Löwenbomber-Ausstellung nur noch bis Sonntag, 30. Mai
Dienstag, 25. Mai 2010
Anfang März 2010 traf ich beim Spiel TSV 1860-FC St. Pauli in der Allianz Arena den Münchner Partyveranstalter Flo Pop. Nachdem ich ihn in meinem 1860-Fanraum vor den Bilderwänden fotografierte und ihm das Foto ein paar Tage später in seinen Facebook-Account stellte, rief er mich an und fragte mich, ob ich nicht bei seinem nächsten Projekt eine 1860-Fotoausstellung machen wolle. Ich sagte spontan zu.Â
Ende April öffnete dann das „Puerto Giesing“ im alten Hertie in Obergiesing am U-Bahnhof Silberhornstraße seine Pforten. Da die Genehmigung für Partys im Untergeschoss seitens der Stadt leider noch ausblieb (lediglich der Auftritt von DJane Ellen Allien aus Berlin konnte mit einer Sondergenehmigung durchgeführt werden), ist seitdem die 1860-Ausstellung der Mittelpunkt des neuen Veranstaltungsortes im Herzen von Giesing. Seit der Eröffnung strömten rund 1500 Besucher in die Ausstellungshalle. Nach und nach kamen auch prominente Löwenfans, die auf den Bildern teilweise selbst abgebildet sind, vorbei. So bekamen wir am Dienstag, 11. Mai Besuch von 1860-Aufsichtsrat Otto Steiner. Er verweilte den ganzen Abend bei uns und besichtigte mit uns sogar das Dach des Gebäudes. Der größte Andrang herrschte natürlich am Montag, 17. Mai,
dem 150. Jubiläumstag der Gründung des TSV München von 1860 e.V., als Löwenfans in Giesing eine Kneipenparty veranstalteten und die Lichterkette rund ums Sechzgerstadion stattfand. Alleine an diesem Tage dürften es rund 400 Besucher gewesen sein, die sich die Bilder anschauten. Unter ihnen auch Stadionsprecher Stefan Schneider, PRO1860-Sprecher Hans Vonavka und Ex-Präsident Albrecht von Linde.Â
Am Pfingstmontag war es dann der „Obststand-Didi“ Dieter Schweiger (vom Obststand an der Universität), der die Bilder der Löwenbomber-Ausstellung begutachtete und eine dreiviertel Stunde zum Ratschen da blieb. Er hat ja den Gewinn der Deutschen Fußballmeisterschaft im Jahr 1966 als 8-Jähriger miterlebt und ist auf einem Foto verewigt: Er sitzt auf der Stange in der Stehhalle genau an der Stelle, von der er als 8-Jähriger das 1:1 gegen den HSV und die Übergabe der Meisterschale im Sechzgerstadion miterlebte.
Sogar Ex-Trainer Werner Lorant hat sich auf Vermittllung eines Löwenfans zwischendrin mal angekündigt, ich hatte ihm zwei Minuten lang am Telefon erklärt, wo er hinfahren muss, er ist dann jedoch nicht vorbeigekommen.
Wer jetzt Lust bekommen hat, auch mal vorbeizuschauen: Die Ausstellung ist noch bis kommenden Sonntag, 30. Mai geöffnet. Montags bis donnerstags von 17 bis 20 Uhr. Am Freitag von 15 bis 20 Uhr. Am Samstag, wenn die U23 des TSV 1860 ihr letztes Saisonspiel im Sechzgerstadion gegen Reutlingen (Anpfiff: 14 Uhr) hat, ist auf jeden Fall nach dem Spiel von 16 bis 20 Uhr Uhr geöffnet. Am Sonntag, 30. Mai ist dann von 14 bis 18 Uhr die letzte Gelegenheit, die Bilder zu sehen.


Aus Anlass des 150. Vereinsjubiläums des TSV München von 1860 e.V. planten Löwenfans für den Jahrestag der Gründung (17. Mai 1860) am vergangenen Montag eine besondere Feier: Rund ums Stadion sollte es um 21 Uhr eine Lichterkette mit Fackeln geben. Dies musste natürlich wie eine Demonstration angemeldet werden. Für die Zeit ab 17 Uhr und nach der Lichterkette wurden rund 15 Giesinger Kneipen gebeten, Getränke an die „Demo“-Teilnehmer billiger abzugeben.
Erst am Nachmittag erfuhren die Organisatoren von der Feuerwehr, dass Löschdecken fehlten, um die Veranstaltung auch tatsächlich durchführen zu können. Da in ganz München keine Löschdecken aufzutreiben waren, musste ein Löwenfan aus Kelheim, der bei der dortigen Feuerwehr engagiert ist, aushelfen. Rechtzeitig kam er am Stadion an, sodass die Polizei das OK für die Lichterkette geben konnte.
Ich stand mit meinen Leuten in der Volckmerstraße hinter der Haupttribüne bei der Stadionwirtschaft, die an diesem Abend geschlossen war, um auch mal die anderen Giesinger Kneipen von den Löwenfans profitieren zu lassen. Leider wurde die Versammlung ziemlich schnell beendet, obwohl z.B. meine Fackel noch nicht mal bis zur Hälfte abgebrannt war. Dies lag daran, dass die Versammlung nur bis 22 Uhr genehmigt war und man sich keinen Ärger einhandeln wollte.
Vorbildlich, wie diese Versammlung organisiert war und wie diszipliniert die Löwenfans mit dem offenen Feuer umgingen. Der gute Zweck der Sache wurde erfüllt: Das Sechzgerstadion erhielt zum Geburtstag von Sechzig die Würdigung, die es verdient: Endlich wieder im Mittelpunkt des städtischen Interesses zu stehen. Eine solche Versammlung wäre in Fröttmaning, Riem oder sonst wo undenkbar.