1:4 gegen Fürth – die Löwen enttäuschen ihre Fans zum 100.000. Mal
Montag, 19. März 2012
29.600 Fans strömten an diesem frühlingshaften Samstagmittag in die Allianz Arena in München-Fröttmaning. Wenn man bedenkt, dass es nur rund 1.600 Anhänger der „Kleeblättla“ gewesen sein könnten, waren also circa 28.000 Löwenfans im Stadion, ein stolzer Wert. Doch zum wiederholten Mal, gefühlt zum 100.000. Mal, enttäuschten die Spieler ihre Fans gewaltig und unterlagen in einem bayrischen Derby mit 1:4 (in Worten: eins zu vier).
Nach einem Hammertor des Fürther Stürmers Olivier Occean ins Kreuzeck des Tors von Gabor Kiraly bestand sogar kurzzeitig noch Hoffnung für die Löwen, als Daniel Bierofka nach einem Foul an Kevin Volland den fälligen Stafstoß verwandelte. Doch schon in der 27. Minute gingen die Mittelfranken erneut in Führung, diesmal durch den Ex-Bayern Stephan Fürstner.
In der Halbzeit begab ich mich ausnahmswese in die Business Lounge, auf dem Weg dorthin fiel mir der über-lebens-große goldene Schoko-Osterhase der Firma Lindt auf, der neben der Rolltreppe postiert war. Als ich kurz nach Wiederanpfiff gerade im Gespräch mit 1860-Geschäftsführer Robert Schäfer war, und ihm mitteilte, dass der Sonderzug des Fanrates nach Dresden ausverkauft ist, fiel plötzlich das 1:3 (erneut war es Olivier Occean), sodass unsere Unterhaltung schlagartig beendet war. Wenige Minuten später fiel gleich noch das 1:4. Am Abend sah ich im Fernsehen, wie leichtfüßig der Fürther Felix Klaus, Sohn des
U19-Trainers der Löwen, Fred Klaus, durch die löchrige Löwen-Abwehr durchspazieren konnte.
Wenigstens ließen sich die Löwenfans in der gut besuchten Nordkurve die Stimmung durch diesen früh fest stehenden Endstand nicht verhageln und feuerten die Löwen weiter an. Meine Helden des Tages: Die leidensfähigen Löwenfans.
Weiter gehts am kommenden Freitag in Dresden. Anpfiff 18 Uhr. Um 7:18 Uhr startet unser Sonderzug mit fast 380 Löwenfans am Münchner Ostbahnhof. Sportlich geht es heuer um nix mehr bei den Profis des TSV 1860 München, aber die an der Zugfahrt teilnehmenden Fans werden Spaß haben, verdient haben sie es sich.









