Ab dem Jahr 1613 etwa entstand der prächtige Bau der damaligen Bamberger Fürstbischöfe. Richtige Mittelalter-Romantik herrschte zu dieser Zeit noch. Alles war etwas schlichter gestaltet und sollte erst später schöner gestaltet werden. Erst in den Jahren 1697-1703, wurden durch Johann Leonhard Dientzenhofer die beiden Flügel am Domplatz errichtet. Diese wurde dann, anders als früher, herrschaftlich hergerichtet und ausgestaltet. Die prächtigen Kurfürstenzimmer und die anderen wahrhaft prunkvollen 40 Räume sind seitdem verziert mit imposanten Stuckdecken und ausgestattet mit auserlesener Kunst und anspruchsvollem Mobiliar.
Kunst und Schätze für die Residenz
Hierzu gehören Möbel und Wirkteppiche aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Eine Gemäldegalerie mit altdeutscher und Barockmalerei, welche heute das Zweigmuseum der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen darstellt, gehört zu den besonderen Schätzen der Residenz. Richtig königlich ließ es sich früher in der beeindruckenden Residenz leben. Die Krönung der ganzen Ausstattung ist der kostspielige Kaisersaal, welcher von Melchior Steidl mit 16 überlebensgroßen Kaiserbildnissen freskiert wurde. Die pompöse Verschönerung bringt die Augen jedes Betrachters zum Leuchten. Denn die kostspieligen Verzierungen und aufwendigen Malereien bieten einen fast märchenhaften Anblick. Vielleicht kommt man sich selbst schon vor wie ein Prinz oder eine Prinzessin, wenn man inmitten der herrschaftlichen Räume steht.