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Die Neue Pinakothek in München
Die Schwergewichte des Münchner Kunstareals sind zweifellos die Pinakotheken. Die Neue Pinakothek wurde von König Ludwig I. errichtet und komplett aus seinen Privatmitteln finanziert. Darin erwarten Sie Werke aus dem 18. und 19 Jahrhundert.
Königliche Kunstsammlung Die Neue Pinakothek war von Ludwig I. als Sammlung damals zeitgenössischer Kunst gedacht. Für die schon damals alten Meister hatte er ja gleich nebenan die Alte Pinakothek geschaffen. Mit der Neuen Pinakothek leistete Ludwig I. damals Pionierarbeit, denn eine solche Sammlung "moderner" Kunst gab es damals weltweit noch nicht. Am 25. Oktober 1853 wurde die Sammlung eröffnet. Während Ludwig I. sich vor Allem für die Münchner Schule und Romantik interessiert hatte, wurde die Sammlung im Laufe der Zeit natürlich stetig erweitert und deckt nun die Spanne von Klassizismus bis Jugendstil auf europäischer Ebene ab. Das Museum selbst wurde im Zweiten Weltkrieg so stark zerstört, dass ein Neubau nötig wurde. Daher wurden ausgewählte Stücke nach dem Zweiten Weltkrieg im Haus der Kunst ausgestellt, bis 1981 der Neubau nach Plänen von Alexander von Branca eröffnet wurde.
Ein armer Poet, Sonnenblumen und der König Die Sammlung der neuen Pinakothek umfasst etwa 3.000 Gemälde und 300 Skulpturen. Davon werden stets etwa 400 Werke gezeigt. Eines der berühmtesten Werke, das sich in der Neuen Pinakothek findet, ist sicher "Der arme Poet" von Carl Spitzweg. 1887 wurde es der Neuen Pinakothek von einem Neffen Spitzwegs geschenkt.
Auch eines der weltberühmten Sonnenblumenbilder von Vincent van Gogh findet man in der Neuen Pinakothek. "Zwölf Sonnenblumen in einer Vase" lautet der Titel der, wie van Gogh es nannte, "Symphonie in blau und gelb" aus dem Jahr 1888. Ein anderes Bild der Sonnenblumenserie machte übrigens 1987 von sich reden: Das mit dem Bild in der Neuen Pinakothek fast identische Sonnenblumenbild von 1889 erzielte da im Londoner Auktionshaus Christie's nämlich einen Rekordpreis von 24,75 Millionen Pfund. Dem blaublütigen Museumsgründer selbst kann man übrigens in der Neuen Pinakothek ebenfalls einen Besuch abstatten, denn auch "König Ludwig I. im Krönungsornat" aus dem Jahr 1826 vom damaligen Hofmaler Joseph Stieler, der auch für die zahlreichen Damenportraits der Schönheitengalerie zuständig war, kann man darin bewundern.
Bilder:
© www.pinakothek.de
© http://commons.wikimedia.org/
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