Archiv für die Kategorie „Allgemeines“

1:0-Sieg in Ingolstadt – Jugendbus und Fanproteste

Montag, 21. November 2011

Am Freitag, 18. November 2011 mussten die Löwen nach der zweiwöchigen Länderspielpause beim Lokalrivalen FC Ingolstadt ran, quasi ein Duell der Automarken Audi und Aston Martin.

Wir vom Fanrat trafen uns um 14:30 Uhr auf dem Trainingsgelände des TSV 1860 an der Grünwalder Straße 114, um mit 43 jungen Löwenfans im Jugendbus die 70 Kilometer zum Spiel zurückzulegen. Nach einem längeren Stau in der Nähe von Allershausen hatten wir ein pünktliches Erscheinen schon ad acta gelegt, ehe es auf der A8 doch wieder schneller vorwärts ging und wir um kurz nach 17 Uhr am Audi Sportpark ankamen. Um 18 Uhr wurde das Spiel angepfiffen.

Djordje Rakic, von dem am selben  Tag noch in der Presse stand, dass er eventuell krankheitsbedingt aussetzen müsse, kam von Anfang an zum Einsatz. Wie man später erfuhr, weil Sandro Kaiser sich diesmal rechtzeitig abmeldete… und wie die ungeschriebenen Gesetze des Fußballs es wollen, kam es dann:

In der 15. Minute schoss ausgerechnet Djordje Rakic sein erstes Saisontor. Er lief natürlich sofort zur Auswechselbank, wo Sandro Kaiser von ihm geherzt wurde. Schließlich hatte er Kaiser den Einsatz und somit das frühe Tor zu verdanken. 


Das restliche Spiel ging es dann lediglich darum, den knappen Vorsprung zu verteidigen, was den Löwen-Profis gottseidank auch gelang. Einige der 4.500 Löwenfans im Gästeblock hatten aber auch während des Spieles andere Themen, die Ereignisse der Delegiertenversammlung vom vergangenen Montag wirkten  noch nach.

Die Giasinga Buam hatten ein paar unangemeldete Spruchbänder dabei, auf denen stand: “Geschäftsführer bestimmen immer noch wir!”, wobei sie den Verein und nicht sich meinten. Und: “Ismaik, Dir war gewiss, dass dank 50+1 hier kein Platz für machtgeile Investoren ist!”

Dazu gabs noch elf hochgehaltene T-Shirts, auf denen die einzelnen Buchstaben der Forderung “Schäfer raus” standen. Sicher eine zu einfache, aber FÜR FANS mögliche Sicht der Dinge.

Ich traf gegen Spielende noch Peter Brugger, den Sänger der Sportfreunde Stiller, der aufgrund einer Freundschaft zu FC Ingolstadt-Jugendleiter Ronny Becht miit selbigem auf der Haupttribüne saß.

Um 20:15 Uhr gings für uns mit dem Jugendbus wieder nach Hause, so gegen 21:40 Uhr kamen wir wieder am Trainingsgelände des TSV 1860 München an. Wohin die nächste Jugendbusfahrt uns führt, steht leider noch nicht fest.

In der 2. Liga gehts am nächsten Samstag, 26. November um 13 Uhr weiter mit dem Heimspiel gegen die Eintracht aus Frankfurt, die bis zu 5.000 Fans mitbringen wird.

3:0 in Duisburg – Löwen überraschen mal wieder positiv

Montag, 31. Oktober 2011

Nur wenige Stunden nach der Rückkehr vom Auswärtsspiel beim SC Freiburg II musste ich schon wieder den Zug besteigen, diesmal sollten noch rund 400 Kilometer mehr zusammenkommen, nämlich hin und zurück rund 1200. Das Ziel lautete Duisburg und der Zug verließ den Münchner Hauptbahnhof pünktlich um 6:50 Uhr. Gottseidank gab es in der Nacht zuvor die Umstellung von der Sommer- auf die Winterzeit, sodass eine Stunde Schlaf mehr möglich war.

Die Giasinga Buam hatten eine schöne Choreografie vorbereitet – und ich hatte sie mit dem Duisburger Sicherheitsbeauftragten abgesprochen:  “Auf der Brust und in unseren Herzen, seit 100 Jahren und für alle Zeit!” stand auf zwei Spruchbändern oberhalb und unterhalb der Stehränge im Gästeblock, und das alte 1860-Wappen mit dem krakeligen Löwen wurde auf einige Kartons gemalt, dazu wurden Unmengen Konfetti und Pilskränze in die Luft geworfen, für den Anfang nicht schlecht.

Die Spieler ließen sich davon inspirieren und gingen überraschend nach 4 Minuten durch Daniel Bierofka in Führung. In der 2. Halbzeit legte Sandro Kaiser mit seinem ersten Profitor im 42. Zweitligaspiel nach, Kevin Volland besorgte nach schöner Vorarbeit von Djordje Rakic dann den 3:0-Endstand.

Nach einigen Gesprächen mit Löwenfans beim Verlassen der MSV-Arena hatte ich es dann schon eilig, um mit dem Shuttle-Bus, der auf dem großen Parkplatz hinter der Haupttribüne ankommt und abfährt, rechtzeitig bis zur Abfahrt meines Direktzuges nach München um 16:08 Uhr am Hauptbahnhof anzukommen.

Zehn Minuten vor der Abfahrt traf ich auf dem Gleis ein, wo mein Mitfahrer Phillip Rapp schon auf mich wartete. Wenigstens hatte ich noch kurz Zeit, mir eine Schnitzelsemmel und drei Getränke für die 5-stündige Zugrückfahrt zu kaufen.

Nach 2000 Bahn-Kilometern und zwei fast komplett in Zügen verbrachten Wochenendtagen kam ich am Sonntagabend gegen 21:45 Uhr wieder zuhause an.

0:1 in Freiburg – aber den Ground Möslestadion endlich gemacht

Montag, 31. Oktober 2011

Ich bin jetzt 41 Jahre alt. 1970 geboren. Als ich 14 war, spielte mein Verein, der TSV 1860 München, noch in der Bayernliga und hatte es schwer, nach dem Lizenzentzug 1982 wieder nach oben zu kommen. Im Jahr 1984 erreichten die Löwen mit einem grandiosen Saisonendspurt noch die Aufstiegsrunde zur 2. Liga. Doch am 9. Juni 1984 wurden die Träume vorzeitig ad acta gelegt, durch ein 1:4 beim Freiburger FC  im Möslestadion waren die Löwen so gut wie gescheitert.

Ich war damals nicht dabei, ich durfte noch nicht auswärts fahren und hatte dazu auch noch keine rechte Lust. Ich lernte später den einzigen mir bekannten Fan des Freiburger FC in München, Konzertveranstalter Michael Löffler, kennen. Durch ihn bin ich mit der Geschichte des FFC ein bisserl besser vertraut. 1999 war der Lokalrivale SC Freiburg auf der Suche nach einem geeigneten Gelände für seine Freiburger Fußballschule. Dem Freiburger FC wurde ein Angebot zur Übernahme des Möslestadions unterbreitet, das dieser infolge seiner schlechten finanziellen Lage letztlich nicht ablehnen konnte.

Und da ich seitdem nie bei den Auswärtsspielen der 1860-Amateure beim SC Freiburg II in Südbaden dabei war, fehlte mir bis zum letzten Samstag noch der “Ground” Möslestadion. Nun hab ich es gesehen und kann sagen, dass das Möslestadion wirklich ein sehr schönes Fußballstadion ist. Durchgehende Holzbänke auf der Haupttribüne, wo gibts denn sowas noch heutzutage?

Die Löwen verloren das letzte U23-Spiel, das der TSV 1860 bis auf weiteres in Freiburg (wegen der Regionalliga-Reform spielen die 1860-Amateure ab der nächsten Saison in einer reinen bayrischen Regionalliga) ausgetragen hat, mit 0:1.

Mich störte dies an jenem Samstag aber nur am Rande, denn ich war von der landschaftlichen Schönheit des Schwarzwaldes und dem Möslestadion geblendet. Zudem hatte es wie so oft, wenn im Rest des  Deutschlandes schlechteres Wetter ist, im Oberrheingraben strahlenden Sonnenschein und 18 Grad Celsius.


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