Das Stadtmuseum Deggendorf - Hacker-Pschorr Bräu München
 
Bild zum Artikel

Das Stadtmuseum Deggendorf

Dass die Stadt Deggendorf da steht, wo man sie heute findet, ist kein Zufall. Der Grund für die Entstehung Deggendorfs ist nämlich ein durchaus häufig vorkommender: Ein Flussübergang.

Von den Wittelsbachern ersessen
Die erste Erwähnung von Deggendorf findet sich im Jahre 1002 in einer Urkunde des Regensburger Klosters Niedermünster. Dass man sich hier niedergelassen hatte, lag daran, dass es einen natürlichen Donauübergang gab, den man nutzen musste, wenn man Richtung Norden einer Handelsstraße entlang der Isar folgen wollte.
Als die Herrschergeschlechter der Babenberger und der Grafen vom Bogen schließlich ausgestorben waren, übernehmen die Wittelsbacher 1242 das Kommando. Zwischen 1316 und 1320 wird Deggendorf dann zu einem wichtigen Anziehungspunkt der Region. Das liegt daran, dass Deggendorf das Stadtrecht verliehen wird und damit für Markt und Handel sehr wichtig wird.

Historisches und Kontroverses
Die Dauerausstellung im Deggendorfer Stadtmuseum gliedert sich in diverse thematische Abteilungen. So werden unter "Aufgaben der Stadt" die Zuständigkeiten und Funktionen von Verwaltung, Gemeindekollegium, Polizei und Schulwesen und vielen anderen städtischen Einrichtungen gezeigt. Einen großen Sprung in die Vergangenheit macht man dann in der Abteilung für "Vor- und Frühgeschichte": Die seit 1981 im Besitz der Stadt Deggendorf befindliche Sammlung von Hanns Neubauer zeigt eindrucksvolle Fundstücke wie z.B. Äxte, Barren und Schmuckstücke von 2000 bis 500 v. Chr. Hausmodelle und Rekonstruktionen vervollständigen das Bild. Die Periode vom Ende der Römerzeit bis ins Mittelalter wird dann in der Abteilung "Siedler -  Nonnen -  Bürger" genauer beleuchtet.
Das für Deggendorf so wichtige Thema "Markt und Handel" wird unter anderem durch den Nachbau eines "Tante Emma" Ladens, verschiedene Wieg- und Messgefäße und der Geschichte der ehemaligen Stadtwaage verdeutlicht.
Auch das Gesundheitswesen kommt in der Ausstellung nicht zu kurz. Dabei beeindruckt das Museum mit einer nach Originalmaßen nachgebauten Apotheke mit originalen Substanzen, aus denen Medizin gemischt wurde. Dazu kommen eine Destillieranlage aus dem Jahr 1900, eine Tablettenmaschine und vieles mehr.
Brisant wird es dann bei der Ausstellung zur "Deggendorfer Gnad", die sich mit einer Wallfahrt beschäftigt, die 1992 eingestellt wurde, als man sicher feststellen konnte, daß sie sich aus einem wohl wirtschaftlich motivierten Judenpogrom aus dem Jahr 1338 begründete.
"Sakrale Kunst und Frömmigkeit" beschäftigt sich dann schließlich mit dem religiösen Leben in Deggendorf und Umgebung. Hinterglasmalerei, Andachtsbilder und eine Sammlung an Votivgaben sind hier zu bewundern.

Spezielle Angebote
Für Schulklassen, Geburtstage und Gruppen aller Art gibt es im Museum speziell buchbare Programme, die sich dann gezielt mit einem Aspekt des Museums beschäftigen und für die Gruppe individuell aufbereitet und präsentiert wird. Auch das Ausprobieren von Werkzeugen, das Mischen von medizinischen zutaten für Pflegeprodukte, Schreiben mit Feder und Tinte sind hier möglich. Man kann Erfahrungen als Drucker oder Ritter sammeln und vieles, vieles mehr.


Bilder:
©www.museen-deggendorf.de/
Adresse:
Stadtmuseum Deggendorf
Östlicher Stadtgraben 28
Postfach 1920
94469 Deggendorf

Tel: 09 91 / 29 60 - 555
Fax: 09 91 / 29 60 - 559

Öffnungszeiten:
Montag geschlossen
Dienstag bis Samstag: 10.00 Uhr - 16.00 Uhr
Sonntag: 10.00 Uhr - 17.00 Uhr
Für Gruppen nach Vereinbarung

Eintritt
Erwachsene: 1,50 Euro
Ermäßigt: 1,00 Euro
Ermäßigungen für Familien möglich.
Für Führungen (30 Euro inkl. Eintritt) bitte Kontakt aufnehmen.

» Zur Homepage

Termine am Wochenende

Händler suchen

Geben Sie einfach Ihre Postleitzahl ein, um einen Händler in Ihrer Region zu finden:


Die nächsten Spiele der Münchner Löwen

Newsletter abonnieren

Bitte schicken Sie mir ab sofort den Hacker-Pschorr Newsletter an folgende E-Mail-Adresse: