Archiv für die Kategorie „Auswärts“

1:3 in Paderborn – der Tiefpunkt der Saison?

Sonntag, 28. Februar 2010

tribunen-in-paderborn.jpgEin völlig belangloses Auswärtsspiel zu einem Zeitpunkt, an dem die wenigsten Löwenfans Zeit und Lust haben, quer durch Deutschland anzureisen. Freitag, 18 Uhr in der Paragon-Arena in Paderborn. Es gibt weißgott spannendere Termine im Fußballjahr.

elfmeter-fur-paderborn.jpgBereits einmal hatten die Löwen in der neuen Paderborner Arena antreten „dürfen“ - und im August 2009 dort im Pokal 1:0 gewonnen, dank eines Tores von Radi Felhi. Doch wo war Felhi diesmal? Dass Mate Ghvinanidze verletzt ist, wusste man, aber dass neben Mathieu Béda diesmal zum ersten Mal seit langer Zeit wieder Torben Hoffmann in der Innenverteidigung ran durfte, das war für alle Löwenfans dann doch eine große Überraschung. Den Fehler vor dem 1:0 für Paderborn machte dann zwar Béda, aber für die Fans um mich herum im Löwenblock war viel augenscheinlicher, wie langsam Torben Hoffmann übers Feld trabte, seine Zeit scheint endgültig abgelaufen zu sein.

daniela-haas-paderborn.jpgAuch der von Miki Stevic so hochgelobte Antonio Rukavina, der als einziger Löwe Hoffnungen haben kann, bei der WM in Südafrika spielen zu dürfen, war am Freitagabend schlecht, sodass ein User des Löwenforums aus Markt Schwaben ätzte: „Ich fahr den Rukavina eigenhändig in sein scheiß Serbien zurück. 

Als kurz nach der Halbzeit das 2:0 für Paderborn fiel, wurde die Zuschauerzahl bekanntgegeben: Siebentausendeinund-achtzig, in Zahlen 7081. Ich überlegte kurz, ob es sich um eine Primzahl handelt, was soll man sich sonst für Gedanken machen, wenn es bei den Löwen um nix mehr geht und alles frustrierend ist? Löwenfan-Urgestein Fritz Fehling schimpfte zwar in einer Tour über Gabor Kiraly, doch der Ungar war der einzige Löwe, der an diesem Tag Normalform zeigte.

fritz-fehling-paderborn.jpgErneut muss ich einen Mitschreiber aus dem Löwenforum zitieren, der sagte: „Holebas, Rukavina, Kaiser ohne Worte! Wie schlecht muss erst ein Felhi sein, damit es gerechtfertigt ist, ihn nicht aufzustellen? So hat man große Probleme in der Dritten Liga zu bestehen.“Nach dem 3:0 für Paderborn fiel irgendwann das Anschlusstor durch Stefan Aigner, ebenfalls einer der wenigen Löwen, dem Fans immer wieder Kampfgeist attestierten. Kurz vor dem Abpfiff holte sich Alexander Ludwig noch die 5. Gelbe Karte ab, sodass er nächsten Sonntag gegen seinen Ex-Club FC Sankt Pauli gesperrt ist. Zitat aus dem Löwenforum: „Den Ludwig würde ich nie mehr spielen lassen. Wer mit Absicht eine 5. gelbe Karte produziert um gegen seinen Lieblingsclub nicht spielen zu müssen, hat bei uns wirklich nichts verloren. War doch offensichtlich, dass diese Karte in der 90. Minute gewollt war.“

frank-peuker-paderborn.jpgIch holte mir nach dem Spiel noch kurz eine Portion Pommes am Bratwurststand und traf dabei Frank Peuker, einen Löwen-Spieler aus besseren Zeiten (1990-91). Nach seiner Karriere als Spieler beim TSV 1860 blieb er treuer Fan der Münchner Löwen und taucht hin und wieder bei Auswärtsspielen auf, obwohl er nebenbei auch den Bezirksligisten TSV Jetzendorf trainiert. Ich machte mich anschließend mit meinem Fahrer Andi Hilbig auf den Heimweg. Gegen  2 Uhr nachts kamen wir wieder in München-Giesing an. Zu zweit in einem Auto bin selten auswärts gefahren. Die Zahl 7081 ist übrigens eine “Pseudoprimzahl auf Basis 9″. Was immer das heißen mag.

0:2 in Karlsruhe - die Saison ist gelaufen

Donnerstag, 18. Februar 2010

Am Aschermittwoch, 17. Februar mussten wir zum Nachholspiel beim Karlsruher SC im Wildparkstadion antreten. Anstoßzeit 18:30 Uhr.

busankunft-karlsruhe.JPGDa ein Löwenfan vorgeschlagen hatte, dass der TSV 1860 günstige Busse anbieten solle, weil die Fans ja nach der Absage des Spiels am Sonntag, 31. Januar ein zwetes Mal anreisen mussten, kam ein kostenloser Bus der Reisekutsche zustande, den die Spieler des TSV 1860 aus der Mannschaftskasse bezahlten. Flo Waitz aus der 1860-Marketingabteilung hatte den Bus organisiert und stellte sich auch als Reiseleiter zur Verfügung.

lowenblock-hochkant-1.jpgWir kamen zwei Stunden vor dem Anpfiff am Stadion an. Rund 800 Löwenfans hatten sich zur 2. Auflage des Spiels in Karlsruhe eingefunden, und damit natürlich wesentlich weniger als zur kurzfristig abgesagten 1. Ansetzung der Partie am 31. Januar, als rund 2500 Löwenfans den TSV 1860 in Karlsruhe angefeuert hätten.

Ewald Lienen hatte die siegreiche Mannschaft von Fürth auf drei Positionen geändert: Djordje Rakic statt Benny Lauth, Eke Uzoma statt Alexander Ludwig und Charilaos Pappas statt Sandro Kaiser standen in der Startelf. Rakic hatte in der 15. und 17. Minute zwei gute Chancen, das 1:0 für Sechzig zu erzielen, scheiterte aber.

In der 2. Halbzeit schossen die Karlsruher das 2:0 durch Aleksandar Iashvili, dabei konnte Mathieu Béda das Leder nur noch ins eigene Netz abfälschen, das Tor wird aber nicht als Eigentor gewertet. Bezeichnend jedoch, dass Mathieu Béda beim wütenden Nachschuss von Jose Holebas in Deckung gehen musste.

philipp-rappstefan-fietzek-karlsruhe-170210.jpgNach dem Spiel mussten einige Löwenfans (u.a. Philipp Rapp, auf dem Foto links neben Stefan Fietzek aus Heidelberg) sich sputen, um per Trambahn den Zug nach München um 21 Uhr zu erreichen. Wir hatten es ganz bequem und konnten sogar innerhalb der Gästeblock-umzäunung in unseren Bus einsteigen und so gings um 20:45 Uhr wieder los in Richtung Heimat.

Nach einem Fahrerwechsel und dem Besuch eines amerikanischen Schnellrestaurants kamen wir um Punkt 1 Uhr wieder am 1860-Trainingsgelände an. Dort waren kurz vor unserem Eintreffen auch die Spieler angekommen, sodass es rund um die Einfahrt zum Trainingsgelände zuging wie nachmittags um 3 in der Fußgängerzone.

lowenblock-4.jpgSechzig steht jetzt mit 12 Punkten Rückstand auf Platz 3 und 11 Punkten Vorsprung auf Platz 16 genau im Niemandsland der Tabelle, die Saison ist gelaufen. Am Samstag, 20. Februar gehts schon wieder mit dem nächsten Spiel weiter: Um 13 Uhr ist Anpfiff in der Fröttmaninger Arena. Unser Gegner: Alemannia Aachen.

2:1 in Fürth – Sascha Rösler trifft in der ersten und letzten Minute

Montag, 15. Februar 2010

choreo-2.jpg150 Jahre TSV 1860 - mit dieser Choreografie eröffneten die Löwenfans im Fürther Playmobilstadion das 12. Spiel zwischen beiden Teams seit 2004. Nur einmal hatten die Sechzger in Fürth gewinnen können - am vorletzten Spieltag der Saison 2004/2005, also seit fast fünf Jahren nicht mehr.

Leider mischte sich unter die vielen Plastikfähnchen und Folienbahnen im Gäste-Stehplatzblock auch eine Rauchbombe. Das konnten wir gestern nun überhaupt nicht gebrauchen, nachdem wir seit dem Ahlen-Spiel unter besonderer Beobachtung des DFB stehen. Sehr ärgerlich, wie einzelne Löwenfans dann leider durch solche hirnlosen Aktionen immer wieder ihre Dummheit unter Beweis stellen.

fahnen.jpgNach 40 Sekunden gab es dann aber sogar Grund zum Jubel. Sascha Rösler hatte nach Flanke von Antonio Rukavina aus zwölf Metern kurz über der Grasnarbe volley abgezogen. Sein abgefälschter Schuss schlug neben dem Fürther Ersatzkeeper zur 1:0-Führung für die Löwen in die Maschen ein.

In der 1. Halbzeit hatte ich dann wegen der Rauchbombe einige Telefonate zu führen und SMS zu schreiben, sodass ich vom Spiel nicht mehr viel sehen konnte. In der 2. Halbzeit machte Fürth irgendwann um Minute 68 herum den 1:1-Ausgleich und man dachte, jetzt geht es, wie so oft bei den Löwen, dahin und wir verlieren.

lowenblock-mit-1-2-anzeigetafel.jpgDoch Sechzig übernahm wieder das Kommando auf dem Platz und kam in der 89. Minute zum verdienten 2:1-Siegtreffer: Sascha Rösler brauchte nach schöner Vorarbeit von Mlapa und Aigner aus ungefähr zehn Metern nur noch einzuschieben. De Jubel bei den Löwenspielern-und -fans war groß: Torwart Gabor Kiraly kam sogar über das ganze Spielfeld angelaufen, um den zweifachen Torschützen Sascha Rösler (32) mitzufeiern.

Nach dem Spiel konnte man nochmal alle wichtigen Szenen auf der Anzeigetafel ansehen, auch die beiden schönen Tore von Rösler wurden nochmal gezeigt. Die Shuttlebusse vom Stadion zum Fürther Hauptbahnhof ließen zwar auf sich warten, doch dann kamen gleich drei hintereinander. Am Bahnhof angekommen hatten wir dann noch eine Stunde Zeit bis zur Abfahrt des Entlastungszuges, den die bayrische Bahnpolizei für Löwenfans zur Verfügung stellte.

axel-spielplakat-furth-140210.jpgAm Bahnhofsvorplatz überreichten mir befreundete Löwenfans das Spielplakat, das ein sehr ungewöhnliches Motiv zeigte und das ich nunmehr natürlich nächsten Samstag, 20.02. beim Spiele gegen Alemannia Aachen (Anpfiff 13 Uhr) im Fanraum der Arena aufhängen werde…

Zwischendrin liegt allerdings noch die Auswärtsfahrt zum Karlsruher SC am Aschermittwoch, 17.02. (Anpfiff 18:30 Uhr), zu dem ich mit einem von der 1860-Marketingabteilung für 60 Löwenfans organisierten Bus fahren werde.


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