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0:1 bei Red Bull Salzburg – so lief die Auswärtsfahrt

Mittwoch, 1. Februar 2012

Am Dienstag, 31. Januar 2012 sah ich mein erstes Löwen-Spiel in diesem Jahr, Anlass war das letzte Testspiel der Winter-Vorbereitung bei Red Bull Salzburg, das von Teilen der Fanszene (Fanrat, Cosa Nostra, Giasinga Buam) boykottiert wurde. Ich schnappte mir kurzfristig einen Freund (MC Teekanne), der grad Urlaub hat und fuhr mit ihm zum Münchner Hauptbahnhof. Wir bestiegen den Regionalzug um 14:46 Uhr nach Salzburg. Im Zug ein paar rechtsradikale Löwenfans, überwiegend die Leute der „Outsiders“ aus Block 132.

Dieser Zug fuhr wegen eines Polizeieinsatzes erst gegen 15 Uhr los. Die im Zug befindlichen Bahn-Zivicops teilten mir den Grund mit: Löwenfans hatten bereits am Stachus USK-ler bepöbelt und bei Personenkontrollen vor dem Einsteigen wurden zwei Böller bei Löwenfans gefunden und sichergestellt. Diese Verspätung holte der Zug nicht mehr auf, Ankunft in Salzburg war gegen 17 Uhr. Nach kurzer Verpflegung in einem Schnellrestaurant am Salzburger Hauptbahnhof erwischten wir einen Bus später als die rund 35 Löwenfans aus dem Zug.

Entgegen der Aussagen der Salzburger Verantwortlichen „Buslinie 1 fährt direkt vors Stadion“ endete der Bus genau an der S-Bahn-Station Europark Taxham, zu der wir auch mit der S-Bahn kostenlos hätten fahren können. Zudem dauerte die Busfahrt durch die Stadt entgegen der Aussagen der Salzburger Ticketing-Leute („mit dem Bus seids schneller und direkt am Stadion“) rund eine halbe Stunde, dadurch kamen wir, auch wegen eines 15-minütigen Fußmarsches von der S-Bahn zur Arena, rund 15 Minuten zu spät. Zwischendrin wurden wir von einem anderen Bus der Linie 1 überholt, der leer war.

Im Gästeblock befanden sich rund 400 Löwenfans, wie mir der Red Bull-Verantwortliche für den Gästeblock beim Eingang mitteilte. Damit bestätigte er meine ersten Eindrücke.

Im unteren Teil des Gästeblockes rund 40 bis 50 schwarz gekleidete Löwenfans, unter ihnen Mitglieder der „Outsiders“ und Leute, die in der Arena überwiegend im Block 132 stehen. In der 1. Halbzeit gab es rund um die 40. Minute einen kleinen Rauchtopf im unteren Teil des Gästeblockes, der aber, soweit ich es sehen konnte, von den vier privat anwesenden Ordnern des TSV 1860 schnell gelöscht wurde.

Zu Beginn der 2. Halbzeit gab es zwei Bengalos im unteren Teil des Gästeblockes.

Bis zum Spielende blieb es weiter ruhig. Mitte der der 2. Halbzeit gab es das fast schon übliche „Ritual“ bei Testspielen, bei denen keine üblichen Vorsänger anwesend sind, wenn ein bis zwei junge Löwenfans aufs Podest steigen und den Vorsänger spielen. Dies scheitert meistens an der mangelnden Bekanntheit und Routine der Möchtegern-Vorsänger. So auch diesmal.

Kurz vor Ende des Spiels wurde ich von den Bahn-Zivi-Cops informiert, dass für die Löwenfans der Regionalzug, der am Hauptbahnhof plangemäß unerreichbar war, außerplanmäßig am Bahnhof Europark Taxham gegen 20:14 Uhr hält, um die Löwenfans aus der Stadt fernzuhalten und schnell heimzufahren. In diesem Zug fuhren wir mit den rund 40 bis 50 Löwenfans zurück.

Ich war im selben Großraumabteil wie die Outsiders-Gruppe, vier uniformierte Bereitschaftspolizisten fuhren mit und schauten die gesamte Zugfahrt auf die hinter uns sitzenden “Problemfans”. Zu hören waren Sprüche wie „Wir hassen die Türkei“, einmal fiel das Wort „Jude“ in einem Gesang, aber nicht so, dass man es als Tatbestand hätte werten können. Häufigster Gesang: „Bullen aus der Kurve, damit die Kurve lebt“ und „Pyrorechnik ist kein Verbrechen“. Die Polizisten waren sehr nachsichtig, insgesamt verhielten sich die Löwenfans aber ruhig.

Der Zug kam gegen 22:20 Uhr wieder im Münchner Hauptbahnhof an, ein Großteil der Leute stieg aber schon am Ostbahnhof aus.

P.S.: Sechzig verlor 0:1, die Neuzugänge Guillermo Vallori (Rückennummer 5) und Maximilan Nicu (8) spielten auch.

Löwen spielen Eishockey – gegen den EHC München

Mittwoch, 11. Januar 2012

Am Dienstag, 10. Januar 2012 kam es in der Eissporthalle am Oberwiesenfeld zu einem Eishockeyspiel der besonderen Art:

Einige 1860-Profis traten zu einem Gaudi-Match gegen einige Spieler des DEL-Clubs EHC München an. Mit dabei waren auf Löwen-Seite u.a.: Stefan Aigner, Djordje Rakic, Christopher Schindler, Timo Ochs, Basti Maier, Daniel Halfar, Kevin Volland und Vitus Eicher sowie Team Manager Flo Waitz und Stadionsprecher Stefan Schneider.

Am Rand des Eises versammelten sich natürlich weitere illustre Persönlichkeiten wie: EHC-Manager Christian Winkler, 1860-Pressesprecherin Lil Zercher, Hacker-Pschorr-Marketingchefin Birgit Zacher, 1860-Stadion Manager Sascha Färber, EHC-Geschäftsstellenleiter Claus Gröbner, EHC-Pressesprecher Emanuel Hugl, EHC-Promoter Mario Schrader, Abendzeitung-Sportchef Gunnar Jans, sowie dieblaue24-Blogger Oliver Griss.

Vom EHC München waren auf dem Eis: Alle drei Trainer, also Pat Cortina, Maurizio Mansi und Ex-Nationaltorwart Peppi Heiß, dazu u.a. die Spieler Felix Petermann, Schorschi Kink, Jochen Reimer, Sebastian Elwing, Sören Sturm, Klaus Kathan, Jan Benda, Martin Buchwieser, David Cespiva, Mike Kompon, Stéphane Julien und Martin Schymainski.

Die Löwen-Profis trugen gelbe und schwarze Trikots, die EHC-Spieler liefen in weißen und blauen Dressen auf. Gespielt wurde zunächst mit gemischten Teams (schwarz und weiß gegen blau und schwarz), sodass sich die Leistungsstärke besser verteilte. Schon da war zu sehen, dass Kevin Volland den Eishockey-Sport im Blut hat, schließlich war sein Vater Andreas Mitglied der Meistermannschaft des EC Hedos München in der Saison 1993/94.

Aber auch Djordje Rakic, der zunächst Stand- probleme auf den Schlittschuhen hatte, zeigte seine Goalgetter- qualitäten und erzielte insgesamt zwei Tore. So kann es 2012 für ihn ruhig weitergehen.

Innerhalb der guten Stunde, die die Akteure auf dem Eis verbrachten, wurde dann auch kurz ernsthaft Eishockey gespielt, als die EHC-ler unter sich waren und den Löwen-Profis eine Lehrstunde erteilten. Anschließend blieben dafür die Sechzger allein auf dem Eis und versuchten noch das umzusetzen, was die EHC-Spieler ihnen vorgeführt hatten.

Nach dem Spaßmatch gab es, wie bei den Eishacklern so üblich, ein gemeinsames Kabinenfest mit Pasta und Bier. Dabei waren für mich als Riessersee-Fan natürlich vor allem die Garmischer im EHC-Team, Schorschi Kink, Uli Maurer und Martl Buchwieser, aber auch Nationalspieler Felix Petermann interessante Gesprächspartner.

Mir gegenüber saß später auch Stefan Schneider, der nochmals betonte, er habe nie und nimmer “Straubingen” gesagt und könne dies mit einer Audio-Datei auch beweisen.

Fazit: Irgendwann im Jahr 2012 soll es die “Revanche” zwischen den beiden Mannschaften auf dem Fußballplatz geben. Dann werden sicher die Löwen-Profis ihren EHC-Spezln einige Tipps geben können…

Weiter gehts beim TSV 1860 jetzt erstmal mit dem Trainingslager in Belek in der Türkei, in dessen Rahmen es zwei Testspiele gegen den FC Thun und CFR Cluj geben soll.

Nach der Rückkehr spielen die Löwen am Samstag, 28. Januar in Winterthur in der Schweiz und am Dienstag, 31. Januar beim FC ”Rasenballsport” Salzburg.

3:1 in Karlsruhe – ein rundum gelungener Jahresabschluss

Montag, 19. Dezember 2011

Im November 1993 schlug der Karlsruher SC im UEFA-Cup den FC Valencia mit 7:0 und drang im Frühjahr 1994 sogar bis ins Halbfinale dieses Wettbewerbes (Vorgänger der Europa League) vor.

Im ersten Jahr nach dem letzten Abstieg aus der Bundesliga im Sommer 2009 bewegte sich der KSC noch im Mittelfeld der 2. Liga. Doch seit 2010 kämpft der ehemalige Europacup-Halbfinalist knallhart gegen den Abstieg. Im Mai 2012 könnte der Fall in die Dritte Liga nun endgültig erfolgen, denn:

Nachdem die Löwen schon im Oktober 2010 im Wildparkstadion mit 4:2 siegten, gelang dem TSV 1860 München auch diesmal erneut ein klarer Auswärtserfolg in Karlsruhe. 3:1 hieß es am Ende für die Maurer-Truppe.

Daniel Bierofka hatte die Sechzger nach 33 Minuten im Anschluss an einen sehenswerten Spielzug in Führung gebracht. Nach einem weiten Ball auf die linke Seite flankte Rakic das Leder mit Übersicht an den Strafraum, wo Lauth mit der Brust auf Bierofka ablegte. Der Routinier kam von hinten angesprintet, nahm das Leder aus 18 Metern per Dropkick und versenkte es flach im linken unteren Eck zum 1:0.

Nachdem dem Karlsruher Marco Terrazzino in der 72. Minute der Ausgleich zum 1:1 gelang, musste man befürchten, die Löwen würden sich wie beim Spiel in Sankt Pauli die Butter vom Brot nehmen lassen, doch der KSC ist ein schwächeres Kaliber als die Hamburger und so passierte folgendes:

80. Minute: Die Löwen hatten einen Freistoß im linken Halbfeld fast an der Mittellinie zugesprochen bekommen. Vor der Ausführung wurde der verletzte Rakic für Sandro Kaiser ausgewechselt. Danach führte Buck den Standard aus, Aigner konnte den 40-Meter-Pass am langen Eck aus sieben Metern ungehindert köpfen, traf ins rechte untere Eck zum 2:1.

87. Minute: Nach Bierofka-Zuspiel kam ein Karlsruher im Strafraum gegen Volland zu spät, holte ihn von den Beinen. Schiedsrichter Patrick Ittrich zeigte sofort auf den Elfmeterpunkt. Bierofka lief an, verlud Orlishausen und traf zum 3:1.

Wenige Minuten später kam der Schlusspfiff und einen Tag später besiegelte der Ausgang des Spiels Rostock-Dresden (2:2) das Schicksal des KSC: Man geht als Tabellenletzter in die Winterpause.

Die rund 1200 Löwenfans unter den 12.640 Zuschauern jubelten. 32 Punkte nach 19 Spielen, zuletzt 13 Punkte aus 5 Spielen, so können wir alle glücksselig Weihnachten feiern.

Abgerundet wurde der gelungene Jahresabschluss der Mannschaft durch eine einwandfrei verlaufene Zugfahrt von 450 Löwenfans mit einem von der Bahn zur Verfügung gestellten Entlastungszug. Keine einzige Beschädigung, nur wenige Aufkleber und kaum Müll, der nicht in den mitgebrachten Mülltüten landete. So schaut es gut aus für eine mögliche Kooperation des TSV 1860 mit der Bahn für künftige Zugfahrten zu nahen Auswärtssspielen. Ende Januar 2012 soll darüber verhandelt werden.


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