Archiv für die Kategorie „Dahoam“

1:0 – Aktion XXXXX-Tausend zum 100. Stadiongeburtstag ein voller Erfolg

Montag, 30. Mai 2011

Im Jahr 2006 begannen Löwenfans, die enttäuscht waren, dass der TSV 1860 aus ihrer Sicht nicht genügend um den Erhalt des Sechzgerstadions kämpft, mit der Bewerbung eines Heimspiels der 1860-Amateure, um aus diesem Anlass das Stadion wenigstens einmal in der Saison zu füllen.

Es handelte sich um das Spiel der U23 am 18. Mai 2007 gegen den SV Wehen, der damals kurz vor dem Aufstieg in die 2. Liga stand und sich darin auch zwei Jahre halten konnte. Die Aktion wurde “X-Tausend” genannt, weil man eben Tausende Löwenfans ins Stadion bringen wollte, aber vorher nicht wusste, wie viele es werden. Es wurden 7.000 Zuschauer! Das Spiel endete übrigens 2:2 an einem stimmungsvollen Freitagabend im Frühling.

Vier Jahre später ging die Aktion in die 5. Auflage und deshalb wurde einfach das fünfte X auf den Namen draufgeschlagen: XXXXX-Tausend. Gegner der Löwen-U23 waren diesmal die Amateure der Spielvereinigung Greuther Fürth.

Die Cosa Nostra hatte sich wieder eine wunderschöne Choreografie ausgedacht: Unten am Zaun vor der Stehhalle wurde das große Spruchband “Sechzgerstadion” mit den Jahreszahlen 1911 und 2011 ausgebreitet, dazwischen ein gemalter Lorbeerkranz mit den Worten “100 Jahre.

In der Stehhalle selbst gab es 4000 blaue und silberfarbene Fahnderl, um deren Genehmigung es am Freitag noch ein Hick-Hack gegeben hatte, weil unser Stadion Manager anzweifelte, dass die Dinger brandschutztauglich sind. Ein Test bei der Feuerwehr ergab, dass dies aber doch der Fall war.

Darunter hoben acht Löwenfans zwei übergroße Doppelhalter hoch, auf denen vier Zustände des Sechzgerstadions in seiner 100-jährigen Geschichte abgebildet waren. Bewundernswert, mit welcher Präzision junge Menschen heutzutage Bilder abmalen, denn die Bilder sahen zwar aus wie gedruckt, aus nächster Nähe sieht man jedoch, wie liebevoll und detailgetreu der Stoff bemalt ist.

Vor dem Spiel gab es bereits um 12 Uhr ein Vorspiel der 1860-Traditionsmannschaft gegen die AH des MTV 1879 München, gegen den es am 23. April 1911 das erste Spiel im Sechzgerstadion gegeben hatte. Damals endete es 4:0, diesmal 2:0 für die Löwen. Ab 13 Uhr gab es ein Tauziehen zwischen 16 Teams aus Löwenfans. Hier zu sehen die Königslöwen aus dem Ebersberger Landkreis, die sich mit voller Kraft ins Zeug legten. Am Schluss gewann witzigerweise eine Frauen-Truppe aus Monheim bei Ingosltadt.

Um 14 Uhr wurde das letzte Regionalliga-Spiel der Saison angepfifffen. Sechzig siegte durch einen Foulelfmeter in der 78. Minute, den Gökhan Gümüssu verwandelte, mit 1:0. Anschließend gingen die Feierlichkeiten im Sechzger-stadion weiter und ich konnte nach einer anstrengenden Woche endlich entspannen, weil die Saison nun endgültig vorbei ist und ich endlich (zum ersten Mal  nach 5 Jahren wieder) in Urlaub gehen kann.

2:0-Sieg im A-Jugend-Derby – Daniel Jais Superstar

Montag, 30. Mai 2011

Am 16. März 2011 gelang den kleinen Löwen an einem Mittwochabend im ersten von zwei Begegnungen mit der A-Jugend des FC Bayern ein 1:0-Sieg. Torschütze: Daniel Jais. Damals durften die Löwenfans ausschließlich in der Westkurve stehen, weil es das “Auswärtsspiel” war.

Am Sonntag, 22. Mai kam es zum Rückspiel, in dem der TSV 1860 Heimrecht hatte.  Die Bayern-Fans wurden vor dem Spiel gesammelt in den Gästeblock Q des Sechzgerstadions gebracht, nachdem es vor dem Spiel gegen Mittag um 12 Uhr vor dem Wienerwald zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen 1860- und Gästefans kam.

Schon nach 6 Minuten gelang Daniel Jais, dem Mann des Tages aus dem Hinspiel, erneut das 1:0 gegen die U19 des FCB: Nach einem weiten Ball von Daniel Hofstetter in den Strafraum der Gäste überköpfte Daniel Jais aus neun Metern den aus seinem Tor eilenden Bayern-Keeper Leopold Zingerle.

Die Löwenfans in der Stehhalle jubilierten, der Bayern-Block in der Ostkurve gab sich jedoch noch nicht geschlagen und feuerte sein Team weiter an, auch der Trompeter war wie so oft dabei. “Wo wart Ihr im Candidplatz?” schallte es einmal aus Block Q, daraus könnte man schließen, es hätte eine Verabredung zur Schlägerei vor dem Spiel gegeben haben.

In der 2. Halbzeit hatten beide Teams Chancen, bis in der 75. Minute die Entscheidung fiel: Der eingewechselte Sebastian Maier hatte auf Korbinian Vollmann gepasst, der überlupfte von der Mittellinie aus mit einem gefühlvollen Heber den Bayern-Spieler Grill. Daniel Jais war in dessen Rücken gestartet, überlief ihn und schoss über den herausstürzenden Zingerle von der Strafraumgrenze zum 2:0 ein.

In der Schlussphase passierte nicht mehr viel. Die Löwen brachten den Erfolg sicher über die Zeit, und feierten mit den Fans auf dem Zaun vor der Stehhalle. Die A-Jugend der Löwen qualifizierte sich mit diesem 2:0-Sieg über den Lokalrivalen als Zweiter der A-Junioren-Bundesliga Süd für die Endrunde um die Deutsche A-Juniorenmeisterschaft 2011.

Am Mittwoch, 8. Juni (19 Uhr) müssen die Löwen beim 1. FC Kaiserslautern auf dem Betzenberg antreten. Das Rückspiel findet am Sonntag, 12. Juni (13 Uhr) im Sechzgerstadion statt. Falls die U19 der Löwen das Halbfinale gewinnt, müsste sie im Finale am 19. Juni entweder beim VfL Wolfsburg oder in Leverkusen antreten.

Nach dem Spiel wurden die Bayern-Fans von der Polizei an den Löwenfans vorbeigeschleust. Wohin, entzieht sich meiner Kenntnis. Auf jeden Fall ist sehr fragwürdig, warum es vor dem Spiel zwar 91 Gewahrsamnahmen gab, aber ausschließlich Löwenfans festgenommen wurden.

Wenigstens ist es eine Genugtuung, zu wissen, dass die A-Jugend der Blauen beide Saisonspiele gegen die Roten gewonnen hat. In Zeiten, in denen Löwenfans nicht so viel zu lachen haben, ein wunderschönes Ergebnis dieses Frühlingssonntags.

1:1 gegen Ingolstadt – Löwenfans stürmen den Megastore

Montag, 9. Mai 2011

Vorletzter Spieltag einer Saison, die wieder mal im Sande verlief.

Im Hinspiel reisten die Löwen mit dem Rückenwind des 1:0-Sieges gegen Hertha BSC an den Rand der stillgelegten Öl-Raffinerie nach Ingolstadt, doch durch das 1:1 (Ausgleich erst in der letzten Minute durch Alexander Ludwig nach 0:1-Rückstand) gerieten die Löwen wieder in eine der Negativphasen, die heuer eine bessere Platzierung dank größerer Punkteausbeute verhinderte.

Auch in der Rückrunde hatten die Löwen einen 2:1-Sieg gegen die Berliner im Gepäck, doch der Aufstieg war schon vorher längst ad acta gelegt. 28.100 Zuschauer kamen nach Fröttmaning, so viele wie schon lange nicht mehr.

Vor dem Spiel machte erstmal die Nachricht die Runde, dass es im “Megastore” des TSV 1860, dem großen Fanartikelgeschäft hinter der Nordkurve, massives Gedränge gibt. Grund: Der 1860-Megastore muss nach dieser Saison seine Pforten schließen, Geschäftsführer Roland Kneißl hatte einen Räumungsverkauf mit 50% Rabatt auf alle Artikel angekündigt.

Gemeinsam mit meinen Tagesgästen, dem Vorsänger der Ostkurve des SC Riessersee, Christoph K. and Friends, begab ich mich ausnahmsweise zum Spiel in den Block 132, weil dort noch ein paar Plätze in der Sonne frei waren.

Dort erlebten wir die 1:0-Führung des TSV 1860 mit: Nach Foul an Benny Lauth gab es in der 31. Minute einen Freistoß, den Daniel Halfar aus 24 Metern Entfernung über die Mauer rechts unten ins Eck zirkelte.

Leider ließen die Löwen in der 2. Halbzeit nach. Und so kam der “Traditionsverein” FC Ingolstadt 04 (Gründungsjahr nicht 1904, sondern 2004…) in der 61. Minute zum Ausgleich. Ich habe es in der Arena nicht richtig gesehen, weil ich abgelenkt wurde, deshalb zitiere ich die 1860-Homepage:

“Der eingewechselte Buddle hatte am rechten Strafraumeck Stefan Buck ausgespielt, setzte aus 15 Metern zum Schuss mit links an, rutschte dabei weg, schoss sich selbst an, wodurch sich das Leder in einer kuriosen Flugkurve über Tschauner hinweg ins linke Eck zum 1:1 senkte.”

Nach dem Spiel wurde Philipp Tschauner, der diesmal ausnahmsweise statt Gabor Kiraly ran durfte, von der Nordkurve gefeiert. Wie er am Freitag auf der Pressekonferenz vor dem Spiel andeutete, könne er sich vorstellen, trotz Kiralys Weiterverpflichtung nun doch auch bei den Löwen zu bleiben. Das wäre schön, denn Tschauner, der 2006 zum TSV 1860 kam, ist mittlerweile schon der dienstälteste 1860-Spieler, der am längsten in Folge Vertrag hat.

Im Fanraum hatten wir nach dem Spiel zwar kein Bier und kein Wasser mehr, weil die durstigen Löwenfans schon vor dem Spiel alles weggetrunken haben, trotzdem konnten wir uns mit ein paar kühlen Getränken aus dem Hacker-Pschorr-Fantreff entspannen.

Ich fuhr anschließend mit den Garmischern sowie meinen Freunden Mario, Robert und Brigitte noch zum Chinesischen Turm, wo wir den Spieltag ausklingen ließen. Für mich stehen noch vier Spiele in dieser Saison auf dem Programm:

Freitag, 13. Mai, 18:60 Uhr:
TSV 1860-Amateure - Hessen Kassel.
Sonntag, 15. Mai, 13:30 Uhr:
TuS Paderborn-TSV 1860 Profis.
Samstag, 21. Mai, 14 Uhr:
Karlsruher SC II-TSV 1860-Amateure.
Samstag, 28. Mai, 14 Uhr:
TSV 1860-Amateure – Greuther Fürth II (XXXXX-Tausend)


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