrag über den RSS-2.0-Feed verfolgen. Sie können einen Kommentar hinterlassen oder einen Trackback von Ihrer Website hierher setzen.


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