2:4 in Kassel – die Aufstiegsfrage in der Regionalliga Süd ist entschieden

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Nachdem die “kleinen” Löwen einen sehr guten Saisonstart erwischten, war wochenlang klar, dass das Spiel am 6. November beim überlegenen Tabellenführer Hessen Kasssel das Spitzenspiel der Hinrunde werden würde.

01_kassel-haupttribune.jpgNachdem die U23 des TSV 1860 aber zuletzt schwächelte, trafen nur noch der Erste und der Fünfte der Tabelle aufeinander. Der KSV Hessen Kassel, der neulich die Einweihung der neuen Haupttribüne feierte, konnte 4.500 Zuschauer im Auestadion begrüßen.

Ich war in den letzten Jahren, als die 1860-Amateure sehr oft gut aussahen in Kassel und fast immer die Punkte mitnahmen, nie dabei gewesen, verpasste unter anderem den 8:3-Sieg am Ende der Saison 2006/2007 und den 4:3-Sieg anno 2008.02_kassel-1860-ii-061110.jpg

03_fritz-fehling-kassel-1991.jpgDas letzte Mal, als ich Kassel war, gelang den Löwen unter Trainer Karsten Wettberg am 12. Juni 1991 der legendäre 2:0-Sieg durch Tore von Stefan Hamberger und Albert Gröber, durch den der Aufstieg in die 2. Liga nach 9 Jahren Bayernliga erst möglich wurde. 1860-Fan-Ikone Fritz Fehling saß bzw. stand seinerzeit auf der alten Haupttribüne (Foto von Wolfgang Budack), weil er für den Stehplatzbereich keien Karte mehr bekommen hatte, wie er mir am Samstag in Kassel sagte.

Um es vorwegzunehmen: Diesmal waren die Löwen leider nicht so erfolgreich: Nachdem zwar Kushtrim Lushtaku und Bobby Wood der zwischenzeitliche 04_spielszene-kassel.jpgAusgleich zum 1:1 und 2:2 gelang, mussten sich die 1860-Amateure diesmal doch 2:4 geschlagen geben.

Wir bestellten uns und den Gammelticket-Zugfahrern einige Taxis zum Bahnhof Kassel-Wilhelmshöhe, damit wir bequem und ohne Sicherheitsprobleme wieder vom Auestadion wegkommen konnten. Am modernen Kasseler ICE-Bahnhof im Stadtteil Wilhelmshöhe (benannt nach dem gleichnamigen Schloss) gibt es den kleinsten McDonalds Deutschlands, in dem keine Tische und Tabletts vorhanden sind, weil der Bahnhof normalerweise nur als Umstiegsbahnhof dient. Unser ICE zurück ging um 17:23 Uhr, sodass wir mit Verspätung um 20 nach 9 Uhr abends wieder in München ankamen.

Die Aufstiegsfrage in der Regionalliga Süd scheint für mich beantwortet zu sein, nachdem Hessen Kassel jetzt 9 Punkte Vorsprung auf die kleinen Löwen hat (genau diese 9 Punkte verloren die 1860-Amateure in den letzten drei Spielen…) und mit 33 Punkten aus 15 Spielen einsam und alleine an der Tabellenspitze steht. Allerdings wäre Kassel auch ein für die 3. Liga geeigneter Standort, das muss man trotz aller gegenseitigen Unsympathie in Fankreisen ehrlich zugeben.