Archiv für die Kategorie „Eishockey“

Doppelpack in Garmisch – und zweimal Hacker-Pschorr auf dem Trikot

Montag, 11. August 2008

garmisch-aubing-1.JPGAm Samstag, 9. August fuhr ich mit meinem Spezl Oliver Rabuser, der u.a. für “Tölzer Kurier” und “Garmisch-Partenkirchner Tagblatt” schreibt, zu einem Doppelpack mit landschaftlich ganz besonderem Reiz ins schöne Werdenfelser Land: Um 17 Uhr wurde dort im Stadion am Gröben das Fußballspiel der Bezirksliga Süd, 1. FC Garmisch-Partenkirchen gegen den SV Aubing aus München angepfiffen.

Während sich zum Spielbeginn noch dicke Wolken über Alp-und Zugspitze befanden, hatte man gegen Spielende einen wunderbaren Blick auf die Bergkette des Wetterstein-Massivs. Das Garmischer Stadion besticht jedoch nicht nur durch seine schöne Aussicht auf die Garmischer „Skyline“, sondern auch durch die holzvertäfelte Haupttribüne und den leckeren „FC-Burger“…

hacker-werbung-gap-trikot.jpgDie junge Mannschaft des FC Garmisch schaffte glücklicherweise auch den ersten Saisonsieg (2:1) und da Experten mir mitteilten, dass sich wegen den vielen jungen Spielern eine gewisse Aufbruchstimmung beim FC GAP breit macht, komme ich gerne in dieser Saison mal wieder.

Am besten auch dann in Verbindung mit einem Spiel des SC Riessersee. So wie am Samstag, als wir kurz nach Spielende schnell ins Olympia-Eisstadion rüberdüsten, um rechtzeitig zum Anpfiff beim ersten Eishockey-Testspiel der neuen Saison dabei zu sein. SC Riessersee gegen Tölzer Löwen. Die Mutter aller Derbys. Sogar in der Vorbereitung ist dieses Nachbarschaftsderby heiß umkämpft und sorgt für Schlagzeilen. Letztes Jahr schlitterte der SCR mit einem 2:9 in ein Debakel, eine solche Demontage sollte diesmal vermieden werden.

scr-ect-090808-hochkant.JPGFast 2000 Zuschauer wollten sich den Klassiker nicht entgehen lassen. Sie bekamen zwar nur eine Mischung aus Sommer-Eishockey und engagiertem Spiel beider Mannschaften geboten, doch wichtig war allen Anwesenden vor allem, dass die eishockeylose Zeit endlich wieder zu Ende gegangen ist. Am Ende hieß es 3:4, der SCR spielte ab der 30. Minute mit dem zweiten Torhüter Florian Hechenrieder, beim ECT fehlten die Stars Dubé und Zeller sowie der neue Torwart Silverthorn. Der SCR musste zwar nur auf Neuzugang Alan Reader verzichten, aber wie gesagt: Überbewerten sollte man das erste Testspiel nie. Letzte Saison schaffte der SCR (als Aufsteiger) nach dem 2:9-Debakel gegen Tölz überraschend den 5. Platz in der 2. Liga, und scheiterte nur um Haaresbreite gegen Schwenningen am Einzug ins Halbfinale um den Aufstieg in die DEL.

scr-bierzelt-2.JPGIn dieser Saison wird es nicht nur beim Testspiel zwishen Riessersee und Tölz bleiben. Und deshalb kündigte SCR-Geschäftsführer Ralph Bader auf der traditionellen Spielervorstellung nach dem Spiel an, dass Riessersee sich mit einem Sieg beim ersten Liga-Vergleich am 19. September in Bad Tölz revanchieren wolle.

“Gehma Fuaßboll schaung” – dort, wo die Schispringer zuhause sind

Freitag, 20. Juni 2008

berg-isel-2.JPGNur drei Spiele lang war Innsbruck Austragungsort der Fußball-Europameisterschaft 2008. Dafür wurde das „Tivoli neu“ sogar extra von 15.000 Zuschauern Fassungsvermögen auf 30.000 Zuschauer ausgebaut. Dadurch hat die modernste Arena in den Bergen endlich Atmosphäre gewonnen. Man darf eigentlich niemandem sagen, dass der Innsbrucker Stadtrat beschloss, das Stadion nach der EM auf 15.000 Fassungsvermögen zurückzubauen….

Aber zurück zu den Spielen in Innsbruck: Nachdem Spanien die Russen 4:1 schlug und gegen die Schweden in letzter Sekunde noch den Sieg sicherstellte, kam es am vergangenen Mittwoch in Innsbruck zum Endspiel um Platz 2 in der Gruppe D: Schweden gegen Russland.

Wir reisten mit dem Zug über Garmisch-Partenkirchen an und waren ab 12 Uhr mittags in der Tiroler Landeshauptstadt. Wesentlich besseres Wetter als an München zeichnete sich an diesem Tag schon auf der Fahrt durchs Oberland ab, im Inntal war es dann endgültig sommerlich warm und trocken. Zehntausende gelb gekleidete Schweden und sonstige Unterstützer der „Tre Kronors“ bevölkerten die Innenstadt und feierten Karneval.

Unter 300 Euro wurde uns jedoch kein einziges Ticket angeboten und so war schon während des Tages klar, dass wir das Spiel in einem der Public Viewing-Bereiche anschauen wollten.

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Drei Spieler des SC Riessersee waren ebenfalls zugegen: Rob Brown, Matthias „Wiki“ Wikström und Butzi Mayr. Während Wiki (der aus Skelleftea, rund 1000 Kilometer nördlich von Stockholm, kommt) ein blaues Schweden-Trikot trug, hatte Trikotsammler Butzi Mayr sein gelbes Schweden-Dress aus dem Schrank geholt. Welches Eishockey-Trikot Butzi Mayr nächste Saison trägt, ist noch nicht ganz klar, beim SC Riessersee scheint man auf die Dienste des Publikumslieblings keinen Wert mehr zu legen.

berg-isel-leinwand-1.JPGGemeinsam mit meinem Freund Sese Baier begab ich mich dann gegen 19 Uhr auf den Fußmarsch zum Berg Isel, weil bekannt war, dass dort oben im Schisprungstadion eine große Leinwand aufgebaut ist. Oben angekommen war auch dieses Stadion schon mit 95% Schweden gefüllt, es herrschte eine frohe, erwartungsvolle Stimmung, wie sie im Tivoli drunten im Tal nicht besser hätte sein können. Imposant ist am Berg Isel vor allem der Blick auf den Spungturm und den Landehügel. Wenn man sich überlegt, wie wagemutig sich die Herren der Lüfte dort jedes Jahr am 3. oder 4. Januar hinunterstürzen….

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Leider wurden die zahlreichen Schweden und Schwedinnen von ihren Stars enttäuscht, die Russen waren über 90 Minuten die gefährlichere Mannschaft und so ging mit dem 0:2 die schwedische Österreich-Tour zu Ende. Zu Fuß begaben wir uns auf den Weg zum Innsbrucker Bahnhof, um 23:37 Uhr fuhr der letzte Zug nach München, das wir um Viertel nach 2 Uhr nachts erreichten.

Landshut siegt in der Verlängerung – Spiel 5 muss über Aufstieg entscheiden

Mittwoch, 23. April 2008

EV Landshut gegen KasselViel Eishockey-Prominenz (unter ihnen Erich Kühnhackl, Straubing-Manager Jürgen Pfundtner, EHC München-Manager Christian Winkler, Ingolstadts neuer Manager Tobias Abstreiter, SC Riessersee-Spieler Matthias Wikström und EHC München-Torwart Joey Vollmer) sowie knapp 4.000 Zuschauer hatten sich am Dienstagabend in Landshut eingefunden, um das letzte Heimspiel der Cannibals in dieser Saison mitzuerleben.

Im ersten Drittel sah es eher danach aus, dass Kassel an diesem Abend den Aufstieg in die DEL perfekt machen würde. 2:1 hieß es für die Nordhessen nach 20 Minuten. Siegtorjubel bei LandshutDie EVL-Fans auf der Tribüne schienen nach den beiden Cannibals-Pleiten (0:6 und 0:5) und dem erneuten Rückstand schon zu resignieren.Im zweiten Drittel drehten die Niederbayern aber das Spiel. Gäste-Torwart Boris Rousson (Torwart der Meistermannschaft der München Barons im Jahr 2000) half dabei kräftig mit. Einmal ließ er die Scheibe nach vorne prallen und Absteiter konnte den Nachschuss verwerten, ein anderes mal traf Hundhammer durch Roussons Beine ins Netz.
Im letzten Drittel kam dann aber noch einmal Spannung auf: Zunächst gelang den Huskies der Ausgleich durch Boisvert, dann bekam Landshut kurz vor Ende der regulären Spielzeit einen Penalty zugesprochen. Dominik Hammer hatte jedoch keine Nerven aus Stahl und vergab die große Siegchance. Normalerweise rächt sich solches Schusspech bitter, nicht so an diesem Abend:

Kasseler ziehen abDem überragenden Mann des Abends, Peter Abstreiter, blieb es vorbehalten, den Puck zum 5:4-Siegtreffer in der 63. Minute im gegnerischen Netz unterzubringen. Die Landshuter Spieler fielen übereinander her, als hätten sie soeben den Aufstieg perfekt gemacht. Die Spieler der Kassel Huskies schlichen mit hängenden Köpfen in die Kabine. Nun müssen sie nochmal ran:

Am Freitag (19.30 Uhr) kommt es in Kassel zum entscheidenden 5. Spiel der Finalserie. Beide Mannschaften haben die Möglichkeit, den Aufstieg zu schaffen. Im Notfall wird das Spiel solange verlängert, bis ein Tor gefallen ist. Wie man in der DEL neulich gesehen hat, können Spiele dann auch mal fast 7 Stunden dauern.


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