1:3 in Braunschweig – fast nichts Neues bei den Löwen

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Der Deutsche Meister von 1967 gegen den Deutschen Meister von 1966 – Ende der 60er-Jahre war das Spiel Eintracht Braunschweig-TSV 1860 München ein absolutes Schlagerspiel in Deutschland. Im Jahr 2011 ist es nach langer Zeit wenigstens endlich mal wieder eine Zweitliga-Begegnung.

Ausgerechnet beim überlegenen Drittliga-Meister in Niedersachsen mussten die Münchner Löwen an diesem 17. Juli 2011 antreten. Man weiß ja, dass solche Aufsteiger am Beginn der kommenden Saison oft noch mit dem Elan und der Euphorie eines Aufsteigers spielen, bevor sie im Lauf der Spielzeit einbrechen.

Und 1860 musste auch früh das 0:1 hinnehnen: Nach 6 Minuten traf Dennis Kruppke per Kopfstoß aus sechs Metern zum 1:0 ins kurze Eck. Zwar gelang Kevin Volland in der 22. Minute der 1:1-Ausgleich, als er den Ball akrobatisch im Sitzen aus drei Metern über die Linie drückte. Der Jubel im Löwenblock (rund 1.000 Löwenfans) war groß. Doch noch vor der Halbzeitpause erhöhte die Eintracht auf 3:1.

Zum Einen durch einen sehenswerten Weitschuss von Nico Zimmermann fast ins Kreuzeck des Gehäuses von Gabor Kiraly in der 35. Minute. Zum Anderen vertändelte in der 40. Minute Stefan Buck halblinks im Spielaufbau den Ball gegen Dennis Kruppke. Der sprintete sofort los, legte quer auf den mitgelaufenen Dominick Kumbela, der freistehend aus zehn Metern das Leder rechts an Gabor Kiraly vorbei zum 3:1 ins Netz schob.

Das Stadion an der Hamburger Straße war aus dem Häuschen, die Zweitliga-Rückehhr nach 4 Jahren Abstinenz hätte für die Gelb-Blauen besser nicht ausfallen können. Zu allem Überfluss konnte es sich der Aufsteiger auch noch leisten, einen Elfmeter zu verschießen. Das war in der 47. Minute. Ich bekam diesen Elfer gar nicht mit, weil in dieser Zeit im Löwenblock mal wieder Rauch entzündet wurde und sogar ein Böller explodierte.

Nach Spielende wurden wir von den zwei von der Braunschweiger Polizei bereitgestellten Shuttle-Bussen wieder zum Bahnhof gebracht. Meine Zugreisegruppe, bestehend aus 80 Personen, unter ihnen auch MC Teekanne, kam gegen 0:45 Uhr wieder wohlbehalten in München an. Müde und ohne etwas unerwartet Neues erlebt zu haben.

Die einzige Neuigkeit, die von diesem Spiel hängenbleibt, ist, dass die Löwen mit dem Slogan “Münchens Große Liebe” auf der leeren Trikotbrust antraten.