2:1-Sieg in Düsseldorf – die Löwen auf dem aufsteigenden Ast

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Nach zwei Niederlagen in den ersten drei Spielen und mit einem weiterem Auswärtsspiel vor der Brust war die Stimmung vor dem Auswärtsspiel in Düsseldorf nicht die beste bei den Löwen.

Wegen des in München eröffneten Oktoberfestes hatten wir im Vorverkauf auch weniger als 300 Tickets für das 01_jurgen-fortuna-trikot.jpgSpiel in der Landeshauptstadt von Nordrhein-Westfalen verkauft. Die Münchner Löwenfans wollten lieber auf die Wiesn, als nach Düsseldorf zu fahren.

Ich reiste mit dem ICE um 6:28 Uhr an und kam gegen 12:15 Uhr an der ESPRIT-Arena in Düsseldorf an. In der Straßenbahn traf ich Jürgen, einen Düsseldorfer Fortuna-Fan. Durch das Gespräch kam heraus, dass er der Nachbar eines mir seit 20 Jahren bekannten Löwenfans, der ursprünglich aus Remscheid kommt, ist. So klein ist die Welt.

02_im-lowenblock.jpgIm Löwenblock hatten sich dann insgesamt rund 500 Löwenfans eingefunden. Schnell war zu sehen, dass die Fortuna auf dem Rasen nur noch ein Schatten ihrer selbst, also der Mannschaft vom letzten Jahr, die als Aufsteiger mit 59 Punkten auf Platz 4 landete, ist.

Trotzdem ging Düsseldorf kurz vor der Halbzeit 1:0 in Führung. Torschütze war ausgerechnet der bei 1860 in der Kritik stehende rumänische Löwen-Spieler Florin Lovin. Sein sehenswerter Kopfball ins Kreuzeck beflügelte natürlich die Phantasie der Fans, die von “gekauftem Tor” und “Wettmafia” sprachen.

03_spielszene-2.jpgKurz nach der Halbzeit kam dann überraschend die Wende im Spiel: Innerhalb von vier Minuten drehte 1860 das Spiel von 0:1 auf 2:1. Zuerst war es Djrodje Rakic, der nach Bierofka-Freistoß im 5-Meter-Raum unbedrängt per Kopf zum Ausgleich einnetzte, dann kam, erneut nach Bierofka-Hereingabe, Stefan Buck an den Ball und überwand den Keeper der Fortuna.

04_die-welle.jpgBei diesem Resultat blieb es dann auch. Gabor Kiraly musste kurz vor dem Abpfiff noch waghalsig vor dem eingewechselten Ungarn Sandor Torghelle klären, er hielt den Sieg jedoch fest.

Wir gingen zu Fuß zurück zur Straßenbahn, die in Düsseldorf wesentlich näher liegt als die U-Bahn-Haltestelle Fröttmaning an der Allianz Arena. Am Mittwoch müss ma wieder naus nach Fröttmaning, vor die Tore der Stadt. Um 17:30 Uhr ist Anpfiff gegen Aue.