Der Olympiapark München - Hacker-Pschorr Bräu München
 
Bild zum Artikel

Der Olympiapark München

Auch wenn man es ihm nicht ansieht: Das Gelände des heutigen Olympiaparks hatte auch bevor Günther Behnisch Hand anlegte eine bewegte Geschichte.

Von Fliegern und Überfliegern

Wo 1972 Sportler aus aller Welt versuchten sich gegenseitig zu überflügeln, stand tatsächlich einmal Münchens erster Flughafen. Der hieß genauso wie das Gelände auf dem er stand: Oberwiesenfeld. 1909 gebaut, war der Flughafen im Ersten Weltkrieg zum Beispiel Standort der Königlich Bayerischen Fliegertruppe. Außerdem befanden sich in unmittelbarer Nähe Kasernen und Übungsplätze.
Nach dem Ersten Weltkrieg wurde der Flughafen dann zivil genutzt und Münchens Hauptverkehrsflughafen. Erst 1939 wird er vom Flughafen München Riem abgelöst.

Weiß-Blaue Qualität - in der Luft und am Boden

Auch einer der weltbekanntesten Fahrzeughersteller hat seine Ursprünge bei Oberwiesenfeld. So baute man bei den Rapp Motorenwerken lange Zeit Flugzeugmotoren für die Flieger vor Ort. Nach dem ersten Weltkrieg, als durch den Friedensvertrag der Bau von Flugzeugmotoren für 5 Jahre untersagt wurde, stellte man sich auf Automotoren um, die heute unter der Weltmarke BMW - Bayerische Motorenwerke - bekannt sind. Was noch auf das ursprüngliche Produkt hinweist ist das Logo, das einen sich drehenden Propeller darstellen soll. Pünktlich zu den Olympischen Sommerspielen 1972 war dann auch das BMW-Hochhaus, der weltberühmte Vierzylinder, fertig.

Alpenlandschaft und Erdstadion

Am 26. April 1966 fällt die Entscheidung: Die 20. Olympischen Sommerspiele werden in München ausgetragen. Der Stuttgarter Architekt Günther Behnisch erhält den Zuschlag, das Olympiagelände zu gestalten. Zusammen mit Günther Grzimek plant er einen Park, der möglichst viel Grün und Möglichkeit zur Erholung bieten soll, es entsteht die Idee, eine Alpenlandschaft nachzubauen. Deswegen finden sich im Olympiapark auch ein Berg und ein See.
Das Hauptaugenmerk liegt aber auf den Sportstätten. So entsteht zum einen das Olympiastadion, das man als Erdstadion anlegt. Das heißt: Zum größten Teil wird es in den Boden hineingebaut, damit es nicht den harmonischen Anblick der grünen Parkfläche zu sehr in den Schatten stellt. Nach den Olympischen Spielen erlangt das Olympiastadion natürlich vor Allem durch den Fußball seinen Weltruhm. Bis 2005 tragen der FC Bayern und der TSV 1860 München darin die meisten ihrer Heimspiele aus, die Fußballeuropameisterschaft 1988 und natürlich die Weltmeisterschaft 1974 sind weltweite Highlights.
Dazu kommt die Olympiahalle, die für Gymnastik- und Turnwettbewerbe genutzt wurde. Heute ist die Olympiahalle eine facettenreiche Mehrzweckhalle für Veranstaltungen von Konzerten über das 6-Tage-Rennen bis zu Eiskunstlaufshows im Winter.
Die Schwimmhalle, in der Mark Spitz bei den Sommerspielen 1972 sage und schreibe 7 Goldmedaillen gewinnt, ist heute ein öffentliches Bad, das Sauna, Sprungbecken und Wellness bietet. Auch die Münchner Hochschulen nutzen die Olympiaschwimmhalle gerne.
Über diese drei Hauptveranstaltungsorte spannt sich auch das weltbekannte Glaszeltdach. Dieses stammt allerdings nicht von Günther Behnisch, sondern wurde von einem Künstler namens Frei Otto erfunden und erst durch dessen Mitwirken gelingt die Umsetzung des Projekts. In Behnischs Modell des Olympiaparks war das fast 75.000m² große Zeltdach noch durch eine Damenstrumpfhose dargestellt.

Hoch hinaus

Den zweifellos besten Blick über das Olympiagelände und auch noch weit darüber hinaus, hat man vom Fernsehturm. Der wird häufig "Olympiaturm" genannt, ganz korrekt ist das aber nicht, denn mit dem Bau hatte man schon 1965 begonnen - also bevor man von den Olympischen Spielen 1972 wusste. Seitdem man dem Turm 2005 eine neue Antenne aufgesetzt hat, ist er 291,98 Meter hoch, die oberste Aussichtsplattform befindet sich auf einer Höhe von 192 Metern. Ebenfalls auf dieser Höhe angelegt ist das berühmte Drehrestaurant, das eine Stunde pro Umdrehung braucht. Aber Vorsicht: Nicht jeder volle Magen freut sich über die Liftfahrt im Turm, denn da wird man mit nicht weniger als 7m/s innerhalb von 30 Sekunden 200 Meter in die Höhe oder in die Tiefe geschossen.


Bildmaterial:
© OnkiFlori / PIXELIO
© Zigeunerin / PIXELIO
© djotharo / PIXELIO
© compurobbie / PIXELIO
Olympiaturm
Geöffnet täglich 9.00-24.00 Uhr
Erwachsene 4,50 €
Unter 16 und Gruppen 2,50 €

Olympiastadion
Geöffnet 9.00-16.30 Uhr
Erwachsene 2 €
Ermäßigt 1,50 €
(Ohne Führung!)

Adresse
Olympiapark München GmbH
Spiridon-Louis-Ring 21
D-80809 München

Telefon
(089) 30 67-0
Fax
Fax: (089) 30 67-22 22

» Zur Homepage
» Anfahrt
» Führungen im Olympiapark

Termine am Wochenende

Antik und Raritätenmarkt
05.02. - Grasbrunn

Händler suchen

Geben Sie einfach Ihre Postleitzahl ein, um einen Händler in Ihrer Region zu finden:


Die nächsten Spiele der Münchner Löwen

TSV 1860 München - Energie Cottbus
06.02.2012 - München
TSV 1860 München - Fortuna Düsseldorf
19.02.2012 - München

Winter-Spezial
Das Skigebiet Spitzingsee ist ein gemütliches Wintersportgebiet, in dem jeder Schneefan auf seine Kosten kommt.
» Mehr Informationen