0:2 in Karlsruhe - die Saison ist gelaufen

18. Februar 2010

Am Aschermittwoch, 17. Februar mussten wir zum Nachholspiel beim Karlsruher SC im Wildparkstadion antreten. Anstoßzeit 18:30 Uhr.

busankunft-karlsruhe.JPGDa ein Löwenfan vorgeschlagen hatte, dass der TSV 1860 günstige Busse anbieten solle, weil die Fans ja nach der Absage des Spiels am Sonntag, 31. Januar ein zwetes Mal anreisen mussten, kam ein kostenloser Bus der Reisekutsche zustande, den die Spieler des TSV 1860 aus der Mannschaftskasse bezahlten. Flo Waitz aus der 1860-Marketingabteilung hatte den Bus organisiert und stellte sich auch als Reiseleiter zur Verfügung.

lowenblock-hochkant-1.jpgWir kamen zwei Stunden vor dem Anpfiff am Stadion an. Rund 800 Löwenfans hatten sich zur 2. Auflage des Spiels in Karlsruhe eingefunden, und damit natürlich wesentlich weniger als zur kurzfristig abgesagten 1. Ansetzung der Partie am 31. Januar, als rund 2500 Löwenfans den TSV 1860 in Karlsruhe angefeuert hätten.

Ewald Lienen hatte die siegreiche Mannschaft von Fürth auf drei Positionen geändert: Djordje Rakic statt Benny Lauth, Eke Uzoma statt Alexander Ludwig und Charilaos Pappas statt Sandro Kaiser standen in der Startelf. Rakic hatte in der 15. und 17. Minute zwei gute Chancen, das 1:0 für Sechzig zu erzielen, scheiterte aber.

In der 2. Halbzeit schossen die Karlsruher das 2:0 durch Aleksandar Iashvili, dabei konnte Mathieu Béda das Leder nur noch ins eigene Netz abfälschen, das Tor wird aber nicht als Eigentor gewertet. Bezeichnend jedoch, dass Mathieu Béda beim wütenden Nachschuss von Jose Holebas in Deckung gehen musste.

philipp-rappstefan-fietzek-karlsruhe-170210.jpgNach dem Spiel mussten einige Löwenfans (u.a. Philipp Rapp, auf dem Foto links neben Stefan Fietzek aus Heidelberg) sich sputen, um per Trambahn den Zug nach München um 21 Uhr zu erreichen. Wir hatten es ganz bequem und konnten sogar innerhalb der Gästeblock-umzäunung in unseren Bus einsteigen und so gings um 20:45 Uhr wieder los in Richtung Heimat.

Nach einem Fahrerwechsel und dem Besuch eines amerikanischen Schnellrestaurants kamen wir um Punkt 1 Uhr wieder am 1860-Trainingsgelände an. Dort waren kurz vor unserem Eintreffen auch die Spieler angekommen, sodass es rund um die Einfahrt zum Trainingsgelände zuging wie nachmittags um 3 in der Fußgängerzone.

lowenblock-4.jpgSechzig steht jetzt mit 12 Punkten Rückstand auf Platz 3 und 11 Punkten Vorsprung auf Platz 16 genau im Niemandsland der Tabelle, die Saison ist gelaufen. Am Samstag, 20. Februar gehts schon wieder mit dem nächsten Spiel weiter: Um 13 Uhr ist Anpfiff in der Fröttmaninger Arena. Unser Gegner: Alemannia Aachen.

2:1 in Fürth – Sascha Rösler trifft in der ersten und letzten Minute

15. Februar 2010

choreo-2.jpg150 Jahre TSV 1860 - mit dieser Choreografie eröffneten die Löwenfans im Fürther Playmobilstadion das 12. Spiel zwischen beiden Teams seit 2004. Nur einmal hatten die Sechzger in Fürth gewinnen können - am vorletzten Spieltag der Saison 2004/2005, also seit fast fünf Jahren nicht mehr.

Leider mischte sich unter die vielen Plastikfähnchen und Folienbahnen im Gäste-Stehplatzblock auch eine Rauchbombe. Das konnten wir gestern nun überhaupt nicht gebrauchen, nachdem wir seit dem Ahlen-Spiel unter besonderer Beobachtung des DFB stehen. Sehr ärgerlich, wie einzelne Löwenfans dann leider durch solche hirnlosen Aktionen immer wieder ihre Dummheit unter Beweis stellen.

fahnen.jpgNach 40 Sekunden gab es dann aber sogar Grund zum Jubel. Sascha Rösler hatte nach Flanke von Antonio Rukavina aus zwölf Metern kurz über der Grasnarbe volley abgezogen. Sein abgefälschter Schuss schlug neben dem Fürther Ersatzkeeper zur 1:0-Führung für die Löwen in die Maschen ein.

In der 1. Halbzeit hatte ich dann wegen der Rauchbombe einige Telefonate zu führen und SMS zu schreiben, sodass ich vom Spiel nicht mehr viel sehen konnte. In der 2. Halbzeit machte Fürth irgendwann um Minute 68 herum den 1:1-Ausgleich und man dachte, jetzt geht es, wie so oft bei den Löwen, dahin und wir verlieren.

lowenblock-mit-1-2-anzeigetafel.jpgDoch Sechzig übernahm wieder das Kommando auf dem Platz und kam in der 89. Minute zum verdienten 2:1-Siegtreffer: Sascha Rösler brauchte nach schöner Vorarbeit von Mlapa und Aigner aus ungefähr zehn Metern nur noch einzuschieben. De Jubel bei den Löwenspielern-und -fans war groß: Torwart Gabor Kiraly kam sogar über das ganze Spielfeld angelaufen, um den zweifachen Torschützen Sascha Rösler (32) mitzufeiern.

Nach dem Spiel konnte man nochmal alle wichtigen Szenen auf der Anzeigetafel ansehen, auch die beiden schönen Tore von Rösler wurden nochmal gezeigt. Die Shuttlebusse vom Stadion zum Fürther Hauptbahnhof ließen zwar auf sich warten, doch dann kamen gleich drei hintereinander. Am Bahnhof angekommen hatten wir dann noch eine Stunde Zeit bis zur Abfahrt des Entlastungszuges, den die bayrische Bahnpolizei für Löwenfans zur Verfügung stellte.

axel-spielplakat-furth-140210.jpgAm Bahnhofsvorplatz überreichten mir befreundete Löwenfans das Spielplakat, das ein sehr ungewöhnliches Motiv zeigte und das ich nunmehr natürlich nächsten Samstag, 20.02. beim Spiele gegen Alemannia Aachen (Anpfiff 13 Uhr) im Fanraum der Arena aufhängen werde…

Zwischendrin liegt allerdings noch die Auswärtsfahrt zum Karlsruher SC am Aschermittwoch, 17.02. (Anpfiff 18:30 Uhr), zu dem ich mit einem von der 1860-Marketingabteilung für 60 Löwenfans organisierten Bus fahren werde.

0:1 gegen Ahlen - es ist nur noch zum Kotzen

9. Februar 2010

Einen “Kotzbrockenverein” nannte 1860-Geschäftsführer Manfred Stoffers den diesmaligen Löwengegner “Rot-Weiß Ahlen” im Vorwort der Löwen-News.

Leider behielt er Recht, denn der Tabellenletzte zeigte sich in Fröttmaning von seiner hassenswertesten Seite - in Gestalt von Torwart Sascha Kirschstein. Dieser provozierte die Löwenfans in der Nordkurve in einer Tour - und simulierte, von einem Feuerzeug am Kopf getroffen worden zu sein, noch bevor dieses Ereignis überhaupt eintrat.

Ich frage mich, wozu diese Welt Clubs wie RW Ahlen bracht, die mit noch nicht einmal 20 Fans zu einem Auswärtsspiel anrücken. Vereine, die keine Tradition haben und auch in ihrem nächsten Umfeld gehasst werden.  Vereine, die dann auch immer wieder den Klassenerhalt schaffen und die 2. Liga unattraktiv machen.

kirschstein-gg-lauth.jpgGottseidank haben wir bei 1860 mit Stefan Schneider einen couragierten Stadionsprecher, der den gegnerischen Herrschaften auf dem Rasen auch mal die Grenzen aufzeigt. “Liebe Löwenfans, lasst Euch vom Ahlener Torwart nicht provozieren” sagte Schneider übers Stadionmikro. Wahre Worte. Wenn man das nicht mehr sagen darf, gleichzeitig aber die Provokationen des Ahlener Torhüters ungestraft beim Schiri durchgehen, dann verstehe ich die Welt nicht mehr.

Bitter zu sehen, dass in ersten Kommentaren zu diesem Spiel im Internet und bei DSF unser Stadionsprecher Stefan Schneider und Geschäftsführer Manfred Stoffers als Buhmänner der Niederlage und der Feuerzeugwürfe durch Löwenfans hingestellt werden.

4k.jpgMan sollte sich mal überlegen, wie sehr das Verhalten eines Schiedsrichters (der alles gegen uns pfiff) wie am Montagabend und die ständigen Provokationen des Ahlener Torwarts die Reaktionen heraufbeschworen, als nach dem Schlusspfiff zwei Löwenfans den Rasen stürmten und versuchten, den Schiedsrichter zu schlagen.

“Fußballmafia DFB” sangen und schrieen die Löwenfans in den 80er-Jahren, als der DFB den Löwen wegen 8 Millionen DM Schulden die Lizenz entzogen hatte. Man wird das Gefühl nicht los, als hätte sich beim DFB seitdem nichts verändert.


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