Zum für die Löwen relativ unwichtig gewordenen Derby beim FC Augsburg am 2. Mai 2010 reiste ich mit rund 150 Löwenfans in den beiden Partybussen von PRO1860 an. Über die Lindauer Autobahn und den Umweg Landsberg gings in rund 2,5 Stunden zur neuen Impuls-Arena weit vor den Toren Augsburgs.
Dort angekommen, bemerkten wir erstmal die klimatischen Unterschiede an diesem Tag: Während es in München sehr schwül war und man mittags bei der Abfahrt am Sechzgerstadion keine Jacke brauchte, war in Augsburg jede vor Kälte schützende Klamotte dringend notwendig. Ich hatte keinen Schal dabei und weil ich nicht schwere Halsschmerzen bekommen wollte, kaufte ich einem Löwenfan den selbstgemachten Schal mit der Aufschrift „Ein Leben Lang – Sechzig München“ ab.
Es regnete leicht und weil wir vor dem Gästeblockeingang ewig warten mussten, bis man hineingelassen wurde, war man mit der Zeit richtig durchnässt. Zwischendrin kam Polizei dazu, um einen Durchbruch genervt wartender Löwenfans zu verhindern.
Auch im Stadion selbst gab es Gedränge an den Blockeingängen, weil die Arena innen sehr steile Stufen hat und keiner Lust hatte, nach ganz oben durchzugehen, um für die neuen, unten hineindrängenden Löwenfans Platz zu machen. Dadurch sahen viele Löwenfans, darunter auch ich, von der ersten Halbzeit gar nichts. Wir standen hinter dem Block, wo einige Fans schimpften, dass sie ihr Eintrittsgeld vom FC Augsburg zurückerstattet bekommen wollten.
In der 2. Halbzeit sah ich dann endlich auch was vom Spiel. Ganz oben unter dem Stadiondach war dann doch noch Platz für mich und meinen Anhang. Das Augsburger Tor des Tages fiel auf unserer Seite.
Deutlich zu hören war, dass 3000 Löwenfans den Rest des Publikums in Grund und Boden sangen. Bitter, dass wir diese Übermacht nicht auch auf dem Spielfeld demonstrieren konnten. Der FC Augsburg ist durch den Sieg gegen uns nun sicher Drittplatzierter der 2. Bundesliga und darf am übernächsten Wochenende in der Relegation gegen den 16. der 1. Bundesliga spielen.
Wir fuhren mit den beiden direkt hinter dem Gästeblockeingang geparkten Bussen wieder heim und kamen gegen 22 Uhr am Sechzgerstadion an. Als ich mich mit meinem Freund Ladi Pirker auf den Weg machte, anlässlich seines Geburtstages noch in einem italienischen Lokal zu speisen, trafen wir beim Einchecken am U-Bahnhof Wettersteinplatz 1860-Spieler Emmanuel Biancucchi und machten zur Feier des Tages noch ein Foto mit ihm und dem Geburtstagskind. Ich schenkte Biancucchi noch ein Panini-Bild seines Cousins Lionel Messi vom FC Barcelona, das ich doppelt hatte.
Das letzte Saisonspiel findet statt am kommenden Sonntag, 9. Mai in der Fröttmaninger Arena (Anpfiff: 15 Uhr!)