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Kaiserburg Nürnberg mit Burggarten

Zu Zeiten des Römischen Reiches


Der prächtige Bau entstand erst nach und nach. Von 1050 bis 1571 hausten hier alle Kaiser des Heiligen Römischen Reiches. Deswegen gehört sie zu den bedeutendsten Kaiserpfalzen des Mittelalters. Die damals noch sehr schlichte Lebensweise erlaubte zunächst keine aufwendigen oder experimentellen Bauweisen. In der Mitte des 11. Jahrhunderts wurde die bestehende salische Königsburg schließlich von Friedrich Barbarossa und seinen Nachfolgern erweitert und großräumig ausgebaut. Aus dieser Zeit ohne Beschädigungen erhalten ist sogar noch die alte Doppelkapelle. Aber nicht nur dieser Teil ist noch gut erhalten geblieben. Zum Schloss dazu gehörte auch ein Brunnen, der schon kurz nach der Errichtung der Burg existiert haben soll. Mit 47 Metern war dieser zu seiner Zeit schon unglaublich tief und soll damals eine sehr wichtige Wasserquelle für die Burg gewesen sein. Die Gewinnung von Trinkwasser war damals noch viel komplizierter als heutzutage.

Die Entstehung eines Sinnwellturms


Stetig wurde das Gebäude verbessert und ausgebaut, um den ständig wachsenden Bedürfnissen gerecht zu werden. In der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts entstand so ein Sinwellturm. Diese Bezeichnung stammt vom mittelhochdeutschen sinwell, das soviel wie rund oder rundum bedeutet. Ursprünglich sollte der Sinwellturm der unbewohnte Hauptturm, der sogenannte Berfried, der Burg sein. Hier verbrachte man die meiste Zeit des Tages. Auch jetzt noch gewinnt man beim Anblick der Räume den Eindruck, dass der Leben in den alten Gemäuern sehr ursprünglich gewesen sein muss. Inmitten des Turmes lässt sich noch gut erahnen wie die Burgfräulein mit den Herren des Hauses und der Gefolgschaft um ein wärmendes Feuer gesessen haben mussten. Man kannte zu dieser frühen Zeit wohl nur recht eingeschränkten Luxus und musste sich ganz anderen Herausforderungen stellen als in den folgenden Jahrhunderten.

Der Reichtum der späteren Zeit


Später änderte sich dieses Bild wohl nach und nach. Mit den Errungenschaften der Zeit wuchs auch stetig der Reichtum der adligen Bewohner. Den Innenbereich hatte man daher ebenso prunkvoll gestalten können wie den Außenbereich der Burg. Die kaiserlichen Wohnräume wurden aufwendig vertäfelt und mit Gemälden, Wandteppichen und Möbeln des 16. und 17. Jahrhunderts geschmückt. Diese übrig gebliebenen Schätze vermitteln ein ganz anderes Bild von der Burganlage, als man es vielleicht früher bekommen hätte.

Öffnungszeiten:
April-September: 9-18 Uhr
Oktober-März: 10-16 Uhr
Täglich geöffnet

Eintrittspreise:
Gesamtkarte
"Palas mit Doppelkapelle, Tiefer Brunnen, Sinwellturm und Kaiserburgmuseum"
6,- Euro regulär
5,- Euro ermäßigt

Karte "Palas mit Doppelkapelle und Kaiserburgmuseum"
5,- Euro regulär
4,- Euro ermäßigt interner Link

Karte "Tiefer Brunnen und Sinwellturm"
3,- Euro regulär
2,- Euro ermäßigt

Telefon:
Telefon (09 11) 24 46 59-0
Fax (09 11) 24 46 59-3 00

Addresse:
Burgverwaltung Nürnberg
Auf der Burg 13
90403 Nürnberg

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