0:0 gegen Rapid Wien – Netter Ausflug mit dem Bus
Montag, 4. Juli 2011
Genau am 1. Juli, dem ersten Tag im zweiten Halbjahr 2011 spielten die Löwen in Oberösterreich gegen den SK Rapid Wien. Zuletzt waren die beiden Klubs im Herbst 1997 aufeinandergetroffen, als Sechzig in der 2. Runde des UEFA-Pokals auf die Hütteldorfer traf. Damals unterlagen die Löwen im Hinspiel im Wiener Praterstadion 0:3, konnten dies aber mit einem 2:1-Heimsieg nicht mehr wettmachen und schieden aus dem Wettbewerb aus.
Diesmal handelte es sich nur um ein Testspiel zum Ende des Trainingslagers der Löwen, das der neue Team Manager Flo Waitz vereinbart hatte. Austragungsort des Spiels war das kleine Kaff Bad Wimsbach-Neydharting bei Wels. Auf dem kleinen Dorfsportplatz hatten die Löwen bereits im Juli vor zwei Jahren ein Freundschaftsspiel gegen den FC Aberdeen bestritten (und damals durch ein Tor von Jose Holebas mit 1:0 gewonnen).
Da man im Gegensatz zu 2009 wegen des späten Anpfiffs (19 Uhr) nicht mehr mit dem Zug heimgekommen wäre, organisierte ich einen Bus für 48 Löwenfans, der leider nur mit 30 Löwenfans besetzt war. Dadurch stieg der Fahrpreis für jeden von ursprünglich sensationellen 15 Euro auf 22 Euro pro Person. Keiner murrte. Ich fand es aber sehr schade, dass dieser nette Ausflug nicht mehr honoriert wurde.
Wir fuhren um 11:30 Uhr in Richtung Salzburg los und verließen die Autobahn in Mondsee. Von dort fuhren wir durch die Seenlandschaft des Salzkammergutes an den Wolfgangsee. Der ehemalige Bundeskanzler Helmut Kohl hatte hier immer seine Sommerurlaube verbracht. In Sankt Gilgen parkten wir den Bus auf einem Busparkplatz und gingen zum See runter. Einige sprangen noch kurz hinein, andere ließen einfach nur die Seele baumeln. Leider schlug das Wetter genau in der Zeit unseres einstündigen Aufeanthalts um und wir gerieten noch vor dem Rückweg zum Bus in einen Platzregen. Aber immerhin hatten wir St. Gilgen besucht.
Um 17:30 Uhr kamen wir in Bad Wimsbach an. Ich besorgte mir ein paar Spielplakate und legte sie in den Bus. Die 1860-Truppe trat erstmal in den neuen Uhlsport-Trikots an, und zwar in den dunklen Auswärtsdressen (noch ohne Werbepartner). Die Rapidler liefen wie immer in grün-weiß gestreift auf.
Das Spiel selbst blieb ohne erwähnenswerte Höhepunkte. Beide Teams taten sich mit dem Gegner schwer, wenigstens blieb der TSV 1860 ohne Gegentor, wie Sportchef Florian Hinterberger nachher als positive Erkenntnis anmerkte.
Die rund 300 Löwenfans und die vielen Rapid-Fans unter den knapp 2.000 Zuschauern hatten kein Problem miteinander. Der zahlreich mitgereiste “Rapid-Klubservice” (also der Ordnungsdienst) hatte einen ruhigen Abend. Lediglich zwei auf den Rasen geworfene Rauchbomben aus dem Rapid-Sektor sorgten für Aufsehen.
Nach dem Spiel fotografierte ich noch 1860-Fan-Urgestein Roman Wöll mit seinem neuen Lieblingsspieler Djordje Rakic. Für den Serben hatte Wöll im Trainingslager extra ein Transparent mit der Aufschrift “Rakic muss bleiben” angefertigt, das er an der Fassade des Fan-Hotels in Maria Taferl befestigte.
Wir fuhren gegen 21:20 Uhr wieder vom Fußballplatz in Bad Wimsbach los und kamen gegen 0:30 Uhr in München am Sechzgerstadion an. Ein netter Saisonauftakt, eine gelungene Busfahrt. So kann es weitergehen. Nur Tore der Löwen fehlten.








