1:3 in Paderborn – der Tiefpunkt der Saison?

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tribunen-in-paderborn.jpgEin völlig belangloses Auswärtsspiel zu einem Zeitpunkt, an dem die wenigsten Löwenfans Zeit und Lust haben, quer durch Deutschland anzureisen. Freitag, 18 Uhr in der Paragon-Arena in Paderborn. Es gibt weißgott spannendere Termine im Fußballjahr.

elfmeter-fur-paderborn.jpgBereits einmal hatten die Löwen in der neuen Paderborner Arena antreten „dürfen“ – und im August 2009 dort im Pokal 1:0 gewonnen, dank eines Tores von Radi Felhi. Doch wo war Felhi diesmal? Dass Mate Ghvinanidze verletzt ist, wusste man, aber dass neben Mathieu Béda diesmal zum ersten Mal seit langer Zeit wieder Torben Hoffmann in der Innenverteidigung ran durfte, das war für alle Löwenfans dann doch eine große Überraschung. Den Fehler vor dem 1:0 für Paderborn machte dann zwar Béda, aber für die Fans um mich herum im Löwenblock war viel augenscheinlicher, wie langsam Torben Hoffmann übers Feld trabte, seine Zeit scheint endgültig abgelaufen zu sein.

daniela-haas-paderborn.jpgAuch der von Miki Stevic so hochgelobte Antonio Rukavina, der als einziger Löwe Hoffnungen haben kann, bei der WM in Südafrika spielen zu dürfen, war am Freitagabend schlecht, sodass ein User des Löwenforums aus Markt Schwaben ätzte: „Ich fahr den Rukavina eigenhändig in sein scheiß Serbien zurück.”

Als kurz nach der Halbzeit das 2:0 für Paderborn fiel, wurde die Zuschauerzahl bekanntgegeben: Siebentausendeinund-achtzig, in Zahlen 7081. Ich überlegte kurz, ob es sich um eine Primzahl handelt, was soll man sich sonst für Gedanken machen, wenn es bei den Löwen um nix mehr geht und alles frustrierend ist? Löwenfan-Urgestein Fritz Fehling schimpfte zwar in einer Tour über Gabor Kiraly, doch der Ungar war der einzige Löwe, der an diesem Tag Normalform zeigte.

fritz-fehling-paderborn.jpgErneut muss ich einen Mitschreiber aus dem Löwenforum zitieren, der sagte: „Holebas, Rukavina, Kaiser ohne Worte! Wie schlecht muss erst ein Felhi sein, damit es gerechtfertigt ist, ihn nicht aufzustellen? So hat man große Probleme in der Dritten Liga zu bestehen.“Nach dem 3:0 für Paderborn fiel irgendwann das Anschlusstor durch Stefan Aigner, ebenfalls einer der wenigen Löwen, dem Fans immer wieder Kampfgeist attestierten. Kurz vor dem Abpfiff holte sich Alexander Ludwig noch die 5. Gelbe Karte ab, sodass er nächsten Sonntag gegen seinen Ex-Club FC Sankt Pauli gesperrt ist. Zitat aus dem Löwenforum: „Den Ludwig würde ich nie mehr spielen lassen. Wer mit Absicht eine 5. gelbe Karte produziert um gegen seinen Lieblingsclub nicht spielen zu müssen, hat bei uns wirklich nichts verloren. War doch offensichtlich, dass diese Karte in der 90. Minute gewollt war.“

frank-peuker-paderborn.jpgIch holte mir nach dem Spiel noch kurz eine Portion Pommes am Bratwurststand und traf dabei Frank Peuker, einen Löwen-Spieler aus besseren Zeiten (1990-91). Nach seiner Karriere als Spieler beim TSV 1860 blieb er treuer Fan der Münchner Löwen und taucht hin und wieder bei Auswärtsspielen auf, obwohl er nebenbei auch den Bezirksligisten TSV Jetzendorf trainiert. Ich machte mich anschließend mit meinem Fahrer Andi Hilbig auf den Heimweg. Gegen  2 Uhr nachts kamen wir wieder in München-Giesing an. Zu zweit in einem Auto bin selten auswärts gefahren. Die Zahl 7081 ist übrigens eine “Pseudoprimzahl auf Basis 9″. Was immer das heißen mag. Einer meiner Leser wies mich inzwischen darauf hin, dass 97 mal 73 genau 7.081 ergibt. Pseudoprimzahl könnte also eine Zahl sein, die nur sehr hohe kleinste Teiler hat….