1:1 gegen Ingolstadt – Löwenfans stürmen den Megastore

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Vorletzter Spieltag einer Saison, die wieder mal im Sande verlief.

Im Hinspiel reisten die Löwen mit dem Rückenwind des 1:0-Sieges gegen Hertha BSC an den Rand der stillgelegten Öl-Raffinerie nach Ingolstadt, doch durch das 1:1 (Ausgleich erst in der letzten Minute durch Alexander Ludwig nach 0:1-Rückstand) gerieten die Löwen wieder in eine der Negativphasen, die heuer eine bessere Platzierung dank größerer Punkteausbeute verhinderte.

Auch in der Rückrunde hatten die Löwen einen 2:1-Sieg gegen die Berliner im Gepäck, doch der Aufstieg war schon vorher längst ad acta gelegt. 28.100 Zuschauer kamen nach Fröttmaning, so viele wie schon lange nicht mehr.

Vor dem Spiel machte erstmal die Nachricht die Runde, dass es im “Megastore” des TSV 1860, dem großen Fanartikelgeschäft hinter der Nordkurve, massives Gedränge gibt. Grund: Der 1860-Megastore muss nach dieser Saison seine Pforten schließen, Geschäftsführer Roland Kneißl hatte einen Räumungsverkauf mit 50% Rabatt auf alle Artikel angekündigt.

Gemeinsam mit meinen Tagesgästen, dem Vorsänger der Ostkurve des SC Riessersee, Christoph K. and Friends, begab ich mich ausnahmsweise zum Spiel in den Block 132, weil dort noch ein paar Plätze in der Sonne frei waren.

Dort erlebten wir die 1:0-Führung des TSV 1860 mit: Nach Foul an Benny Lauth gab es in der 31. Minute einen Freistoß, den Daniel Halfar aus 24 Metern Entfernung über die Mauer rechts unten ins Eck zirkelte.

Leider ließen die Löwen in der 2. Halbzeit nach. Und so kam der “Traditionsverein” FC Ingolstadt 04 (Gründungsjahr nicht 1904, sondern 2004…) in der 61. Minute zum Ausgleich. Ich habe es in der Arena nicht richtig gesehen, weil ich abgelenkt wurde, deshalb zitiere ich die 1860-Homepage:

“Der eingewechselte Buddle hatte am rechten Strafraumeck Stefan Buck ausgespielt, setzte aus 15 Metern zum Schuss mit links an, rutschte dabei weg, schoss sich selbst an, wodurch sich das Leder in einer kuriosen Flugkurve über Tschauner hinweg ins linke Eck zum 1:1 senkte.”

Nach dem Spiel wurde Philipp Tschauner, der diesmal ausnahmsweise statt Gabor Kiraly ran durfte, von der Nordkurve gefeiert. Wie er am Freitag auf der Pressekonferenz vor dem Spiel andeutete, könne er sich vorstellen, trotz Kiralys Weiterverpflichtung nun doch auch bei den Löwen zu bleiben. Das wäre schön, denn Tschauner, der 2006 zum TSV 1860 kam, ist mittlerweile schon der dienstälteste 1860-Spieler, der am längsten in Folge Vertrag hat.

Im Fanraum hatten wir nach dem Spiel zwar kein Bier und kein Wasser mehr, weil die durstigen Löwenfans schon vor dem Spiel alles weggetrunken haben, trotzdem konnten wir uns mit ein paar kühlen Getränken aus dem Hacker-Pschorr-Fantreff entspannen.

Ich fuhr anschließend mit den Garmischern sowie meinen Freunden Mario, Robert und Brigitte noch zum Chinesischen Turm, wo wir den Spieltag ausklingen ließen. Für mich stehen noch vier Spiele in dieser Saison auf dem Programm:

Freitag, 13. Mai, 18:60 Uhr:
TSV 1860-Amateure - Hessen Kassel.
Sonntag, 15. Mai, 13:30 Uhr:
TuS Paderborn-TSV 1860 Profis.
Samstag, 21. Mai, 14 Uhr:
Karlsruher SC II-TSV 1860-Amateure.
Samstag, 28. Mai, 14 Uhr:
TSV 1860-Amateure – Greuther Fürth II (XXXXX-Tausend)