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Die Alte Pinakothek in München
Beim Thema "Museen in München" kommt man um einen Begriff nicht herum: Die Pinakotheken, drei Museen, die im sogenannten "Kunstareal" der Stadt München in direkter Nachbarschaft zueinander stehen. Aus dem griechischen übersetzt, heißt Pinakothek "Bilderschachtel", was aber für jede der drei Pinakotheken eine Untertreibung erster Güte wäre. Die Untergliederung der drei Pinakotheken erfolgt durch zeitliche Rahmen: In der 2002 eröffneten Pinakothek der Moderne wird Kunst aus dem 20. und 21. Jahrhundert gezeigt, die Neue Pinakothek von 1853 befasst sich mit dem 19. und frühen 20. Jahrhundert. Will man aber die wirklichen Klassiker, teilweise aus dem 14. Jahrhundert, sehen, muss man in die Alte Pinakothek gehen.
Gemälde aus der Münzanstalt Die Alte Pinakothek selbst ist jünger als die Gemälde, die im Bauwerk von Leo von Klenze zu bewundern sind: 1836 wurde das Gebäude nach 10-jähriger Bauzeit eröffnet. Was darin dann ausgestellt wurde, hatten viele bayerische Herrscher in den Jahrhunderten zuvor mit unterschiedlichsten Methoden nach München gebracht. Viele sind Auftragsarbeiten der Wittelsbacher Herrscherfamilie selbst, einige stammen aus Nachlässen der Künstler selbst, wurden eingekauft oder bei der Säkularisation einfach aus Kirchenbesitz eingezogen. Vor dem Bau der Pinakotheken werden die Werke vor Allem in den herrschaftlichen Schlössern oder speziellen Kunstkammern aufbewahrt. Die erste wirklich organisierte Ausstellung erfolgt im 16. Jahrhundert unter Herzog Albrecht V. aus dessen Kunstkammer später die Münzprägeanstalt der Stadt München wird.
Im Zweiten Weltkrieg werden die Pinakotheken geschlossen und der Bestand ab 1942 außerhalb der Stadt München gelagert. Dadurch sind bei den Gemälden kaum Verluste zu beklagen. Allerdings wird das Gebäude selbst durch mehrere Bombeneinschläge stark beschädigt und kann erst 1957 in leicht veränderter Form wiedereröffnet werden.
Von der Alexanderschlacht bis zum Jüngsten Gericht
Etwa 800 Gemälde werden aus der über 1000 Werke umfassenden Sammlung ausgestellt. Los geht es mit der Deutschen Malerei des 14.-17. Jahrhunderts. Highlights sind hier Dürers Paumgartner Altar, sein leicht verwegenes Selbstbildnis und Altdorfers "Alexanderschlacht". Die Altniederländer sind dann unter anderem vertreten durch van der Weyden und Hieronymus Bosch. In der Sammlung zur holländischen Malerei beeindrucken Gemälde von Rembrandt, bevor es bei der Flämischen Malerei des 17. Jahrhunderts dann ins Überdimensionale geht: Über 6 Meter hoch prangt da vor einem Peter Paul Rubens "Großes Jüngstes Gericht". Etwas weniger bombastisch geht es dann mit den Italienern aus dem 13.-18. Jahrhundert weiter: Fra Filippo Lippi mit der "Verkündigung Mariae" und Giottos "Abendmahl" sind nur zwei deren berühmter Vertreter. In der recht kleinen französischen Sammlung erlaubt dann Boucher einen Blick auf "Marquise de Pompadour". Bei den Spaniern aus dem 16. und 17. Jahrhundert gibt es dann schließlich noch Murillos Genrebilder mit "Bettelknaben beim Würfelspiel" oder "Traubenessen" zu sehen.
Große Kunst für daheim Im Museumsshop vor Ort gibt es dann natürlich Abzüge, Poster oder Postkarten der berühmtesten Werke genauso zu kaufen wie auch Publikationen und Führer der Pinakothek. Bei Suppen, Salaten und kleinen Speisen kann man sich, in dem nach dem Erbauer benannten Cafe Klenze, stärken. Das ganze findet in ruhigem englischen Stil statt.
Bilder:
© www.pinakothek.de
© http://commons.wikimedia.org/wiki/User:Würfel
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Addresse:
Alte Pinakothek
Barer Straße 27
D-80799 München
Öffnungszeiten:
Täglich außer Montag 10.00 - 18.00
Dienstags 10.00 - 20.00
Eintrittspreise:
Regulär5,50 Euro
Ermäßigt 4 Euro
Inklusive Audioführung zur ständigen Sammlung
Sonntagseintritt 1 Euro
Audioführung an Sonntagen 4 Euro
Telefon:
+49 (0)89 23805 216
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