Das Keltendorf Gabreta
Zwischen Ringelai und Grafenau erwartet Sie eine Begegnung mit der Vergangenheit. Hautnah kann man da mit dem Leben unserer keltischen Vorfahren in Berührung kommen und sich auch selbst daran beteiligen
Failte anseo i Gabreta! Das ist keltisch und heißt soviel wie: "Willkommen in Gabreta". Gabreta war dabei der Name des bayerisch-böhmischen Waldgebietes. Man geht davon aus, dass die Kelten bereits im 8. Jahrhundert vor Christus in dieser Gegend ansässig waren. Mit Siedlungen in ganz Europa von Spanien bis Großbritannien und Frankreich bis Tschechien, waren die Kelten über Jahrhunderte eine der bedeutendsten Bevölkerungsgruppen der Welt. Von einem großen, sogar organisierten Keltenstaat kann aber nicht die Rede sein. Das liegt nicht zuletzt daran, dass bei den Kelten nichts aufgeschrieben sondern nur mündlich überliefert und weitergegeben wurde. Lediglich in Sachen Kunst und Kultur sind Parallelen zwischen den Keltenstämmen zu erkennen. Auch die Lebensweise ähnelte sich, das Hauptaugenmerk lag auf Ackerbau und Viehzucht. Oberhaupt war der jeweilige Stammesfürst, für Wissensvermittlung, Medizin und Religion war der Druide zuständig. Wie bei den Kelten üblich, gab der sein Wissen nur mündlich weiter.
Dieses Fehlen schriftlicher Quellen macht die Keltenforschung sehr schwierig und so ist man auch heute noch zu keinem endgültigen Schluss gekommen, wo die Kelten herkamen und vor allem, wohin sie verschwunden sind.
Dorfidylle?
In sechs Häusern kann man sich in Gabreta über das Leben in der damaligen Zeit informieren und teilweise auch selbst aktiv teilnehmen. Ein Haus bauen, Brot backen, weben und töpfern sind da nur einige der Aktivitäten. Auch Arbeit im Freien, wie Aussaat, Ernte und Tierbetreuung werden thematisiert. Neben diesen Aktivitäten werden im Keltendorf Gabreta auch Sonderveranstaltungen wie Sonnwendfeuer oder andere keltische Feste originalgetreu nachgestellt und gefeiert. Führungen und Seminare ergänzen das umfassende Programm.
Bilder: http://www.gabreta.de/
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