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Das Kartoffelmuseum München
Kaum ein Nahrungsmittel ist so vielseitig wie die Kartoffel. In Fachkreisen auch als "Solanum tuberosum" bezeichnet, ist sie ein Nachtschattengewächs. Der Teil den wir so gern verspeisen ist die unterirdisch wachsende Knolle, deshalb nennt man die Kartoffel in Österreich wohl auch "Erdapfel".
Grundsätzliches zum Erdapfel
Die Kartoffel gilt als Grundnahrungsmittel, jährlich werden weltweit
über 300 Millionen Kartoffeln gegessen - in welcher Form auch immer:
Bratkartoffeln, Röstkartoffeln, Kartoffelgratin, Kartoffelbrei,
Folienkartoffel und Kartoffelsalat sind nur einige der zahllosen Dinge,
die man aus der leckeren Knolle machen kann. Wer übrigens glaubt, es
gebe nur fest- und weichkochende Kartoffeln, irrt sich gewaltig: Heute
sind über 5.000 Kartoffelsorten bekannt!
Vor dem Verzehr der schönen Blüte der Kartoffelpflanze sei übrigens
gewarnt: Diese kann für Menschen giftig sein, schmeckt aber auf jeden
Fall nicht. Die Kartoffel, oder genauer gesagt ihre Abwesenheit, ist ebenfalls für eine der größten Hungersnöte und Flüchtlingswellen in Europa verantwortlich: Die Rede ist von der großen Hungersnot im Irland der 1840er Jahre, der "Great Potato Famine". Nach mehreren Missernten durch die aus Amerika eingeschleppte Kartoffelfäule, brach die Lebensmittelversorgung zusammen und fast eine Million Iren fand den Tod, eine weitere Million suchte ihr Heil in der Neuen Welt Amerika.
Kartoffelkunst Im Kartoffelmuseum beleuchtet man die Kartoffel nun von einer bisher eher unbeachteten Seite: Man beschäftigt sich mit der Kartoffel in der Kunstgeschichte. Zentraler Bestandteil des Museums ist da eine Bildersammlung, in der die Kartoffelhistorie verfolgt wird. So beginnt die Faszination an der Kartoffel schon zu Zeiten südamerikanischer Ureinwohner. Aus de Zeitraum von 200 n. Chr. gibt es zum Beispiel ein Zeremoniegefäß zusehen. Ebenfalls dargestellt wird der Wandel der Kartoffel vom "Inka-Gold zum Volksnahrungsmittel" und nach grundlegenden Informationen zur Kartoffel wird einem dann noch vor Augen geführt was es ohne die vielseitige Knolle alles nicht gäbe: Gummibärchen oder Tesafilm nur als kleine Beispiele. Auch literarische Erscheinungen der Kartoffel sammelt man im Kartoffelmuseum. Die hauseigene Bibliothek ist zwar nicht öffentlich, wird nach Rücksprache für Interessierte aber gerne geöffnet.
Kartoffeln für daheim Wenn man die Kartoffel dann nach dem Museumsbesuch ordentlich zu würdigen weiß, kann man im Museumsshop noch die ein- oder andere Devotionalie erstehen. Bücher, Poster, Rezepte, Postkarten und vieles mehr gibt es da für den Kartoffelfreund. Besondere Liebhaber kaufen zum Beispiel eine in Kunstharz eingegossene Kartoffelblüte als Briefbeschwerer.
Bilder:
©www.kartoffelmuseum.de
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Adresse:
Das Kartoffelmuseum
Grafinger Straße 2
81671 München
Tel: 089/404 050
Fax: 089/408 186
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Donnerstag:
nur nach vereinbarung
Feitag:
9 - 18 Uhr
Samstag:
11 - 17 Uhr
Eintritt
ohne Führung frei
Führung
Erwachsene: 3 Euro
Ermässigt: 1.50 Euro
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Termine am WochenendeAutomania 12.02. - München
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