3:1 in Karlsruhe – ein rundum gelungener Jahresabschluss
Im November 1993 schlug der Karlsruher SC im UEFA-Cup den FC Valencia mit 7:0 und drang im Frühjahr 1994 sogar bis ins Halbfinale dieses Wettbewerbes (Vorgänger der Europa League) vor.
Im ersten Jahr nach dem letzten Abstieg aus der Bundesliga im Sommer 2009 bewegte sich der KSC noch im Mittelfeld der 2. Liga. Doch seit 2010 kämpft der ehemalige Europacup-Halbfinalist knallhart gegen den Abstieg. Im Mai 2012 könnte der Fall in die Dritte Liga nun endgültig erfolgen, denn:
Nachdem die Löwen schon im Oktober 2010 im Wildparkstadion mit 4:2 siegten, gelang dem TSV 1860 München auch diesmal erneut ein klarer Auswärtserfolg in Karlsruhe. 3:1 hieß es am Ende für die Maurer-Truppe.
Daniel Bierofka hatte die Sechzger nach 33 Minuten im Anschluss an einen sehenswerten Spielzug in Führung gebracht. Nach einem weiten Ball auf die linke Seite flankte Rakic das Leder mit Übersicht an den Strafraum, wo Lauth mit der Brust auf Bierofka ablegte. Der Routinier kam von hinten angesprintet, nahm das Leder aus 18 Metern per Dropkick und versenkte es flach im linken unteren Eck zum 1:0.
Nachdem dem Karlsruher Marco Terrazzino in der 72. Minute der Ausgleich zum 1:1 gelang, musste man befürchten, die Löwen würden sich wie beim Spiel in Sankt Pauli die Butter vom Brot nehmen lassen, doch der KSC ist ein schwächeres Kaliber als die Hamburger und so passierte folgendes:
80. Minute: Die Löwen hatten einen Freistoß im linken Halbfeld fast an der Mittellinie zugesprochen bekommen. Vor der Ausführung wurde der verletzte Rakic für Sandro Kaiser ausgewechselt. Danach führte Buck den Standard aus, Aigner konnte den 40-Meter-Pass am langen Eck aus sieben Metern ungehindert köpfen,
traf ins rechte untere Eck zum 2:1.
87. Minute: Nach Bierofka-Zuspiel kam ein Karlsruher im Strafraum gegen Volland zu spät, holte ihn von den Beinen. Schiedsrichter Patrick Ittrich zeigte sofort auf den Elfmeterpunkt. Bierofka lief an, verlud Orlishausen und traf zum 3:1.
Wenige Minuten später kam der Schlusspfiff und einen Tag später besiegelte der Ausgang des Spiels Rostock-Dresden (2:2) das Schicksal des KSC: Man geht als Tabellenletzter in die Winterpause.
Die rund 1200 Löwenfans unter den 12.640 Zuschauern jubelten. 32 Punkte nach 19 Spielen, zuletzt 13 Punkte aus 5 Spielen, so können wir alle glücksselig Weihnachten feiern.
Abgerundet wurde der gelungene Jahresabschluss der Mannschaft durch eine einwandfrei verlaufene Zugfahrt von 450 Löwenfans mit einem von der Bahn zur Verfügung gestellten Entlastungszug. Keine einzige Beschädigung, nur wenige Aufkleber und kaum Müll, der nicht in den mitgebrachten Mülltüten landete. So schaut es gut aus für eine mögliche Kooperation des TSV 1860 mit der Bahn für künftige Zugfahrten zu nahen Auswärtssspielen. Ende Januar 2012 soll darüber verhandelt werden.
Dieser Beitrag wurde vor am Montag, 19. Dezember 2011 um 19:00 Uhr veröffentlicht und unter Allgemeines gespeichert. Sie können Kommentare zu diesem Eintrag über den RSS-2.0-Feed verfolgen. Sie können einen Kommentar hinterlassen oder einen Trackback von Ihrer Website hierher setzen.

