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Das Rundfunkmuseum in Fürth

Was heute als selbstverständlich erscheint, verdanken wir in vielen Fällen Jahrzehnten intensivster Forschung und technischen Meisterleistungen. So ist das zum Beispiel der Fall, wenn man morgens im Bad den Radio einschaltet oder bequem auf der Couch im Fernseher durch die Kanäle zappt.

Vom Schloss ins Werk
Bei seiner Gründung befand sich das Rundfunkmuseum noch ziemlich beengt in diversen Nebenräumen des Schlosses Fürth-Burg Farrnbach. Als sich 2001 die Möglichkeit zum Umzug bot, nahm man sie wahr und verlegte das Museum in die ehemalige Direktion des Grundig Werkes.

Schifffahrt und Militär als größte Interessenten
Die Anfänge der drahtlosen Übermittlung von Nachrichten liegen noch im 19. Jahrhundert. Als 1896 Julielle Guglielmo Marconi zum ersten mal einen solchen Datentransfer schafft, werden vor Allem Militärs und die Schifffahrt darauf aufmerksam - das Militär aus offensichtlich strategischen Gründen und die Schifffahrt wegen der Möglichkeit, Hilfesignale von offener See aus in Sekunden an Land absetzen zu können.
Nach dem ersten Weltkrieg nutzt man die Technik auch zivil, besonders natürlich als man 1924 im süddeutschen Raum ein Sendernetz aufbaut. Im gleichen Jahr erfährt das Radio durch die erste Funkausstellung auch seinen ersten kommerziellen Schub. Obwohl die Apparate teuer sind, gibt es 1933 bereits etwa 4,5 Millionen Radios in Deutschland und jährlich kommen etwa 500.000 dazu.

Technik, Politik, Entertainment
Doch natürlich wird nicht nur das Radio im Rundfunkmuseum genauer unter die Lupe genommen. Auch das Fernsehen, das in den 50er Jahren den Durchbruch schafft, ist ein großes Thema im Fürther Rundfunkmuseum.
Dabei geht es jedoch bei beiden Massenmedien nicht nur um die technischen Feinheiten und Entwicklungen. Auch interessante soziale  und politische Aspekte werden thematisiert. Sei es die Rolle des Volksempfänger oder die Angst der DDR vor Einflüssen aus dem Westen, die durch das Radio oder das Fernsehen eindringen.
So geht man auf eine rasante Zeitreise bis ins Jahr 1983. Da erscheint mit der CD der erste digitale Datenträger. CD-Spieler kosten damals etwa 2000 D-Mark.


Bildmaterial: © www.rundfunkmuseum.fuerth.de
Öffnungszeiten:
Montags geschlossen
Dienstag - Freitag 12 - 17 Uhr
Sams-, Sonn- und Feiertag (Auch Mo)
10 - 17 Uhr
1. Donnerstag im Monat
12 - 22 Uhr

Eintrittspreise:
Erwachsene: 4€
Kinder ab 6: 3€
Diverse Gruppen- und Familienrabatte

Telefon:
0911 - 756 81 10
Fax
0911 - 756 71 10

Adresse:
Rundfunkmuseum der Stadt Fürth
Kurgartenstraße 37
90762 Fürth

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